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Rezensionen zu
Das Geheimnis des zweiten Sommers

Tanja Heitmann

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Buchhammer

Von: aus Altensteig

02.01.2017

Spannend, aber dabei realistisch. Vielschichtig mit interessantem historischem/geographischem Hintergrund. Sympatische, menschliche Helden!

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Klappentext Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, das sich erfüllt ... Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können ... Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert. Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird … Über die Autorin Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie arbeitet in einer Literaturagentur und lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Ihr Debütroman "Morgenrot" war ein sensationeller Erfolg und stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Traumsplitter". Die "Schattenschwingen"-Reihe, ihre erste Jugendfantasy, wurde von Presse und Publikum ebenfalls begeistert aufgenommen. Meine Meinung Story Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe dachte ich mir, dass dieses Buch wirklich ganz nach meinem Geschmack wäre. Ich liebe Familiengeschichten und besonders mag ich Romane, die in zwei Zeiten handeln, so wie es auch hier der Fall war. Der eine Handlungsstrang handelt in der heutigen Zeit und wird aus der Sicht von Grete erzählt, die ihrem Großvater Arjen zu seinem 85 Geburtstag Zeit miteinander schenkt, diese Idee fand ich wirklich sehr originell und wirklich schön. Grete und ihr Großvater machen eine Küstenrundfahrt die sie in Arjens Heimatstadt, nach Beekensiel.bringt. Der zweite Handlungsstrang sind Arjens Erzählungen, wie er im Jahre 1939 den geheimnisvollen Ruben kennen lernt und in diesem einen wahren Freund findet, der sein Leben nachhaltig verändert. Als Leser kann man die raue, ungestüme Atmosphäre der See förmlich vor Augen sehen, denn die Autorin hat dieses sehr gut dargestellt. All das hat den Roman eigentlich ausgemacht, denn die Story rund um Grete fand ich manches Mal ziemlich ermüdend und teilweise sehr unspektakulär. Wer also Spannung erwartet der liegt hier völlig falsch. Zudem kamen mir die Rückblicke mit Arjen viel zu kurz, davon hätte ich gerne mehr gelesen, da Gretes Story doch eher unspektakulär war. Dennoch hat das Buch mir ein paar schöne, nicht allzu anspruchsvolle Lesestunden beschert. Schreibstil Tanja Heitmann hat einen einfachen und leicht zu lesenden Schreibstil gewählt, der mir wirklich gut gefallen hat. Sie hat mit wenigen Worten geschafft, dem Leser die Atmosphäre der rauen See näher zu bringen. Dennoch hat mir eindeutig die Spannung gefehlt, die ich eigentlich bi dem Buch erwartet habe. Das Buch ist in zwei Handlungstränge aufgeteil und wird zum größten Teil aus der sich von Grete erzählt. Wenn wir den Zeitsprung ins Jahr 1939 machen, wird dieses aus der Sicht von Arjen erzählt. Charaktere Ich konnte mir von Grete irgendwie nicht wirklich ein Bild machen, sie hat mich nicht berührt und blieb mir das ganze Buch über eher fremd. Ich fand sie zwar sympathisch und die Idee, mit ihrem Großvater gemeinsame Zeit zu verbringen, war wirklich sehr schön. Arjen mochte ich sofort. Ich fand es sehr schade, dass man seiner Geschichte, in der Vergangenheit, nicht mehr Zeit gewidmet hat. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, ihre Charaktere so bildhaft rüber zu bringen, wie es ihr mit den Landschaften und der See gelungen ist. Mein Fazit Wer einfach gestrickte Familiengeschichten mag, der ist hier genau richtig, darf aber nicht auf allzuviel Spannung erwarten, denn die kam durchaus zu kurz. Ich vergebe für das Buch leider nur 2,5 von 5 Sternen. Aber macht euch doch selber ein Bild, vielleicht sagt es euch ja mehr zu.

