Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Ohne Schuld

Charlotte Link

Die Kate-Linville-Reihe (3)

(68)
(18)
(4)
(0)
(1)
€ 24,00 [D] inkl. MwSt. | € 24,70 [A] | CHF 33,90* (* empf. VK-Preis)

Jedes Buch ein Knaller – eindeutige Leseempfehlung

Von: schaetzelein83 aus Deutschland

28.05.2021

Die Polizistin Kate Linville fängt ein neues Kapitel ihres Lebens an: neuer Wohnort, neuer Job bei der Scarborough Police. Doch kaum dort angekommen stolpert sie in einen Mordanschlag, der perfider nicht sein könnte – und ein zweiter folgt kurz darauf. Die beiden Opfer haben vermeintlich nichts miteinander zu tun, was den Fall zunächst ziemlich undurchsichtig macht. Doch Kate ermittelt äußerst effektiv und manchmal etwas unkonventionell, bis sie ihr Ziel erreicht: die Ermittlung des Täters. Die Geschichte beginnt rasant mit zwei kurz hintereinander erfolgten Anschlägen und bleibt fast bis zur letzten Seite spannend. Es tauchen viele Personen auf, deren Schicksale zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben, aber Charlotte Link schafft es wieder einmal grandios die Ereignisse und Personen nach und nach zusammenzuführen und dem Leser nahe zu bringen. Es ist fast, als würde man selbst mit ermitteln. Alles in allem wieder mal ein Buch der Kate Linville Reihe, das ohne äußerst blutig zu sein, einen guten Spannungsbogen aufbaut und den Leser aktiv teilhaben lässt. Knapp 550 Seiten, die fast an einem vorbeifliegen, weil der Schreibstil einfach gut und flüssig ist. Eindeutige Leseempfehlung einer Autorin, die für mich immer ein Garant guter Bücher ist. Ich bin gespannt, ob bzw. wie es mit Kate Linville weitergeht und freue mich auf die nächsten Romane dieser sensationellen Autorin.

Lesen Sie weiter

Racheplan

Von: Annabell95

26.05.2021

Im Zug von London nach York wird eine Frau von einem Unbekannten mit einer Waffe verfolgt. Sie kann in letzter Sekunde entkommen. Nur zwei Tage später stürzt eine junge Frau mit ihrem Fahrrad über ein, über den Weg gespanntes, dünnes Drahtseil. Sie ist sofort bewusstlos und den nachfolgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die beiden Opfer stehen in keiner Verbindung zueinander und doch soll es dieselbe Tatwaffe gewesen sein. Kate sollte eigentlich erst später bei der North Yorkshire Police anfangen, aber wird schon jetzt in die Ermittlungen hineingezogen. Auch für sie wird es brenzlig. "Ohne Schuld" ist der dritte Band mit Ermittlerin Kate Linville. Es lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich selbst war es das erste Buch von ihr und ich habe es kaum gemerkt, dass es hier schon Vorgänger gibt. Ich mag den Schreibstil. Er lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Mit nur wenig Spannung und ohne großartiges Blutvergießen ist es der Autorin gelungen einen interessanten und trotzdem spannenden Kriminalfall zu gestalten. Der Spannungsbogen ging immer auf und ab. Es gab Handlungen mit sehr viel Spannung, die auch Herzklopfen verursacht haben, aber dann gab es auch wieder Phasen zur Erholung, die aber keineswegs langweilig waren. Auch mit wenig Spannung blieb es interessant. Die Cliffhänger an den Kapitelenden haben einen an das Buch gefesselt. Man konnte nicht aufhören zu lesen, weil man wissen wollte wie es weitergeht und was noch passiert. Anfangs sieht man keinen Zusammenhang. Erst ab der Hälfte kristallisiert es sich heraus. Ab dann weiß man auch schon wer der Täter ist. Das gibt der Spannung aber keinen Abbruch, weil es weiterhin immer noch unerwartete Wendungen und Überraschungen gibt. Die Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten haben mir gefallen. So liest man nicht nur aus einer Sicht und das Puzzle setzt mithilfe der anderen Perspektiven weiter zusammen. Schade finde ich, dass der Fall nicht ganz zum Abschluss gebracht worden ist. Es gibt ein offenes Ende. Es deutet zwar darauf hin, dass es weitergeht, aber mir ist es immer lieber wenn der eigentliche Kriminalfall im Buch abgeschlossen ist. Mein Fazit: Ein richtig gelungener Krimiroman. Auch ohne großartiges Blutvergießen sehr spannend und abwechslungsreich. Wegen dem "offenen Ende" gibt es einen kleinen Abzug und daher sind es 4,5 Sterne mit klarer Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter

