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Rezensionen zu
Die tödliche Tugend der Madame Blandel

Marie Pellissier

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Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und dort gingen die Meinungen doch sehr auseinander, einige brachen sogar ab. Wie man an meiner vergebenen Note unschwer erkennen kann, gehöre ich zu denjenigen, denen es gefallen hat. Zugegeben, der Krimi ist an vielen Stellen ziemlich überzogen, aber genau das macht für mich den Charme aus. Die gute Hausmeisterin Lucie, sie kann einfach ihre Finger nicht von dem Fall lassen. Sie verliert sich in ihren eigenen Ermittlungen und setzt durch ihre Verbissenheit ihre eigene Gesundheit aufs Spiel. Ihr Mann Antonio muss da schon einiges in Kauf nehmen. Der muffige – immer hungrige - Kommissar Legrand wird gegen Schluss fast ein bisschen sympathisch. Doch die Ermittlungserfolge gehen auf Lucies Konto. Für mich war das Buch ein Schmunzelkrimi mit Setting in Paris. Locker flockig und oft sehr witzig kam er für mich daher. Ich freue mich auf den nächsten Band, der noch diesen Monat erscheinen wird.

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Meine Meinung Meine Empfehlung: Schnappt euch einen Café au lait und ein Croissant, setzt euch in die Frühlingssonne und genießt Paris bei euch zu Hause. Das Buch vermittelt einen wunderbaren Eindruck von Paris - übrigens meine Lieblingsstadt. Lucie ist schon seit über 40 Jahren die "Hüterin" und Hausmeisterin des Hauses Nr. 3 am Place des Vosges. Sie ist fühlt sich nicht nur für die Sauberkeit, sondern auch für die Bewohner des Hauses verantwortlich. Ich habe Lucie sogleich in mein Herz geschlossen. Sie ist eine aufgeweckte Person, die sich auf die Suche nach einem Mörder macht. Der Krimi punktet nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Humor und Charme. Man kommt gar nicht umhin die neugierige, ältere Dame zu mögen. Was für mich zu einem Krimi einfach dazugehört, ist das mitraten. Bei diesem Buch fällt es einem sehr leicht das Abenteuer mit Lucie zu bestreiten und nach dem Mörder zu suchen. Und ganz nebenbei wird man noch in die schönsten und verstecktesten Orte von Paris geführt. Es gibt noch einen zweiten Teil: Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard. Dieses Buch werde ich mir auch zulegen! Marie Pellissier hat mit diesem bezaubernden Buch nicht nur meine Sehnsucht nach Paris zu neuem Leben erweckt, sie hat auch meinem Spürsinn einen neuen Antrieb gegeben. Lucie, wir lesen uns wieder! Mein Lieblingscharakter ist ganz klar Lucie. Wie bereits schon beschrieben ist sie mir sofort ans Herz gewachsen. Sie hat einfach so eine Art, die man mögen muss!

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Worum geht es in dem Buch? Gardienne (Hausmeisterin) Lucie ist seit über 40jahren am Place des Vosges No. 3, in Paris für das Wohl des Hauses und seiner Bewohner zuständig. Sie liebt ihren Job und erfreut sich jeden Tag aufs Neue an diesem. Keine Arbeit ist ihr zu schwer, keine Anfrage zu lästig und jeder Bewohner liebt und schätzt Lucie für ihre ruhige besonnene Art und ihr Auge für das gewisse Etwas. Alles könnte so schön sein, bis Vanessa Blandel tot aus der Seine geborgen wird. Sie ist Bewohnerin des Hauses No. 3 und war Lucie nie wirklich wohl gesonnen. Sie hat in die Familie Blandel eingeheiratet, die Lucie seit Jahrzehnten kennt und deren Kinder sie hat aufwachsen sehen. Lucie kann es daher nicht glauben, als Vanessas Ehemann des Mordes an seiner Frau bezichtigt wird. Lucie, ahnt dass etwas anderes hinter diesem Mord stecken muss und macht sich auf die Suche. Dabei gerät sie ins Visier der Polizei, denn sie hat Spuren in der Wohnung der Blandels verwischt und eventuell Beweismaterial vernichtet! Nun ist es an ihr, den wahren Mörder zu finden und dingfest zu machen, bevor die Polizei es tut. Denn Lucie muss die Polizei auf die richtige Spur bringen, bevor diese von ihrem Missgeschick erfährt. Wird es ihr gelingen oder gerät sie selber in die Schussbahn des Mörders? Wer ist Marie Pellissier? Marie Pellissier, 1971 geboren, verliebte sich in jungen Jahren in die Stadt Paris, wo sie viele Jahre verbrachte. "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" ist ihr erster Kriminalroman. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Heidelberg. Wie hat mir das Buch gefallen? Oh, ich finde es so schade, dass ich Paris zu wenig kenne damit ich beim lesen direkt diese imposanten Schauplätze vor Augen gehabt hätte. Es klingt so vornehm, so edel, wenn Marie Pellissier von dem Haus spricht, in dem ihre Protagonistin Lucie Hausmeisterin ist. Ich hatte direkt ein bestimmtes Bild vor Augen, doch stimmt dieses mit der wahren Gegebenheit überein? Ich musste es einfach gogglen um auf Nummer sich zu gehen und et voila… Meine Phantasie war weniger Pompös, als es in Wahrheit ist! Traumhaft und wahrlich eine tolle Kulisse für diesen Krimi… In diesem Krimi spielt die in die Jahre gekommene Hausmeisterin Lucie die Hauptrolle. Sie ist liebenswert, zuvorkommend, diskret, aber dennoch schick und vor allem absolut très parisienne. Sie liebt ihre Stadt und vor allem liebt sie ihren Place des Vosges No.3 Dies wird dem Leser auch sehr stark vermittelt, durch die Leidenschaft die Marie Pellissier bei den Umschreibungen benutzt, wenn es um Lucie und ihre Arbeit geht. Lucie ist eine stattliche Französin, durch und durch! Sie liebt den schick der Stadt, ist keine Kostverächterin, was den französischen Gaumenschmaus betrifft und vor allem, achtet sie in ihrem Alter stets auf ihr Aussehen. Sie ist ein Familienmensch und liebt es, ihre Lieben um sich zu haben. Daher trifft es sie auch so hart, als ein Mord passiert! Sie war nicht unbedingt auf einer Wellenlänge mit der ermordeten Vanessa Blandel, aber mit der Familie in die sie eingeheiratet hat. Denn diese kennt sie seit Jahren und hat die mittlerweile erwachsenen Kinder, mit erzogen und aufwachsen sehen. Deswegen fühlt sich Lucie schon fast verpflichtet der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Aber eigentlich steckt etwas anderes dahinter. Denn Lucie hat in ihrem Putzwahn und ihrer gutmütigen Art, unbewusst Beweise verschwinden lassen, wo sie nun befürchtet, dass alles auf sie zurück fällt und sie in Schwierigkeiten gerät. Deswegen will sie der Polizei zuvorkommen und herausfinden wer den Mord an Vanessa begangen hat. Ein Krimi voller Überraschungen, Wendungen und Drehungen! Eine grandiose Protagonistin, die allen anderen die Schau stiehlt und die es sogar schafft sich selber in Gefahr zu bringen. Wäre da nicht ihr liebender Antonio, der sie seit mehr als 40 Jahren begleitet und seine Lucie in uns auswendig kennt. Wäre er nicht gewesen, wäre Lucie mitunter das nächste Opfer geworden. Marie Pellissier, lässt den Leser an ihrer Liebe zu Paris teilhaben. Sie entführt den Leser auf eine Reise durch ihre Lieblingsstadt und vermittelt die Liebe, die sie für diese Stadt empfindet. Man taucht ein in das Paris –Flair und den Schick der oberen Zehntausend! Man wird stiller Beobachter einer Szenerie die einem fremd ist, aber in die man eintauchen will, weil Lucie eine hervorragende Heldin in diesem ganzen ominösen Fall ist. Für mich verkörpert Lucie, die Liebe zur Stadt und die Liebe zu ihrem Beruf als Hausmeisterin. Eigentlich mehr Berufung als Beruf! Man lernt Paris von einer Seite kennen, die einem sonst als Besucher im Verborgenen bleibt. Eine Seite, die nicht jedem offen liegt… Vielleicht ist auch dies mit ein Grund, warum der Krimi einen fesselt. Ich würde ihn spontan vergleichen mit Donna Leon und ihrer Ambition und Liebe zu Venedig. Hier liegt einem nicht Venedig zu Füßen, sondern Paris, die Stadt der Liebe. In dieser gilt es nun einen Mord aufzuklären! Der Schreibstil von Marie Pellissier, ist gradlinig, unverschnörkelt, unbedarft und vor allem anschaulich und bildlich beschrieben. Ihre Sätze sind nicht verschachtelt, es lässt sich leicht und flüssig lesen. Sie benutzt viele Adjektive um die Dramatik in einzelnen Situationen zu vertiefen, aber auch um Dinge/ Sachen/ Plätze/ Orte anschaulicher umschreiben zu können. Es gibt keine Stolpersteine oder Fallen, die das Lesevergnügen trüben, die einen überlegen und zweifeln