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Auf der Suche nach passender Urlaubslektüre für unseren Trip zur Nordsee stieß ich im Bloggerportal von Random House auf "Das Geheimnis des zweiten Sommers". Das Cover mit dem roten Reetdachhaus in der Dünenlandschaft fand ich ganz ansprechend. Ich habe mich daher sehr gefreut, dass der Verlag blanvalet mir ein kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Worum geht es? Der Roman besteht aus zwei parallelen Erzählsträngen, die in unterschiedlichen Zeiten angesiedelt sind. Greta Rosenboom kehrt, frisch von ihrem Lebensgefährten getrennt, zu einem Familienfest nach Hause zurück. Ihrem Großvater Arjen schenkt sie zu dessen Geburtstag "gemeinsame Zeit". Der nutzt das Geschenk direkt und geht mit Greta auf Reisen. Gemeinsam fahren sie nach Beekensiel, einer fiktiven Halbinsel an der Nordseeküste, auf der Arjen seine Kindheit verbrachte. Getreu der Lebensweisheit "das beste Mittel gegen Liebeskummer ist nunmal eine neue Liebe" (S. 137) kommen Greta und der Neffe der Pensionswirtin sich - zunächst zögerlich - näher. In meinen Augen ist die Entwicklung dieser Liebesgeschichte relativ vorhersehbar. Mysteriöser sind da schon die parallelen Erzählungen aus der Kindheit des Großvaters. Im Mittelpunkt steht hier die Freundschaft von Arjen mit Ruben, einem Ausreißer, der in den Dünen lebte und einen ganz besonderen Schatz hütete: "Als er ein Rascheln von Stoff hörte, traute er sich kaum aufzublicken. Ruben hatte in den Ausschnitt seines fadenscheinigen Hemdes gegriffen und das Lederband hervorgezogen, das immerzu um seinen Hals hing. An seinem Ende hing ein schmales Schmuckstück" (S. 155). Im Hardcover erschien der Roman unter dem Titel "Das Geheimnis des Walfischknochens" - ein Titel, der mich persönlich noch mehr angesprochen hätte als der Titel der Taschenbuchausgabe. Die beiden Geschichten entwickeln sich parallel, teils mit ein paar kleinen Längen, werden immer mehr miteinander verknüpft und spitzen sich am Ende zu - mit unterschiedlichem Ausgang. Mir gefielen die Kombination dieser verschiedenen zeitlichen Ebenen und auch das Küstenflair, das in beiden durchgehend eine Rolle spielt. Man kann vermuten, dass die Autorin, die bislang überwiegend Fantasyromane geschrieben hat, selbst gerne an der Nordseeküste unterwegs ist. Mein Fazit: Nette Urlaubslektüre für den Strandkorb.

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LiteraTour

Von: Helene Cürten aus Taunusstein

12.09.2014

Spannend aufgebaute Familiensaga, die trotz mehrerer Handlungsstränge übersichtlich bleibt. Nordsee feeling!

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Wir sind entdeckt. Verloren.

