Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Mord auf Bestellung

Jack London

(8)
(3)
(1)
(0)
(0)
€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Mord auf Bestellung ist mein zweites Buch, welches ich von Jack London gelesen habe. Ich mag seinen einfachen, aber dennoch bilderzeugenden Schreibstil. Es reichen schon wenige Sätze und man ist den Welten von Jack London verloren. Auch gefallen mir seine Darstellungen der Charaktere sehr. In Mord auf Bestellung begleiten wir den schwerreichen und wild entschlossenen Winter Hall, der der dem Treiben einer New Yorker Attentats-Agentur ein Ende zu bereiten. Gleich zu Anfang trifft sich Hall mit dem Boss eben jener Agentur - Ivan Dragomiloff. Dragomiloff ist ein tiefst moralischer Mensch, der von einer moralischen Mission geleitet wird: Erst wenn alle Schurken beseitigt sind, wird unsere Welt eine besser sein. Eine Bedingung der Attentats-Agentur ist es, dass die Zielpersonen ihren Tod nachweislich verdient haben. Bei diesem Treffen bezahlt Winter Hall für den Tod Dragomiloffs und Hall kann auch beweisen, dass dieser seinen Tod verdient hat. Dragomiloff nimmt das Angebot an. Wenn es seine Auftragskiller nicht innerhalb des Jahres 1911 schaffen, ihren Boss zu töten, ist der Auftrag erloschen und Dragomiloff ein freier Mensch. Nebenbei ist Hall auch noch in die schöne Grunya verliebt. Sie arrangiert ein Treffen zwischen ihrem Geliebten und ihres Vaters. Schnell stellt sich heraus, dass der Vater von Grunya der Boss der Attentats-Agentur ist. Dragomiloff ist ein gewiefter Mann und hat Vorkehrungen getroffen. Was nun folgt ist eine Menschenjagd durch die USA, in der sich Hall den selben philosophischen Fragen konfrontiert sieht, die auch Dragomiloff beschäftigt haben: Sind Morde um der Gerechtigkeit willen legitim? Welcher Zweck dient welchen Mitteln? Einmal in Gang gesetzt eskaliert die Operation mit tödlicher Logik und vor einer hawaiianischen Insel kommt es zum finalen Showdown ... Ich muss sagen, dass ich am Anfang dieser Geschichte meine Zweifel hatte. Denn schon auf Seite 31 wurde mir klar, in welcher Beziehung die Charaktere stehen werden, dieser Hinweis - ob bewusst gesetzt, oder nicht(?), hat mir ein wenig den Spaß an der Geschichte sowie der Spannung genommen. Meine Vermutung, hatte sich im Verlauf der Geschichte bestätigt, doch was mir zwischenzeitlich aufgetischt wurde, konnte diese Vermutung wett machen und mich vollends bei Laune halten. Die Spannung, welche mir am Anfang durch meinen Verdacht genommen wurde, wurde mir nun zurückgegeben. Die Charaktere sind klasse gezeichnet, Humor vom feinsten, das war ich von Jack London gar nicht gewohnt. Da kenne ich ihn aus König Alkohol ganz anders. Mord auf Bestellung ist ein erfrischender Thriller - auch wenn dieser schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Der Schreibtstil von Jack London war anfangs etwas holprig, aber daran gewöhnt man sich schnell. Die Geschichte nimmt mit jedem Kapitel an Spannung zu und wird dadurch zu einem wahren Page-Turner und ehe man sich versieht, ist man Zeuge eines teuflischen Finales. Hin und wieder gab es zwar kleine Durchhänger in denen viel über Gott und die Welt philosophiert wurde, doch diese kleinen Pausen der Hetzjagd gefielen mir, denn dadurch erhielt man einen perfekten Einblick in das Denken der verschiedenen Figuren, die durch ihre philosophischen Sichten mehr Tiefe erlangten.