lassen, was stand auf all den Seiten vorher! In meinen Augen hat Marie Pellissier mit ihrem Debütroman einen Volltreffer gelandet. Denn sie hat eine Charmante, in die Jahre gekommene Detektivin erschaffen, die so voller Liebe und Leben ist, dass es herrlich ist in diesen Krimi einzutauchen! Die Geschichte selber rund um den Mord, ist absolut stimmig. Selbst wenn ich im ersten Moment nicht auf den Täter gekommen wäre, hat Marie Pellissier es hervorragend gelöst und immer wieder neue Gegebenheiten ins Spiel gebracht, die die Lösung des Falles noch aussichtsloser machen. Die Geschichte dahinter ist spannend und baut sich auf einer Familientragödie auf, die es galt jahrelang zu verstecken und geheim zu halten. Von daher ist das, was Pellissier erfunden hat grandios, da sie den Leser ein wenig an der Nase herumführt und nicht direkt auf den vermeintlichen Mörder stößt. Oder vielleicht doch? Mein Fazit: Ein Krimi der Spaß macht zu lesen. Nicht nur für Freunde der französischen Kultur und des französischen Flairs, sondern für alle die, die eine neue Art der Heldin, Lucie kennenlernen möchten. Eine charmante ältere Dame, die mit viel Witz und Geschick das Puzzle des Falles zusammensetzt und immer wieder der Polizei Schnippchen schlägt um nicht in deren Händen zu landen. Von daher vergebe ich 4 Herzen für dieses tolle, lesenswerte Buch. Ein toller Roman, der auch perfekt im Sommer gelesen werden kann, da die Geschichte im Krimi selber im Sommer spielt und voller Hitze und Schwüle ist… Da gerät man leicht selber ins schwitzen! Lasst euch begeistern von Lucie und werdet ihr Fan!

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Meine Meinung: Dass ich Krimis sehr gerne mag, habt ihr ja sicher schon gemerkt. Und sehr gerne mag ich Krimis, die in Italien spielen und gutes Essen thematisieren. Zum Beispiel alles von Donna Leon. Aber nicht nur. Und jetzt fragt ihr euch, warum ich von Italien erzähle, obwohl dieser Krimi in Paris spielt? Ganz einfach, weil ich mich nicht nach Frankreich versetzt gefühlt hatte, sondern nach Italien. Immer, wenn Paris oder Frankreich erwähnt wurde, war ich total verwirrt und musste mich zuerst wieder orientieren, weil ich beim Lesen eine italienische Atmosphäre verspürt hatte und kein französisches Flair. Aber dies war total egal. Die Protagonistin Lucie war mir so sympathisch, die Handlung war so spannend, die Dialoge waren so witzig und intelligent, dass es mir egal war, wo genau die Geschichte spielte. Handlung und Schreibstil: Die Garienne Lucia hat alles und jeden im Blick. Dies ist ja schliesslich ihr Job. Aber plötzlich ist sie mitten in eine Situation geraten, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Sie hat versehentlich Spuren vernichtet, die vielleicht zur Aufklärung des Mordes an Vanessa Blandel hätten beitragen können. Obwohl diese unfreundliche Person bei niemandem wirklich beliebt war, muss nun so schnell wie möglich eine Lösung her und damit beginnen erst die Probleme von Lucie. Sie verstrickt sich immer mehr in kompliziertere Lügengeflechte, was die Spannung für den Leser stetig aufrecht erhält und Lucie auf immer dünnerem Eis stehen lässt. Zum Glück ist sie intelligent, um keine Antwort verlegen und strotzt nur so vor Ideen. Die spannende Handlung wird von einem leicht zu verstehenden und flüssigen Schreibstil unterstrichen. Schöne Beschreibungen von Orten, Speisen, Personen und Situationen werden durch kluge Dialoge und tiefgründige Ereignisse ergänzt. "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" hat mich sehr gut unterhalten, mir Lust auf mehr gemacht und mir eine liebenswerte und kluge Protagonistin näher gebracht. Die intelligent konstruierte Handlung, der ganz spezielle Charme der Gardienne Lucie und der spannende Aufbau garantieren auf jeden Fall ein kurzweiliges Lesevergnügen, Frankreich oder Italien hin oder her :-) Meine Empfehlung: Die Gardienne Lucie muss man einfach mögen und die spannende Geschichte, die überraschenden Wendungen und die brenzligen Situationen sorgen für ein unterhaltsames Lesevergnügen. Ich habe auf jeden Fall Lust auf mehr von Marie Pellissier bekommen und empfehle euch "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" sehr gerne weiter. Zusätzliche Infos: Titel: Die tödliche Tugend der Madame Blandel Autorin: Marie Pellissier, 1971 geboren, verliebte sich mit Anfang zwanzig in die Stadt Paris, wo sie viele Jahre verbrachte. "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" ist ihr erster Kriminalroman. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Heidelberg. Flexibler Einband: 336 Seiten Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum Erstausgabe: 12.05.2014 Verlag: Diana TB ISBN: 9783453357679