Endlich der dritte Band der Kate Linville Reihe von Charlotte Link. Von den ersten beiden war ich schon sehr begeistert, aber dieser übertrumpft die beiden anderen beiden in meinen Augen fast noch. Ich mag den Schreibstil der Autorin einfach so unfassbar gern. Leicht, einnehmend und so unglaublich fesselnd und mitreißend. Auch bei diesem Band war ich sofort wieder unglaublich gefesselt von dem ganzen Geschehen. Der Prolog hat mir Gänsehaut auf den Armen beschert und man spürte einfach die unglaublich große Angst und Verzweiflung, die darin verankert war. 13 Jahre später geht es direkt weiter und es hätte kaum spannender und nervenaufreibender sein können. Dabei erfährt man fast ausschließlich alles aus der Sicht von Kate, die ich einfach so gerne mag. Zusätzlich erfährt man noch die Sicht der Opfer, als auch einen Nebenstrang der eine ziemliche Tragödie anmuten lässt. Es steckte so viel Traurigkeit, Hilflosigkeit und eine drückende Schwere darin, dass es mir richtig bekommen zumute wurde. Aufgrund der Perspektiven, erhält das Ganze enorm viel Tiefe und eine Vielschichtigkeit die einfach enorm viel offenbart und auslöst. Die Charaktere sind meines Erachtens enorm gut ausgearbeitet. Was vor allem bei Kate unglaublich gut hervorkommt. Ich mag sie einfach so gern. Mit Ecken und Kanten, manchmal etwas zu spontan, wodurch sie sich ohne es zu wollen, in bedrohliche Situationen hineinmanövriert. Zudem erfährt man auch sehr viel aus den Leben der Protagonisten. Hintergründe werden beleuchtet und analysiert. Und es kommt eine Tragweite zutage, bei der mir ganz anders wurde. Besonders das Schicksal von Sophia ging mir unglaublich nahe. Dadurch das man sich so gut in sie hineinversetzen kann, wird es umso schmerzhafter und aussichtsloser und man ahnt einfach, dass es kein gutes Ende nehmen kann. Der Fall selbst könnte kaum intensiver und beklemmender sein. Dabei hat mich die Thematik unglaublich erschüttert. Diese Skrupellosigkeit, diese Kälte und fehlende Empathie. Man findet keine Worte für das Grauen, das sich hier stetig manifestiert und immer höhere Dimensionen erreicht. Es ist ohne Ende tragisch. Unschuld wird geraubt, Macht ausgenutzt und darüber hinaus trägt das Ganze Züge von Wahnsinn und unmenschlicher Bösartigkeit. Es hat monströse Züge, ohne Frage. Aber der psychologische Aspekt dahinter ist umso schwerwiegender und hat mich umso kälter erwischt und innehalten lassen. Da ist zuviel, was dir Kraft raubt und an der Menschlichkeit zweifeln lässt. Kaum zu verstehen, geschweige denn zu ertragen. Zu schwer, zu viel, zu aussichtslos. Dabei behandelt die Autorin auch Themen wie Depressionen sehr gekonnt und bindet sie perfekt in das Geschehen ein. Sie zeigt was es damit auf sich hat, wie es sich äußert und wie es immer mehr in eine Abwärtsspirale mündet. Das man es keinesfalls unterschätzen sollte. Sie zeigt aber auch, wie sehr man sich dadurch verändert und im eigenen Sein verliert. Wie man immer mehr in der eigenen Dunkelheit gefangen ist, ohne Hoffnung auf einen Ausweg. Ich finde keine Worte für diese unsagbar große Traurigkeit. Eine Geschichte die tragisch, dramatisch und unglaublich verhängnisvoll ist und so viele Türen öffnet, die man freiwillig niemals aufstoßen würde. Die Handlung hat mich auf mehreren Ebenen absolut überrascht. Denn es entwickelt teilweise Züge, die man niemals erwarten würde. Nur gegen Ende wurde es mir etwas zu dramatisch, das hätte man vielleicht etwas kürzen können. Da es für mich leider etwas zu sehr in die Länge gezogen wurde, was nicht sein muss. Alles in allem bin ich absolut geflashed und bin riesig gespannt auf den nächsten Band. Fazit: Die Reihe um Kate Linville und Caleb Hale geht in die dritte Runde und das war in meinen Augen ganz großes Kino. Nicht nur das es enorm nervenaufreibend und intensiv war. Die Autorin zeigt hier ein Grauen auf, dass mich zutiefst erschüttert und sprachlos zurückgelassen hat. Es entwickelt eine Dimension, der man nichts entgegenzusetzen hat und das einfach so viel Tragik, Skrupellosigkeit und Wahnsinn offenbart. Definitiv ein Band ,der vielleicht auch ein bisschen zum nachdenken anregt.