Von: Carmen Vicari aus Dossenheim

25.09.2013

Greta Roosenboom flieht in einer Nacht und Nebelaktion von Zürich nach Meresund in die Arme ihrer Familie. Sie hat sich überstürzt von ihrem Freund getrennt, mit dem sie vier Jahre zusammen war. Völlig außer sich, kommt sie schließlich in Meresund an, gerade noch rechtzeitig zum 85. Geburtstag ihres geliebten Großvaters Arjen. Da das angedachte Geschenk für ihn von Greta und ihrem Exfreund Erik ist, überlegt sich Greta schnell ein neues Geschenk. Sie schenkt ihm gemeinsame Zeit". Arjen freut sich sehr über dieses Geschenk, bietet es ihm doch die Möglichkeit, seiner treusorgenden Schwiegertochter Anette zu entfliehen. Er beschließt, gemeinsam mit Greta, eine Küstentour zu machen und sich auf die Spuren seiner Vergangenheit zu begeben. Kaum beginnt die Küstentour, fängt Arjen auch schon an, Greta von seiner Vergangenheit zu erzählen und begibt sich zunächst ins Jahr 1939 nach Beekensiel, wo er im Sommer einen völlig abgerissenen Streuner namens Ruben kennen gelernt hat.Immer mehr erzählt Arjen von diesem Sommer, doch als sie schließlich auf der Insel Beekensiel ankommen, überschlagen sich die Ereignisse. Was hat es mit Ruben auf sich? Und was mit diesem geheimnisvollen Walfischknochen? Immerhin behauptete Ruben zeitlebens, dass dieser Knochen das Schicksal seines Trägers beeinflussen kann. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der im Sommer 1939 spielt. Zwei Jungen sind auf der Flucht. Einer Flucht, die allem Anschein nach die Zukunft der zwei verändert wird. Mit dieser kurzen Passage wird der Leser gleich neugierig gemacht. Wer sind die beiden Jungen, warum flüchten sie und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Doch zunächst wird in die Gegenwart gewechselt und man lernt Greta kennen. Greta, die überstürzt mit einem Mietauto von Zürich nach Meresund fährt. Immer wieder geht ihr die Trennung durch den Kopf, aber den Grund dafür, erfährt der Leser zunächst nicht. Auch im weiteren Verlauf wird dieser eher wage angedeutet. Vielmehr geht es während der Fahrt darum, dass Greta nicht gerne und gut Auto fährt. In Meresund angekommen, stürmt ihre Familie auf sie ein. Allen voran ihre Mutter und ihre zänkische Schwester. Beide nehmen Greta in die Mangel, die eine aus übertriebener Fürsorge, die andere mit Vorwürfen.Greta flüchtet regelrecht zu ihrem geliebten Großvater Arjen und gemeinsam mit ihm machen sie eine Küstentour. Bei dieser Küstentour beginnt Arjen von seinem Leben zu erzählen. Er beginnt im Sommer 1939 auf Beekensiel. