Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Der Funke des Lebens

Jodi Picoult

(21)
(21)
(13)
(1)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

4,5/5⭐ Wow, was für ein heftiges Buch. Als ich gelesen habe, dass dieses Buch Abtreibung behandelt, war mir klar - das muss ich lesen! Ich bin ein Fan davon, mich mit "Tabuthemen" auseinanderzusetzen und verschiedene Blickwinkel kennenzulernen. Der Einstieg in das Buch war ein wenig kompliziert für mich, da die Kapitel sehr lang waren und der Buchaufbau für mich auch völlig neu war. Das Buch hat mit dem Höhepunkt (dem Geiseldrama um 17 Uhr) begonnen und hat dann stündliche Zeitreisen in die Vergangenheit gemacht. Nach ein paar Kapiteln habe ich den Aufbau dann verstanden und bin auch wirklich begeistert von der Idee. Mit jedem weiteren Kapitel hat man mehr über dir Beweggründe erfahren, weshalb sich die Personen während der Geiselnahme in der Abtreibungsklinik befanden. Ich habe die Charaktere immer besser kennengelernt und konnte dadurch ihre Gedanken und Gefühle besser verstehen. Die Thematik ist umstritten und wirft eine riesige Debatte auf. Auch im Buch wurde debattiert. Es wurden wirklich alle möglichen Blickwinkel beleuchtet - Pro und Contra Abtreibung. Obwohl sich das Buch auf Abtreibungen und den damit verbundenen Extremismus in den USA bezieht, ist es ein globales Thema, welches auch z.B. Deutschland betrifft. Besonders schlimm sind die Ausmaße, die die Aktionen der Abtreibungsgegner annehmen. Der Schreibstil war super. Jodi Picoult hat an vielen Stellen Rhetorik und Poesie vereint. Ihre Worte waren tiefgründig, emotional und spannend. Das Buch war intensiv, lehrreich, informativ und sehr sehr wichtig. Auch das Nachwort war nochmal sehr faktenbasiert. Wer also an einer intensiven thematischen Auseinandersetzung mit Abtreibung, Extremismus und der Gesetzeslage interessiert ist, ist hier genau richtig!

Lesen Sie weiter

„Zwei Väter, zwei Töchter und die Frage nach dem Wert des Lebens“ (Jodi Picoult). Hugh McElroy ist Polizeibeamter in Mississippi. Er wird eines Tages zu einem Einsatz in eine Frauenklinik für Schwangerschaftsabbrüche gerufen, in die ein Amokläufer eingedrungen ist. Dieser ist ein Abtreibungsgegner und sehr persönliche Beweggründe veranlassen ihn zu dieser Tat. Als Hugh McElroy gerade im Begriff ist mit dem Amokläufer zu verhandeln, erfährt er, dass sich seine Tochter Wren in der Frauenklinik befindet. Es beginnt ein Spiel mit der Zeit und er setzt alles daran, Wren zu retten. Jodi Picoult greift in ihren Romanen oft umstrittene und tabuisierte Sachverhalte auf. So auch in „Der Funke des Lebens“. Jeder der Protagonisten hat seine ganz eigene Lebensgeschichte, der wir Stück für Stück auf den Grund gehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hugh McElroy und seine Tochter Wren. Der Roman ist sehr tiefgründig und zeigt, wie vielschichtig dieses Thema sein kann. So erfährt man viele Details - nicht nur aus emotionaler Perspektive der Charaktere, sondern auch in medizinischer und rechtlicher Hinsicht. Diese Aspekte haben für mich die Geschichte gut abgerundet. An mancher Stelle wirkte das Buch für mich etwas langatmig aufgrund der vielen einzelnen Handlungsstränge. Toll fand ich aber den Aufbau - der Roman beginnt mit dem Amoklauf und die einzelnen Kapitel sind jeweils den einzelnen Stunden vor der Tat gewidmet. So erfährt der Leser in jedem Kapitel - in jeder Stunde - neue Details.

Lesen Sie weiter

Es beginnt ein gewöhnlicher Tag in einer Frauenklinik in Jackson, Mississippi - eine Klinik, in welcher Abtreibungen vorgenommen werden - als ein Schütze eindringt, um sich schießt und die Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen heute herkamen, als Geiseln nimmt. Unterhändler Lieutenant Hugh McElroy beginnt mit dem Abtreibungsgegner zu verhandeln, schließlich ist er geübt darin. Doch dann bekommt er panische Nachrichten seiner 15-jährigen Tochter, welche sich unter den Geiseln befindet. Ein Wahnsinns-Thema einer Wahnsinns-Autorin: Jodi Picoult ist eine Meisterin. Wüsste ich das nicht, hätte ich mich zu Beginn vielleicht schwer getan, denn das Buch hat einen interessanten Aufbau: vom Ende Stunde für Stunde an den Anfang zurück. Doch dieses spannende, kontrovers diskutierte Thema einer Autorin, die einen immer wieder dazu bringt, sich selbst und die eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren, musste einfach gelesen werden. Ich bin absolut begeistert von ihrem Talent und dem Mut. Ganz besonderes bewundere ich die Recherche, die immer hinter diesen Büchern steckt, die Fakten, die den Wissenshorizont erweitern und wie gesagt, das Rütteln und Schütteln an den Werten und die Aufforderung zur Reflexion. Kurzum: Ich kann dieses Buch absolut empfehlen!

