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Rezensionen zu
Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Haruki Murakami

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€ 11,00 [D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

„Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ erzählt die Geschichte von Tsukuru Tazaki, der eines Tages ohne ersichtlichen Grund von seinen vier besten Freunden geschnitten und aus dem innigen Freundeskreis ausgeschlossen wird. Für Tsukuru bricht eine Welt zusammen und er hat jahrelang an dieser Zurückweisung zu knabbern. Wie konnte es dazu kommen? Wird er jemals die Wahrheit über die Entscheidung seiner Freunde herausfinden? Und wie wirkt sich dieser Vorfall auf die Entwicklung eines jungen Menschen aus? Eine Reise in die Vergangenheit beginnt … Ein großartiger Roman über Freundschaft, Liebe, Verrat und Verzweiflung. Gebannt verfolgt man eine wunderschön erzählte Selbstfindungsgeschichte, die zum Nachdenken anregt und einen fasziniert weiterlesen lässt. Gemeinsam mit Tsukuru Tazaki ist man dem Geheimnis über den Bruch der Freundschaft auf der Spur, fiebert mit ihm und will endlich eine Antwort für die Geschehnisse finden. Murakamis Schreibstil ist einfach schön, spannend, unterhaltsam und bewegend. Mein erster Roman von Haruki Murakami und ich bin restlos begeistert! Seine Lektüre kann wahrlich süchtig machen, ich brauche dringend mehr …

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»Ich liebe Murakami. Jedes Jahr lese ich mindestens eines seiner Bücher. 2016 war es „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“: Murakami baut auch hier wieder eine sphärische Welt auf. Dieses Buch schien mir näher an der realen Welt als manch anderes seiner Werke. Das liegt daran, dass Tsukuru Tazaki ein reales Problem hat: Vor Jahren distanzierten sich plötzlich seine vier besten Freunde von ihm und er weiß nicht wieso. Durch dieses Erlebnis hat er immer noch Probleme, Bindungen aufzubauen. Als er Sara kennenlernt, will er dies ändern und stellt sich seiner Vergangenheit. Der Schmerz, den Tsukuru verspürt, die Trauer, das Leiden, hat mich sehr berührt. Todtraurig. Aber auch hoffnungsvoll. Zum Abschluss eines meiner Lieblingszitate: „Alle Geräusche verbanden sich zu einem schrillen Pfeifen in seinem Ohr. Es war ein besonderer Laut, der nur in unendlich tiefer Stille zu vernehmen war. Er kam nicht von außen, sondern entstand tief in seinem Inneren. Jeder Mensch trägt solch einen eigentümlichen Laut in sich. Doch nur selten hat man Gelegenheit, ihn zu vernehmen.“ (S. 211)«

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Fünf Freunde waren sie einst: Tsukuru Tazaki und seine Clique. Jeder seiner Freunde trug eine Farbe im Namen, nur Tazaki war der Farblose. Die Clique funktionierte reibungslos und die Freundschaft der Fünf schien ewig zu währen - bis die Gruppe eines Tages plötzlich Tazaki schnitt. Er durfte mit keinem seiner Freunde mehr Kontakt aufnehmen und wurde geächtet. Eine schwärende Wunde und ein Verlust, der bis heute an ihm nagt. Als er nun eine neue Freundin kennenlernt, fordert diese von Tsukuru Tazaki, er müsse sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen, ehe sie mit ihm eine tiefere Bindung eingehen können. Folglich besinnt sich Tazaki also seiner alten Freunde und sucht diese nacheinander auf, um dem Geheimnis und damit auch sich selbst näherzukommen. Bei seiner Suche macht er überraschende Entdeckungen und begibt sich bis nach Finnland auf der Suche nach dem Grund seines Ausschlusses. Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki ist ein philosophisches Buch, das erneut die schriftstellerische Meisterschaft Haruki Murakamis vor Augen führt. In knapper Form (und wieder treffend von Ursula Gräfe ins Deutsche übertragen) erzählt er vom Wert der Freundschaft und von Wunden, die auch nach Jahrzehnten nicht zu heilen vermögen. Anspielungsreich schlägt er einen Bogen von Franz Liszts Années de pelerinage bis hin zu den eigenen Pilgerjahren Tsukurus. Das Buch ist eine melancholische Spurensuche mit Gedanken, die es sich lohnt selber zu verfolgen und zu überdenken. Ein nicht allzu langes Buch, das man mit großem Gewinn lesen kann und das an die eigenen Freundschaften zurückdenken lässt. Wen hat man inzwischen aus den Augen verloren? Was hätte man damals besser gesagt und was nicht? Murakami macht nachdenklich. Für alle, die das Buch schon gelesen haben, habe ich hier noch die Interpretation von Liszts Années de pelerinage durch Lasar Berman angehangen. Das Stück fängt für mich sehr gut die herrschende Stimmung des Buches ein und versetzt zurück in Tsukurus Leben.

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