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Das Cover hat auf mich so einen unglaublichen Charme ausgeübt, dass ich es unbedingt haben musste. Auch die Story klang wirklich toll. Es geht um die Gardienne Lucie die ausversehen, im Ordnungswahn sozusagen, einen Tatort aufräumt. Um nicht von der Polizei festgenommen zu werden, startet sie selbst Ermittlungen, um alles aufzulösen, bevor sie selbst verdächtigt wird. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht überzeugen. Das liegt wahrscheinlich mitunter am Schreibstil. An sich ist dieser zwar nicht schlecht, aber es werden viele französische Orte, Pariser Plätze und Restaurants sowie Denkmäler genannt, die ich zwar vom Namen her kenne, aber keine Ahnung habe, wie diese tatsächlich aussehen. Die Beschreibungen dieser Orte werden also ausgelassen, aber fließen immer wieder in den Text ein. Es ist also hier leider mein ganz persönlicher Geschmack, der nicht gepasst hat. Deshalb verteile ich dieses Mal keine Buchsterne, sondern empfehle dieses Buch nur denen, die sich in Paris auskennen und die französische Kultur mögen.

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Paris, Place de Vosges: Lucie ist die gute Seele und Hausmeisterin des Hauses Nr. 3. Sie mischt sich gerne in die Belange der Anwohner ein, aber diesmal bringt sie ihr ausgeprägtes Helfersyndrom in Gefahr: Sie beseitigt kurzerhand bei einer der Bewohner die Spuren eines Ehebruchs - leider wird diese Nachbarin am Folgetag tot aus der Seine geborgen. Lucie hat ein schlechtes Gewissen, hat sie doch womöglich Spuren des Täters verwischt. Die Polizei nimmt langsam ihre Spur auf und so gerät auch Lucie in Verdacht. Lucie schickt die Polizei auf eine falsche Fährte, um selbst den Täter dingfest zu machen… Lucie arbeitet seit mehreren Jahrzehnten als Gardienne ihres Hauses. Sie weiß über alles Bescheid, was sich im Haus abspielt und übernimmt gerne Tätigkeiten, die nicht zu ihrem Aufgabenfeld gehören. Die Bewohner schätzen sie, bis auf die arrogante Bewohnerin Vanessa, die ihr das Leben schwer macht. Als diese tot aufgefunden wird, ist Lucies Ermittlerdrang trotz allem geweckt. Die Beschreibung Paris‘ ist wirklich mit viel Liebe zum Detail. Marie Pellissier weiß es, den Leser direkt in die Stadt der Liebe zu versetzen. Das Buch schwankt zwischen einen Krimi und einem Roman, der das Familienleben von Lucie betrachtet. Dieser Mix geht in diesem Buch aber völlig auf. Auch wenn es phasenweise ruhig ist, plätschert das Buch nicht belanglos rum. Ich habe die Geschichte zu jeder Zeit gerne gelesen und auch der Fall selbst ist interessant und nicht von Anfang an vorhersehbar. Kommissar Legrand ist wunderbar mürrisch und ein guter Kontrast zu der gutmütigen Lucie. Die vielen Nebencharaktere bekommen alle ihre eigene Geschichte, sodass sie keine gesichtslosen Figuren bleiben. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass das Buch mal nicht mit einem Mord beginnt, sondern man die relevanten Personen und auch das Mordopfer erst einmal kennenlernt. Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, einige Szenen sind allerdings etwas zu überspitzt und erinnern eher an eine Komödie. „Die tödliche Tugend der Madame Blandel“ ist ein französischer Krimi mit viel Charme und Witz und beweist, dass Krimis nicht immer blutig sein müssen. Ein unterhaltsames Buch, welches man gerne an einem Sonntagnachmittag mit auf die Couch nimmt. Ich freue mich auf den nächsten Teil, der bereits in meinem Regal steht, und vergebe 5 Sterne.