Lesen Sie weiter

„Mord auf Bestellung“ Autor: Jack London Genre: Thriller Verlag: Manesse Buchinhalt: Er ist ein Genie, der „Boss“ einer Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat Menschen zu töten, einzige Bedingung, das Opfer muss es nachweislich verdient haben. Moral und Ethik stehen bei diesem Thriller im Vordergrund und so kommt es wie es kommen muss. Der schwerreiche Morallist Winter Hall kommt der Organisation in die Quere und ist wild entschlossen ihrem Treiben ein Ende zu setzten. Er konfrontiert den „Boss“ der Organisation mit den Fragen sind Morde um der Gerechtigkeit willen wirklich legitim? Welche Opfer darf der Mensch im Namen einer höheren Moral in Kauf nehmen? Und welcher Zweck heiligt welche Mittel? In stundenlangen Debatten über Recht und Unrecht kommt der „Boss“ zur Einsicht, das er Fehler begangen hat und nimmt den letzten Auftrag seines Lebens an. Dieser ist seine eigene Beseitigung. Meinung: Jack London liefert einen sehr imposanten und nachdenklichen Thriller. Er ist nicht leicht zu lesen und auch keine leichte Kost. Immer wieder springt das Gedankenkarussel des Lesers an und man fragt sich selber was Recht und was Unrecht ist, was Ethik und Moral und ob man wirklich Menschen töten sollte, auch wenn sie viel Unrecht begangen haben. So rückt hier auch die eigentliche Handlung in den Hintergrund und die Debatten in den Fokus des Lesers. So haben mich all die Fragen doch sehr Lesen und auch im Nachhinein beschäftigt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, etwas einlesen ist hier erforderlich, aber dann ist man richtig in der Debatte zwischen den Hauptprotagonisten gefangen. Die Hauptprotagonisten wirken sehr realistisch, auf der einen Seite der „Boss“, der eigentlich vom Leser wegen seiner Taten verurteilt werden müsste, ist ein Genie, er ist schlau und willensstark und immer der Auffassung gewesen, das er im Recht war. Gerade diese Charakterzüge machen ihm den Leser sympathisch. Auf der anderen Seite der sogenannte Kontrahent, der alles in Frage stellt und die Organisation zerschlagen möchte und letztendlich doch für den „Boss“ sympathisiert und ihm helfen möchte. Auch diese Rolle kommt sehr realistisch und sympathisch rüber. Ab der Hälfte ändert sich dann die Schreibweise und man merkt doch sehr dass nun ein anderer Autor am Werk war. Insgesamt rundet sich allerdings der Thriller gut ab und ich hätte es auch sehr Schade gefunden wenn er nicht vollendet worden währe. Es ist ein besonderer Thriller, einer der nicht nur spannend ist, sondern viele wichtige Werte in Frage stellt. Erwähnenswert sind auch die vielen informativen Ausführungen am Ende des Thrillers, sie machen noch einmal deutlich an welcher Stelle der Autorenwechsel statt gefunden hat und zeigen die Idee zu diesem Thriller von Jack London persönlich auf.

Lesen Sie weiter

Das Buch wird als einer der „erste[n]Agententhriller der Weltliteratur“ erworben und davon gelockt versprach ich mir ein Buch, welches vor allem hochspannend ist und in dem viel gemordet wird. Nun ja letzteres ist zumindest voll eingetroffen. Bei dem Recht bin ich doch etwas überrascht gewesen. Das Buch ist zwar durchaus auch spannend, aber da liegt meinem Eindruck nach gar nicht der Schwerpunkt. Der liegt viel mehr auf den langen Diskussion der einzelnen Figuren über verschiedene philosophische und ethisch-moralische Themen. Und damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Was sehr interessant war und ich hab es auch gern gelesen. Aber gleichzeitig zieht es auch die Handlung etwas in die Länge; gleichzeitig werden Themen aber auch nur kurz angerissen, so dass man als Leser auch kaum einen Eindruck gewinnen kann. Die Handlung selbst dagegen ist spannend und auch unerwartet vergnüglich, aber gleichzeitig kam sie mir doch auch recht unrealistisch vor. Das mindert zwar den Unterhaltungswert nicht, aber ich hatte manchmal den Eindruck, das Buch spiele in einer Parallelwelt, in der nur die Mitglieder der Attentatsagentur wirklich lebendig sind und der Rest einfach nur Pappfiguren sind, welche die Szenerien verschönern. Und Polizisten so gut wie gar nicht existieren. Das Buch wurde übrigens von Jack London nicht zu Ende geschrieben und erst 1963 (rund 47 Jahre nach Londons Tod) von Robert L. Fish beendet. Zum einen bringt mich das dazu dieses „erster Agententhriller“ etwas in Frage zu stellen (aber klar, guter Marketing-Ansatz), aber vor allem merkt man es auch stilistisch. Es gibt ein Nachwort, welches die Entstehungsgeschichte des Buches beschreibt und auch darauf eingeht, wo Fish angefangen hat zu schreiben – und sich nebenbei auch weit von Londons Plänen entfernt hat. Und ohne dieses Nachwort da schon zu kennen, hatte ich beim Lesen genau an der Stelle des ‚Autorenwechsels‘ auch das Gefühl, dass sich hier Stil und Sprache deutlich verändern. Fand ich schon etwas schade, dass das so deutlich zu merken ist. Inhaltlich geht die Handlung zwar flüssig weiter und passt auch, aber es wirkt einfach nicht mehr wie aus einem Guss. Aber trotzdem hat mir das Buch ein aufgrund der Seitenzahl zwar nicht sonderlich langes, aber dafür sehr erfreuliches Lesevergnügen bereitet. Das auch sehr viel Ansatz für Diskussionen birgt – und damit auch nach 100 bzw. 53 Jahren noch sehr aktuell.

Lesen Sie weiter

Wir stellen nicht sicher, dass Rezensent*innen, welche unsere Produkte auf dieser Website bewerten, unsere Produkte auch tatsächlich gekauft/gelesen haben.