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Der eine spielt in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Greta und Arjen und der zweite spielt in der Vergangenheit und widmet sich der Freundschaft zwischen Ruben und Arjen. Die Familiensaga von Tanja Heitmann konzentriert sich vor allem auf die Protagonisten Greta, Arjen und Ruben. Dabei blieb mir Greta etwas zu blass. Man erfährt vor allem, dass sie stur und unsicher ist. Sie wiederholt immer wieder, eine schlechte Autofahrerin zu sein und steigert sich so in eine Unsicherheit hinein. Dabei bleiben ihre anderen Charakterzüge auf der Strecke. Auch die Trennung von ihrem Exfreund Erik geht dabei etwas unter. Zwar kann sich der Leser mit der Zeit den Trennungsgrund zusammenreimen, aber sich wirklich mit der Trennung auseinandersetzen, mag Greta sich nicht. Arjen dagegen wirkt farblicher. Man erfährt bei dem Wechsel nach 1939, dass er ein dicklicher, schüchterner Stubenhocker war, der seinem Vater, einem Pastor, gehorchte und ein braver Junge war. Bis er schließlich auf Ruben stößt, oder vielmehr Ruben auf ihn. Seine Mutter hatte Arjen früh durch einen tragischen Unfall verloren, doch Ruben führt das weiter, was seine Mutter begonnen hat und lockt den jungen Arjen aus seinem Schneckenhaus. Bald schon erleben die beiden Jungen viele Abenteuer und es wird der beste Sommer seines Lebens. Ruben kennt viele wunderliche Geschichten und kann diese auch glaubhaft erzählen und so erzählt er Arjen eines Tages die Geschichte des Walfischknochens, den er immer um den Hals trägt. Aber gegen Ende des Sommers verschwindet Ruben und Arjen wird mit dem Krieg konfrontiert. Die beiden Freunde verlieren sich aus den Augen bis sie sich im Sommer 1946 wieder sehen .. zum letzten Mal.Ruben wirkt etwas farblicher als Greta, jedoch blasser als Arjen. Vieles bleibt bei dem Streuner im Dunkeln, so dass er eher einer mystischen Gestalt entgegenkommt. Der im Titel des Buches erwähnte Walfischknochen kam meiner Meinung nach auch etwas zu kurz. Er taucht immer wieder mal auf, auch will sich Arjen etwas näher mit der Inschrift des Knochens befassen, jedoch bleibt dieser Gedanke auf der Strecke. Als roten Faden sehe ich vor allem die Freundschaft zwischen Ruben und Arjen, nicht die Geschichte um den Walfischknochen. Der Spannungsbogen wird vor allem von der Geschichte zwischen Ruben und Arjen getragen. Die Familiensaga dagegen beinhaltet alles, was man sich wünschen kann. Geheimnisse, Familienbande, Emotionen, Witz und auch Stellen, die zum Nachdenken anregen. Aber auch die Vergangenheit von Arjen gibt dem Leser Rätzel auf, bei denen er mit raten kann. Der Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen wird durch einen Zeitvermerk über den entsprechenden Kapiteln deutlich gemacht. Dieser Wechsel sorgt zusätzlich für einen Lesesog, so dass das Buch sich schnell liest. Die Sprache ist eingängig. Die Kapitel übersichtlich und das Schriftbild angenehm. Das Nordseeflair wird gut vermittelt und beschrieben. Man kommt als Leser regelrecht in den Genuss, mit dem Buch Urlaub an der Nordsee zu machen. Das Cover passt zudem hervorragend zur Geschichte und stimmt den Leser gleich auf das Kommende ein. Fazit: Eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit, die die Gegenwart beeinflusst. Leider bleiben manche Protagonisten auf der Strecke, trotzdem ein schönes Buch, um einfach mal wieder gedanklich Urlaub an der Nordsee zu machen.