Lesen Sie weiter

Charlotte Link steht für besondere Charaktere, gut durchdachte Plots und vor allem für Spannung. Beschreibung des Buches: „Ohne Schuld“ ist 2020 im blanvalet-Verlag als Hardcover erschienen. Der Roman hat 543 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man einen steinigen Strand. Er wirkt etwas düster. Kurze Zusammenfassung: Kate Linville, Ermittlerin bei der North Yorkshire Police ist eigentlich per Zug von London Richtung York auf dem Weg in ein Wellness-Wochenende, da wird auf eine Mitfahrerin geschossen. Der Täter kann fliehen. Ein paar Tage später erleidet eine Frau bei einem Fahrradunfall schwerste Verletzungen. Sie stürzt, weil jemand einen Draht über ihren Weg gespannt hatte, zusätzlich wird sie auch noch angeschossen. Beide Frauen kennen sich nicht – aber die Schusswaffe ist die gleiche. Mein Leseeindruck: Was mir bei Charlotte Links Geschichten immer besonders gut gefällt ist die durchdachte Geschichte. Erst gibt es die Szenen, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Damit werden Personen in den Kriminalfall eingeführt, Gedanken einer noch unbekannten Person sind zwischen die zeitlich fortlaufenden Kapitel geschoben. Man wittert eine Spur, da gibt es plötzlich neue Erkenntnisse. Selbst den Prolog kann man erst am Ende des Kriminalfalls einordnen. Charlotte Link gelingt es, immer wieder neue Spuren zu legen und man fragt sich: Was hat das alles miteinander zu tun? Die Fäden sind gekonnt gelegt und führen in bewährter Weise wieder zusammen. Die verschiedenen „Ermittler“ haben alle ihre ganz eigene Arbeitsweise, so dass auch hier immer wieder eine gute Spannung und eine gewisse Neugier geschürt werden. Die Autorin beschreibt die Szenen immer sehr genau, so dass man sie sich sehr gut vorstellen kann, man fühlt sich mitten im Geschehen. Im letzten Teil des Krimis dachte ich zunächst „das zieht sich doch etwas“, doch dann kam das Finale… Fazit: Wie auch bei den vorherigen Krimis von Charlotte Link, die ich gelesen habe, war das Ende für mich nicht vorhersehbar, umso überraschender war das Ende – beste Krimiunterhaltung.