Lesen Sie weiter

Wichtiges Thema

Von: skaramel

03.05.2021

Jodi Picoult steht vor allem für eins: ein Garant für gute Bücher und tiefe Themen. Jeder Roman aus ihrer Feder ist tiefgreifend, thematisch gut aufgebreitet und vor allem eins - spannend. Nicht anders ist bei "Der Funke des Lebens", wo Picoult den Leser direkt ins Geschehen wirft. Geiseldrama in einer Abtreibungsklinik. Spannendes Setting, wichtiges Thema. Als besonderen Kniff hat Picoult diesmal eine andere Art der Erzählung gewählt. Die Geschichte erzählt gerade einmal von einem Tag, doch hier gibt es viel zu berichten. Außerdem schreibt Picoult diesmal rückwärts. Zu Beginn befinden wir uns mitten drin: Verhandlungen mit dem Geiselnehmer, Opfer, die noch mitten im Geschehen sind, welche die schon freigelassen wurden. Eine klare Trennung von drinnen und draußen. Doch schon im nächsten Kapitel springt Picoult mit ihrem Leser eine Stunde zurück und fügt so gekonnt Puzzleteilchen zu Puzzleteilchen zusammen. <br>Natürlich weiß man so schon sehr genau, was passieren wird, aber gekonnt wie immer schafft Jodi Picoult die Geschichte trotz allem spannend zu erzählen. Denn vielmehr geht es hier um das "Wieso" und die Beweggründe sowie die Sensibilisierung für das Thema Abtreibung. Denn wie gewohnt switcht Picoult zwischen den Charakteren und nimmt immer wieder die Perspektive des Arztes, des Geiselnehmers, der Opfer und des Polizisten ein, aber auch die Positionen von Befürwortern, Mitarbeitern, Betroffenen und Abtreibungsgegnern. Obwohl es ein sehr sensibles Thema ist, schafft Picoult es sehr realistisch alle Seiten zu beleuchten und ihren Charakteren Platz einzuräumen. Allerdings konnten diese in "Der Funke des Lebens" nicht so stark überzeugen wie es in anderen ihrer Werke der Fall war. Es ist nicht ganz klar, woran es am Ende wirklich gefehlt hat, jedoch war es streckenweise extremst schwer die Charaktere auseinander zu halten, obwohl Picoult bestens darin geübt ist, zwischen diversen Charakteren zu wechseln und diese zu präsentieren. Am Ende ist es ein gutes Buch mit einem wichtigen Thema, das in der Vollendung jedoch nicht ganz rund ist und wohl auch nicht ihr bestes Werk ist.

Lesen Sie weiter

Gutes Buch zu einem heiklen Thema

Von: Chrissi 63

27.04.2021

Ich benötige einen Moment um mich in die Erzählstruktur ein zu lesen. Abtreibung ist und bleibt ein heikles Thema. Die Sorgen und Nöte von Frauen wurden hier gut aufgegriffen, zumindest soweit wie es in einem Roman möglich ist. Die Geschichte spiegelt die absolut gegensätzlichen Einstellungen zu diesem Thema wieder. Lesenswert, wenn einen die Thematik Abtreibung und Selbstbestimmung der Frau interessiert.

Lesen Sie weiter

Eine Geschichte, die nachhaltig beschäftigt

Von: zeilen.taenzerin

20.02.2021

Ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag wird der Polizeiunterhändler Hugh zu einer Frauenklinik in Mississippi gerufen. Dort läuft ein Mann Amok und hält mehrere Geiseln in der Klinik gefangen. Hugh versucht alles um die Geiseln unbeschadet aus der überaus heiklen Situation und vor allem aus den Fängen des offenbar verzweifelten Schützen zu befreien. Als klar wird, dass sich seine eigene, gerade mal 15 Jahre alte Tochter selbst unter den Geiseln befindet, beginnt für Hugh ein wahrer Alptraum, den er schnellstmöglich beenden möchte. Um seine Tochter und die restlichen Geiseln zu retten, muss er die Beweggründe des Täters verstehen um diesen überzeugen zu können, die Geiseln frei zu lassen. Die Story beginnt mit dem Amoklauf und der Geiselnahme an sich und so schafft es die Autorin das Hauptthema des Buches, nämlich Abtreibungen, gekonnt in ein überaus spannendes Setting zu packen. Vom aktuellen Zeitpunkt der Geiselnahme wird die Geschichte aller wesentlich am Geschehen beteiligten Personen rückwärts erläutert, so dass der Leser nach und nach erfährt, was sich unmittelbar vor der Wahnsinnstat im Leben der einzelnen Personen abgespielt hat. So erhält man nicht nur die Hintergründe zur Situation, sondern auch die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Personen zum Thema Abtreibung. Jodie Picoult nimmt sich einem sehr brisanten Thema an, schafft es, dieses aus mehreren Perspektiven zu beleuchten und dem Leser ohne Wertung der einzelnen Positionen sehr eindringlich näher zu bringen. Eine absolut berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt und einen nachhaltig beschäftigt!