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Wenn die Vergangenheit einen nicht loslässt

Von: Monika Stutzke aus Berlin

16.08.2013

Greta und ihr Großvater haben ein inniges Verhältnis zueinander. Er war immer für sie da, wenn sie ihn brauchte. Als ihr Großvater Arjen 85 Jahre alt wird, schenkt sie ihm Zeit. Zeit, die sie mit ihm zu verbringen gedenkt und er weiß auch sofort, was er damit machen will. Gegen den Willen der ganzen Familie, ganz besonders Gretas Mutter, machen sich die beiden mit Arjens altem Auto auf den Weg und klappern die Küste ab. Arjen verbrachte seine Jugend dort und für ihn ist ein Weg in die Vergangenheit. Er erinnert sich an die Zeit, als er seinen Freund Ruben im Jahr 1939 kennenlernte und erlebt in Gedanken noch einmal all die Freuden, Streiche und die Zeit, die er mit ihm gemeinsam verbrachte. Es ist aber auch eine schmerzliche Erinnerung, denn ihn hat nie in all den Jahren das Gefühl der Schuld verlassen ... Ich kannte Tanja Heitmann bislang nur vom Buch "Traumsplitter", das ja vom Genre her etwas völlig anderes ist. So war ich natürlich gespannt, was sie mit dem Thema Familiengeschichten / -geheimnisse anfängt. Greta, die sich gerade in der Schweiz von ihrem Freund getrennt hatte, packt kurzentschlossen ihre Sachen und fährt zum Geburtstag ihres Großvater, zu dem sie eine innige Beziehung hat. Er hat ihr schon als kleines Kind Geschichten von früher erzählt, lustige Anekdoten, die er erlebt hatte. So freut sie sich natürlich, als ihr Großvater Arjen sie bittet, mit ihm eine Reise an die Küste zu machen und die Stationen seiner Jugend noch einmal zu erleben. Die ganze Familie ist entsetzt, hat er doch gerade erst vor kurzem eine Krebsbehandlung hinter sich und wird demzufolge von Gretas Mutter versorgt und betüttelt. Die Endstation ihrer Reise ist Beekensiel, der Ort, an dem er mit seinem Vater, der Pastor auf der Insel war, gelebt hatte. Seit Arjen die Insel vor 50 Jahren verlassen hatte, war er nicht mehr dort. Es leben sogar noch Leute dort, die sich an ihn und seinen Vater erinnern können. Arjen tut sich schwer mit seinen Erinnerungen, die hauptsächlich die Freundschaft mit Ruben betreffen. Keiner wusste, wo er herkam, Vermutungen gab es viele. Die beiden ergänzten sich, Arjen war der ruhige von beiden, Ruben dagegen der Draufgänger. Ein Erlebnis im Jahr 1939 änderte plötzlich alles. Was für eine wunderbare Geschichte um eine Freundschaft zwischen zwei vollkommen unterschiedlichen Jungen. Ruben, der stehlen ging, um überhaupt satt zu werden, aber zu stolz war, sich den Hunger einzugestehen und offensichtliche Hilfe nicht annahm und Arjen, den ruhigen Sohn eines Pastors. Arjen war mehr oder weniger sich selbst überlassen, seine Mutter war vor Jahren im See ertrunken und sein Vater war froh, wenn Arjen allein klarkam. Da Arjen immer schon ein Außenseiter war, war diese Freundschaft zwischen den beiden etwas ganz besonderes. Er schaute zu Ruben auf, der etwas älter war als er selbst. Er vertraute ihm bedingungslos. Greta macht mit ihrem Großvater die Reise und lässt sich voll auf ihn ein. Sie ist so gespannt, wie die Geschichte weitergeht, die ihr Großvater immer nur in Etappen erzählen mag, weil sie ihn so sehr aufwühlt. So langsam erfährt sie die Geschichte der Familien Rosenbooms und Ennenhofs. Arjen ist ein Rosenboom, die Ennenhofs hatten aber das Sagen auf der Halbinsel Beekensiel. Als sie auf Mattes, ein Nachkomme der Ennenhofs treffen, sind sofort Vorurteile da, denn von den Ennenhofs kam noch nie was Gutes. Dass sich letztendlich die Geschicke der beiden Familien verstricken und ein großes Geheimnis offenbart wird, macht die Geschichte so richtig interessant. Die Geschichte ist so wunderbar geschrieben, dass ich Probleme hatte, das Buch aus der Hand zu legen. Nicht nur Greta wollte wissen, wie es weitergeht, ich war genauso neugierig wie Greta. Auf dieser Insel kennt Jeder Jeden, so war es auch nicht verwunderlich, dass der Dorftratsch eine große Rolle spielte. Eine neugierige Wirtin ergänzte das Ensemble der Protagonisten, die man bereits ins Herz geschlossen hatte. Die Wortgefechte zwischen Greta und Mattes machen einfach nur Spaß, schön zu sehen, wie Greta sich oftmals im Recht sieht, wo sie am besten den Mund gehalten hätte, zum Beispiel beim Auto fahren. Einen großen Teil der Protagonisten mochte ich. Greta und ihren Großvater sowieso, Mattes, der ein wenig ruppig daherkommt und der nicht mehr an die Liebe glaubt. Selbst Gretas Mutter hatte mich später überzeugt, dass sie doch nicht so bestimmend ist, wie sie anfänglich erschien. Es ist ein wunderbares Buch, in dem es um Kindheitserinnerungen geht und deren Aufarbeitung von Ereignissen aus den Jahren 1939 und 1946. Erlebnisse, die auch nach 50 Jahren noch nicht vergessen sind. Arjen ist mit einer Familie gesegnet, die füreinander einsteht, die sich helfen und die bis zum bitteren Ende für einen da ist, auch wenn man sich dadurch ein klein wenig eingeengt fühlt. Ich für meinen Teil liebe solche Bücher und kann davon nicht genug bekommen. Tanja Heitmann, bitte mehr davon. Das war definitiv mein Lesehighlight des Monats Juli. Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

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