Lesen Sie weiter

Klappentext: Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die Frauen stehen in keiner Verbindung zueinander, aber die Tatwaffe ist dieselbe. Kate Linville, neu bei der North Yorkshire Police, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Sie kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr. Denn der Täter, der eine vermeintliche Schuld rächen will, gibt nicht auf … Meine Meinung: Nach den vorherigen Teilen rund um Kate Linville, konnte ich es kaum abwarten auch diesen Teil der Reihe zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte setzt sich aus verschiedenen Handlungssträngen zusammen, die vielleicht ganz am Anfang etwas verwirrend sein können, man aber dennoch sehr schnell in die Handlung hineinfindet. Gerade ab der Mitte des Buches wird dieses Konzept sehr interessant, da der Leser mehr erfährt als die Ermittler. Als Leser verfällt man somit automatisch in den Modus mitzurätseln und das Buch entwickelt sich zu einem absoluten Page Turner. Das Ende ist logisch nachvollziehbar und ich persönlich habe mit der Auflösung nicht unbedingt beziehungsweise nur teilweise gerechnet. Der Schreibstil ist wie immer bei Charlotte Link flüssig und leicht zu lesen, weswegen man das Buch zügig durchlesen kann. Alles in Allem ist dieser Teil der Reihe sehr gelungen, weswegen ich 4,5/5 Sterne vergebe.

Lesen Sie weiter

Meine Meinung: Der oben vorgestellte dritte Band aus der Kate-Linville-Reihe hält alles, was ein Krimi Leser von entsprechender Lektüre erwartet. Da ich nicht sehr begeistert Bücher aus diesem Genre lese, hat mich der flüssige und sehr schöne Schreibstil der Autorin zu meiner Überraschung für das Buch eingenommen. Dieser Roman gehört zu einer Reihe, die sich um die Ermittler Kate Linville und Caleb Hale bewegt. Trotzdem ist auch dieser Roman gut allein und unabhängig von der Reihe zu geniessen. Die Autorin hat auch diesen Roman nach ihrem bewährten Schreib Muster aufgebaut. Menschen, die sich nicht kennen, begegnen sich überraschend. Schicksale und Lebensgeschichten werden durch unerwartete kriminelle Handlungen miteinander verbunden und nach und nach kann sich der Leser aus diesen Puzzleteilen eine verwobene Geschichte zusammensetzen, deren Ursachen in schrecklichen Begebenheiten aus der Vergangenheit liegen. Die beiden Ermittler lösen natürlich auch diesen Fall professionell , wobei ich etwas enttäuscht war, da Caleb Hale dieses Mal kaum eine grosse Rolle spielt, da er teilweise aus dem Dienst suspendiert wurde. Die Auflösung des Falles reicht weit in die Vergangenheit zurück und der Leser wird häppchenweise durch Zwischen Kapitel damit konfrontiert und aufgeklärt. Zu Beginn des Buches weiss man kaum wer dort zu Wort kommt. Sind es der/die Täter oder sind es die Opfer? Es waren über fünfhundert Seiten, die mich voller Spannung fesselten und doch kam mir das Ende dann doch etwas unbefriedigend vor. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte spreche ich für diesen Kriminalroman eine absolute Leseempfehlung von FÜNF ***** Sternen aus. Danke an die Autorin und den Blanvalet Verlag für das Leseexemplar!

Lesen Sie weiter

Zufall oder nicht?

Von: Nightflower

05.03.2021

Dies ist der 3. Band um die Scotland Yard Ermittlerin Kate. Ich hab das leider nicht gewusst, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass man trotzdem sehr gut zurecht kommt und das Wesentliche aus den Verbänden erfasst. Ich fand es am Anfang ein wenig schwierig mit ihr, da sie so arg eine graue Maus ist, dass sie selbst aus diesem Bild nur schwer wieder herauskommt. Das fand ich ein wenig anstrengend. Aber ich kannte sie halt auch aus den anderen Bänden noch nicht. Auch fand ich es schade, dass Caleb Hale hier am Anfang zwar auftaucht, aber dann nicht mehr so wirklich mitermittelt und Kate alles alleine macht. Es gibt viele lose Fäden, die am Ende gut zusammen geführt werden. Trotzdem kam es mir ein wenig konstruiert vor. Allerdings schreibt Charlotte Link wirklich gut und ich wollte unbedingt danach die ersten beiden Bände lesen