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Cover: Das Cover finde ich sehr gelungen - durch die Ornamente wirkt es verspielt, dennoch erkennt man durch die Lupe und de Bluttropfen auf Anhieb, dass an es hier mit einem Kriminalroman zu tun hat. Es passt außerdem gut zur Geschichte. Inhalt: Paris, Place des Vosges: Seit vielen Jahren wacht die Gardienne Lucie über das Wohl des Hauses Nr. 3 und seiner Bewohner. Als die Leiche der kaltherzigen Vanessa Blandel aus der Seine geborgen wird, befürchtet Lucie das Schlimmste. Denn sie hat in der Wohnung der Blandels Spuren verwischt - und Kommissar Legrand wird sie für die Täterin halten! Es steht Spitz auf Knopf. Lucie muss unbedingt vor der Polizei herausfinden, wer Vanessa auf dem Gewissen hat. Erster Satz: Vanessa versuchte das Badezimmerfenster zu öffnen, doch die morschen, weiß gestrichenen Latten der Sprossenfenster hatten sich durch den täglichen Wasserdampf verzogen und klemmten an der unteren Kante des Fensterrahmens. Meine Meinung: Über dieses hübsche Buch bin ich mehr durch Zufall gestolpert, als ich auf der Suche nach einer anderen Lektüre war, deshalb freue mich umso mehr diese Geschichte entdeckt zu haben. Wie durch das Cover schnell zu erkennen ist, handelt es sich hier um einen Kriminalroman. Bereits nach wenigen Seiten konnte mich der französische Charme der Geschichte und der wunderbar fließende Schreibstil der Autorin für sich gewinnen. Zu Beginn lernt der Leser Vanessa kennen, die gutbetucht und verwöhnt zu sein scheint. Kurz darauf erscheint auch schon die sympathische und liebenswürdige Lucie - Lucie ist eine Gardienne (bei uns eher als Hausmeisterin oder Mädchen für alles bekannt), die das Haus Nummer drei in Place des Vosges betreut. Seit Jahrzehnten kümmert sie sich hingebungsvoll um die Bewohner des Hauses und ist stets eine helfende Hand. Auch Tätigkeiten außerhalb ihres Aufgabenbereiches nimmt sie immer wieder gerne an. Durch Zufall gerät Lucie in eine heikle Situation - sie erwischt Vanessa beim Seitensprung mit einem fremden Mann. Wohlgesonnen wie sie ist, bezieht sie die Betten frisch und entsorgt die Champagnergläser, ohne zu ahnen, dass sie damit wichtige Spuren verwischt. Als Vanessa zwei Tage später ermordet in der Seine gefunden wird, beschließt Lucie auf eigene Faust zu ermitteln - natürlich nicht zuletzt um sich selbst zu entlasten. Wie die Geschichte weitergeht möchte ich Euch an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir sowohl Lucie als Hauptprotagonistin, als auch die Nebencharaktere gut gefallen haben. Lucie wirkte authentisch und ich konnte sie mir bildhaft vorstellen :) womit ich am Anfang des Buches ein wenig Probleme hatte, waren die häufigen Perspektivwechsel und die zahlreichen Protagonisten, die alle recht schnell aufeinander folgten. Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt. Die Geschichte empfand ich durchgehend spannend und wusste bis zum Schluss nicht wer der Täter ist - so sollte es meiner Meinung nach auch bei einem guten Krimi sein. Kann Euch das Buch weiterempfehlen und freue mich das am 09. November 2015 Marie Pellissiers zweiter Krimi "Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard" erscheint.

