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Rezensionen zu
Vom Zauber der Rauhnächte

Vera Griebert-Schröder, Franziska Muri

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Bisher kannte ich nur den Brauch, dass man zwischen Weihnachten &dem Tag der heiligen drei Könige seine Träume beobachten soll, weil in diesen zwölf Nächten (ab wann man die zählen soll/kann das wird überall unterschiedlich festgelegt &variiert stark - ab dem 25., ab dem Heiligen Abend oder direkt den ganzen Dezember über) die Träume einen sneak peek auf die kommenden zwölf Monate geben sollen. Die letzten zwei Jahre hatte ich das auf eigene Faust gemacht, immer von der Nacht vom 25. zum 26. an. Die Träume, die ich mir dabei gemerkt habe, waren teilweise schon wild &kurios, ebenso die "Deutungen", die ich mir mehr oder weniger zusammengereimt hatte. Wie gesagt, dachte ich, dass dieses Buch etwas Licht ins Dunkel dieser interessanten Tradition bringen könnte! Auf wenigen, knackigen &teilweise sehr schön illustrierten Seiten werden die verschiedenen volkskundlichen &spirituellen Thematiken &Ursprünge erklärt. Da gibt es die schaurig maskierten Perchten, die zwischen den Jahren die bösen Geister vertreiben soll oder Frau Holle, die nicht nur im bekannten Märchen der Brüder Grimm vorkommt. Für mich waren diese Abschnitte am interessantesten, vor allem auch, weil die beiden Autorinnen total verständlich, nachvollziehbar &nicht zu ausschweifend geschrieben haben. Außerdem wurde sehr stark auf die Spiritualität, die dieser Zeit zugrunde liegen kann, eingegangen. Alles in allem könnte man sagen, dass es vor allem darum geht, zu ergründen, was man im kommenden Jahr anstrebt, worüber man froh oder dankbar ist, was im letzten Jahr gut oder schlecht lief usw. Das wird mit verschiedenen Tipps verbunden, wie man diese Tage angehen kann: Räuchern, Traumtagebuch, Projekte mit Kindern - sicher nicht für jeden, auch nicht für mich, etwas, aber durchaus spannend &nicht zu abgehoben! Mit Hilfe des Buches ist es sicher möglich, sich mehr auf sich selbst zu besinnen, zu entspannen &Achtsamkeit zu üben. Mit den Rauhnächten näher befasst hab ich mich noch nicht. Aber ich weiß grob, um was es geht. Bei uns darf zum Bsp. an den Feiertagen keine Wäsche gewaschen und nicht aufgehängt werden.

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Noch mehr Weissagungen, Bräuche und Rituale haben Vera Griebert-Schröder und Franziska Muri in „Vom Zauber der Rauhnächte“ zusammengetragen. Diese helfen uns die Rauhnächte besser zu verstehen und zu zelebrieren. Die Autorinnen fordern uns auf Bräuche als Gegenpol zu unserer durch und durch rational gewordenen Welt zu betrachten. Bräuche können ein gesunder Ausgleich sein, der unser Denken und Fühlen, Handeln und Sein bereichert. Vielleicht begreifen wir dann, dass keine Wachstumsphase unendlich währt. Das Geben und Teilen mindestens genauso schön sein können wie Besitzen. Dass ein Mensch unfassbar mehr ist, als die Leistungen, die er erbringt. Wir haben die Möglichkeit aus vielen alten Bräuchen, die herauszusuchen, die uns weiterbringen, die uns wachsen und unsere Individualität erkennen lassen. Diese Schätze können wir kombinieren und mit Selbsterdachtem ergänzen. Wir haben die Möglichkeit und damit verbunden auch die Verantwortung, für uns selbst immer wieder neu herauszufinden, wie wir mit diesen Reichtümern umgehen. Genauso mache ich es bereits seit drei Jahren. Wir haben uns einige Bräuche ausgesucht, die uns intensiv zu uns bringen. Das sind tägliche Meditationen, „Die 13 Wünsche“ und das Kerzenritual. Doch merken wir auch, dass wir jedes Jahr etwas anders gelagerte Bedürfnisse haben. Dies würdigen wir, in dem wir die Rituale anpassen, so dass die Durchführung sich gut anfühlt. Lass dich „Vom Zauber der Rauhnächte“ inspirieren deine eigenen Bräuche und Rituale zu schaffen. So dass du alleine, in der Familie oder mit Freunden dann über die Jahre liebgewordene Tätigkeiten ausführen kannst, die dir einen Einblick in das kommende Jahr geben werden. Das Buch ist DIN A5 groß, hat zauberhafte Zeichnungen von Beate Bröhmse, die die Thematik sehr gut bildlich nahebringen. Auch finde ich die Aufgliederung der einzelnen Kapitel gelungen. Zuerst gibt es Informationen zu alten Traditionen, der Anderszeit, deine persönliche Zeit und alte Bräuche neu gelebt. Der zweite große Teil ist den einzelnen Tagen der Rauhnächtezeit gewidmet, wo es viele Informationen und Anregungen gibt, diese zu zelebrieren. Ich mag die schöne sanfte Sprache der beiden Autorinnen, die nicht überzeugen wollen, sondern Möglichkeiten anbieten, diese magische Zeit für sich zu entdecken. Sie bieten viele verschiedene Herangehensweisen an. Da ist bestimmt auch etwas für dich dabei.

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Von: Anja

25.12.2020

gute und umfangreiche Informationen, schöne Gestaltung,

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Vor Kurzem habe ich ein Buch mit dem Schwerpunkt Räuchern in den Rauhnächten gelesen und war nun auf der Suche nach einem, dass sich mehr mit den alten Bräuchen beschäftigt und habe es gefunden. Dass es sich bei den Rauhnächten um die Tage und Nächte vom 25.12. 00:00 bis 05.01. 24:00 handelt, jener Differenz zwischen Mond- und Sonnenjahr, wird vermutlich jeder wissen und schon einige Aspekte kennen. Hier werden z.B. auch die Wilde Jagd, Frau Holle, der treue Eckart, Frau Percht und die Perchten vorgestellt – was mir aber ganz besonders gut gefallen hat, war das Hineinversetzen und Betrachten dieser aus Sicht unserer Vorfahren, was z.B. die Grundlagen der Wilden Jagd durch umherziehende Räuberbanden anschaulich erklärt und noch vieles mehr. Neu war für mich auch das Geheimnis der weißen Kreide der Sternsinger und einige der vorgestellten Bräuche oder Rituale. Neben Fakten, Erklärungen, Geschichten und Märchen um diese „Auszeit“ gibt es praktische, oft auch neue Deutungen der alten Bräuche und Orakel, wie z.B. Bleigießen, Runen oder I Ging und viele Vorschläge für Rituale. Ganz besonders gut gefallen mir die Tipps und Vorschläge, die Kinder einbeziehen und so die Zeit der Besinnung und Neuorientierung, nicht immer ganz ernst, aber feierlich und magisch, gemeinsam erlebt werden kann. Dieses Buch wurde mit einer Leichtigkeit ganz zauberhaft erzählt und bietet einen guten Leitfaden durch die 12 Tage als Vorbereitung für etwas Neues, denn nach den vielen Erklärungen folgen Inspirationen für jeden einzelnen Tag. z.B. Fragenkataloge, Gedanken und Übungen, die helfen, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen, sich rückzubesinnen und Kräfte zu sammeln, mit Genuss und Muße, Zeit für sich und die Familie, mit Räuchern, Orakeln, die sich jeder nach eigenen Vorlieben zusammenstellen kann.

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