Lesen Sie weiter

Hugh McElroy ist Unterhändler bei der Polizei von Jackson, Mississippi. Er wird zu einer Schießerei in einer Frauenklinik gerufen und bald stellt sich heraus das es sich um einen Amoklauf handelt. Hugh muss mit dem Schützen zu verhandeln beginnen, den es sind auch noch lebende Geiseln in dieser Klinik gefangen. Bald findet Hugh auch heraus das seine 15 jährige Tochter in dieser Klinik ist. Nicht nur sein Job setzt ihm zu, auch die Frage was seine Tochter in einer Abtreibungsklinik zu tun hat. .. Nach kleine große Schritte von Jodi Picoult wusste ich schon wie einem die Autorin an eine so schwierige Thematik heran bringen kann. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wir begleiten mehrere Protagonisten in dieser Frauenklinik bei dem Attentat. Was auch sehr zu hervorheben ist, ist das wir die Ereignisse rückwärts lesen. Es beginnt quasi fast mit dem Ende und wir arbeiten uns immer mehr in der Zeit zurück um zu erfahren wie der Täter zu diesem Entschluss kam, warum die Patientinnen in diese Klinik kamen, wie die Ärzte sich für diese Behandlung entschieden haben und was Wren, Hugh's Tochter in dieser Einrichtung wollte. Natürlich erfahren wir auch viel persönlich der einzelnen Personen was es sehr spannend macht und einem extrem in die Geschichte und die Protagonisten eintauchen lässt. Und ganz zum Ende springen wir nochmal in der Zeit und die Autorin lässt eine Bombe platzen. Ich zumindest hätte mit dieser Wendung nicht gerechnet. Von mit ganz klar 4 von 5 Sternen. Hätte ich die letzten Wochen mehr Lesezeit gehabt ich hätte es durchgesuchtet. Ganz tolle Leseempfehlung aber ganz klar mit Trigger Warnung!

Lesen Sie weiter

Jodi Picoult gehört zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen. Ihre herzergreifenden Romane mit außergewöhnlichen Leitthemen sind stets außerordentlich umfangreich recherchiert und durch Quellenangaben belegt, so dass sich die Leserschaft - bei Interesse - intensiver mit der Materie beschäftigen kann. Mit DER FUNKE DES LEBENS habe ich nun sämtliche Bücher, die von Jodi Picoult in deutscher Sprache erschienen sind, gelesen. In diesem Roman geht es um einen AMOKLAUF und einer GEISELNAHME in einer Frauenklinik in Mississippi, die ABTREIBUNGEN vornimmt. Die Geschichte wird aus den Perspektiven der Geiseln, des Polizeiunterhändlers und des Täters erzählt. Nach und nach erfährt man, wer sich aus welchen Gründen „zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort“ aufhält. Der emotionale Kern der Erzählung löst in mir einen inneren Konflikt aus und ich stelle mir folgende Fragen: Wo zieht man persönlich, bzw. Justitia die Grenze, um Abtreibungen zu tolerieren/akzeptieren? Minderjährig und Angst vor den Eltern (Umfeld), Inzest, Vergewaltigung, drogensüchtige Mutter, Lebensgefahr für die werdende Mutter, Angst vor einem schwerstbehinderten Kind, Verlust des Arbeitsplatzes, finanzielle Sorgen? Warum bevorzugen manche werdenden Mütter eine Abtreibung, anstatt das Baby auszutragen und zur Adoption freizugeben oder in eine Babyklappe zu legen? Könnte da nicht der Gedanke zu Grunde liegen , lieber ein „Sternenkind“ zu haben, um es nicht in Pflegefamilien leiden zu lassen, wie sie es selbst schon erfahren haben? Oder die Sorge, dass das Kind bei einem Pädophilen-Ring landet? Was hätte ich getan, wenn ich in einer derartigen Not gewesen wäre? Ein brisantes Thema, welches sensible Leser/innen mitleiden lässt. Der Schreibstil der Autorin hat mich, wie gewohnt, gefesselt. Der einzige Wermutstropfen war, dass die Story quasi beim Epilog beginnt und im Stundentakt rückwärts erzählt wird. Somit fehlen in dieser dramatischen Handlung Pointen.

Lesen Sie weiter