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Nachts wird der Clochard Paul aufgeschreckt, als am Canal Saint Martin etwas Schweres ins Wasser geworfen wird. Einen Tag später wird eine Leiche zwischen Pont Sully und Pont d’Austerlitz gefunden. Könnte das das Paket gewesen sein? Auch Gardienne Lucie, die in einem Mietshaus am Place de Vosges wohnt und arbeitet, hat Merkwürdiges bei Familie Blandel bemerkt. Gerade als sie die Bügelwäsche in die Wohnung der Blandels bringen will, fällt ihr die Unordnung in den Zimmern auf. Monsieur hat es gerne ordentlich, aber seine Frau hat ständig andere Dinge zu erledigen. Niemand versteht, was Justinien an der berechnenden Vanessa findet. Schnell richtet Lucie alles und schließt die Tür. Als wenig später Commissaire Legrand mit der Spurensicherung auftaucht, bekommt sie ein schlechtes Gewissen, da sie wohl wichtige Beweise vernichtet hat. Hätte man schon früher erkennen können, dass etwas nicht stimmt, wenn sie nicht aufgeräumt hätte? Zehn Tage sind Lucies Nerven zum Zerreißen gespannt. Marie Pellissier lässt auf jeder Seite ihrer Begeisterung für Paris und deren Bewohner freien Lauf. Mit der Gardienne Lucie hat sie die ideale Figur für eine private Ermittlerin geschaffen. Aus ihrem Pförtnerhaus hat sie alles im Blick, was im Haus geschieht und kann auf legalem Weg mittels Zweitschlüssel in alle Wohnungen. Die vier Parteien haben praktisch keine Geheimnisse vor der Sympathieträgerin. So bekommt der Leser eine unkonventionelle Tatortbeschreibung, wie sie ein Laie machen würde. Gleichzeitig wird Empathie zu der Protagonistin aufgebaut, weil sie eigentlich nur ihre Pflicht erfüllt hat und erst im Nachhinein Zweifel aufkommen, ob sie nicht zu voreilig gewesen ist. Die Autorin lässt aber mehr in diesen Auftakt der Krimiserie einfließen. Mit der Fast-Rentnerin Lucie weist sie ohne erhobenen Zeigefinger auf die enormen Lebenskosten in der Französischen Hauptstadt hin. Lucie ist verheiratet, trägt durch ihren Hausmeisterinnenjob zum Familieneinkommen bei und bessert das obendrein durch leichte Säuberungsarbeiten in den Wohnungen auf. Sie befürchtet, dass ihre Rente allein zum Leben nicht reichen wird, schon gar nicht in der gehobenen Gegend des ältesten Platzes von Paris. Die Umgebung wird knapp aber doch bildhaft geschildert. Das Flair ist zwischen den Zeilen spürbar, wenn den Commissaire seine Ermittlungen an die Ufer der Seine führen oder einfach nur die schmalen Gassen mit den familiär anmutenden Geschäften beschrieben wird. „Die tödliche Tugend der Madame Blandel“ ist der erste Band einer Krimireihe, die mit „Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard“ fortgesetzt wird. Der Fall ist klassisch aufgebaut. Es passiert ein Mord und danach sucht man den Mörder. Dabei werden diverse Möglichkeiten des Tathergangs dargelegt und der Kreis der Verdächtigen wird größer. Sobald ein Motiv klar auf der Hand liegt, erhält der Leser eine andere Information, die alles in Frage stellt. Das erhält die Spannung und führt am Ende zu einer überraschenden Lösung. Zudem werden humorvolle Dialoge und Situationskomik eingestreut, sodass die Spannung auch immer wieder aufgelockert wird. Sööhr rökommendable, wäre Lucies Urteil.

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