Lesen Sie weiter

Durch meine Oma bin ich vor einigen Jahren auf die Autorin Charlotte Link aufmerksam geworden und als mir dann eine Kollegin mein erstes Buch von ihr zum Geburtstag geschenkt hat, war es direkt um mich geschehen. Ich fing an ihre Bücher nach und nach zu kaufen und zu lesen und verliebte mich einfach in ihre Art zu schreiben. So war es für mich auch keine Frage, dass ich auch ihr neuestes Werk "Ohne Schuld" lesen möchte. Im Nachhinein stellte ich erst fest, dass es schon der dritte Band der Fälle von Kate Linville und Caleb Hale ist, jedoch kann man "Ohne Schuld" auch unabhängig davon lesen - habe ich auch getan, da mir dieser Fakt nicht bewusst war :) Natürlich sind wahrscheinlich einige Entscheidungen der Protagonisten nachvollziehbarer, wenn man die Vorgeschichte zu ihnen kennt, jedoch werden Ereignisse aus der Vergangenheit immer mal wieder aufgegriffen und so lässt sich der Bezug zum Geschehen schnell herstellen. Zwei Schicksale - auf grausame Weise miteinander vereint und doch scheint die Opfer nichts zu verbinden. Zu beginn der Geschichte wird völlig unerwartet auf eine Frau im Zug geschossen, zwei Tage später fällt eine andere Frau mit dem Fahrrad über ein im Wald gespannten Draht - auch hier fällt im Nachhinein ein Schuss - beides mit der gleichen Tatwaffe. In diesem Fall gilt es die Verbindung zwischen den beiden ungleichen Frauen herzustellen und zu erfahren, wer der Täter ist - denn auch die Ermittlerin Kate Linville gerät in Gefahr und findet sich plötzlich mitten im Geschehen wider. Von Seite Eins an war ich gefangen von der Geschichte. Der Prolog des Buches spielt 13 Jahre vor der eigentlichen Handlung und scheint auf den ersten Blick über den Großteil des Buches in keinem Zusammenhang mit dem Geschehen 2019 zu stehen. Aber dieser Auftakt macht es direkt spannend und so war ich mitten im Fall gefangen, habe mit gefiebert und mitgelitten. Es ist einfach wieder so grandios geschrieben, dass ich traurig war, als nach knapp 540 Seiten plötzlich nichts mehr kam und das Buch erzählt ist.  Was mir persönlich gefallen hat, waren die kurzen Erzählpassagen, die immer wieder zwischen den einzelnen Kapiteln auftauchten. Anfangs wusste man auch nicht, wer dort spricht, wer uns seine Geschichte erzählt. Ist es der Täter? Oder ein Opfer? Wer spricht dort zu uns? Es ergab nach und nach aber immer mehr Sinn und ich fand diese Zwischeneinwürfe unglaublich gut angebracht, denn man rätselte immer weiter über die ganzen Verbindungen im Buch und wusste lange nicht, um wen genau es hier wirklich geht und aus welchen Beweggründen diese Person gehandelt hat.  Zu den Charakteren konnte man nicht so starke Bindungen aufbauen wie in anderen Büchern, aber für mich ist das in diesem Genre auch nicht so wichtig. Hier steht für mich der Fall an erster Stelle und wenn der gut durchdacht und gut aufgebaut ist, dann kann es dennoch ein tolles Buch werden - und Charlotte Link hat das geschafft. Ich kann ihre Charaktere zwar teilweise einschätzen, aber habe keine direkte Verbindung zu ihnen aufgebaut. Aber wie bereits erwähnt, das ist für mich vollkommen in Ordnung, da es nichts an der Spannung des Buches geändert hat.  An sich lese ich nicht so gern Kriminalromane, da mir meist das gewisse "Etwas" fehlt, jedoch hatte ich bei Link's Werken damit noch nie Probleme, denn durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin hält sich das gesamte Buch über eine Spannung aufrecht, dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag. "Ohne Schuld" ist für mein Empfinden zwar anders als die Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe, aber dennoch nicht weniger spannend - ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite sehr gemocht und werde mir nun auch die ersten beiden Fälle von den Ermittlern holen. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter