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Rezensionen zu
Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Nina Blazon

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Nun bin ich seit Jahren schon ein großer Fan der Autorin, habe jedes ihrer Bücher gelesen und kann von Faunblut nicht die Finger lassen und auch "Laqua" hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich liebe es! Das Buch beginnt sofort aufregende, denn schon auf den ersten Seiten geschehen eigenartige Dinge, die das Herz zum rasen bringen. Nina Blazons schön schauriger Schreibstil kommt direkt zu Geltung und ich liebe es, dass die Autorin gleich zu Beginn zur Sache kommt, etwas das mir auch in ihren anderen Bücher positiv auffällt. Sie schreibt keine ellenlangen Einleitungen, welche sich ins unermessliche ziehen, sondern hat ein Gespür dafür an welcher Stelle sie mit der eigentlichen Handlung los legen sollte. Es beginnt also schon gleich super spannen und ziemlich gruselig, genau das sorgte dafür, dass ich Laqua nicht aus den Händen legen konnte. Die zwei Kinder Kristina und Jan besuchen ihre kratzbürstige Urgroßmutter zu Weihnachten in Venedig, da ihr Vater wegen seiner Arbeit nach Afrika reisen musste. Die Uhrgroßmutter lebt in einer Palazzo direkt an einem Fluss und ist zwar alt aber dennoch sehr schön, die Stimmung die Blason in diesem Gebäude erschafft konnte ich auf der Haut nach fühlen. Dieses Weihnachten ist so ganz anders als die Kinder es gewöhnt sind, denn nicht nur ihre seltsame Uroma benimmt sich schroff, sonder ihre sonst so quirlige Tante Sara scheint etwas auf dem Herzen zu haben. Außerdem fällt urplötzlich der Strom aus und noch der wieder angestellt werden kann, mach Kristina eine Entdeckung am Fenstern. Zwei glühende Augen blicken von außen zu ihnen durch die Schreibe und versetzten das Kind in Panik. An dieser Stelle habe ich selbst schlucken müssen (ich bin ein kleiner Angsthase), aber das war schon gruselig. :D Die Frage zu wem diese Augen gehören, ist am Anfang erst einmal Hautthema der Geschichte, aber auch wo die verschwundenen Gegensände von Jan geblieben sind, beschäftigt uns. Es geht also nicht nur um eine rätselhafte Tatsache, sonder um mehrere. Etwas das sich durch das ganze Buch zieht und der Geschichte eine unheimliche Vielseitigkeit und Tiefe verleiht. Die Geschwister kommen ganz langsam einem sehr alten Familiengeheimnis auf die Spur, schließen neue und sehr ungewöhnliche Freundschaften, überwinden alte Barrieren und lösen einen genauso alten wie grausamen Fluch. Toll sind die einzelnen Seiten aus der Sicht des Bösen, die nicht nur sehr Stimmungsvoll geschrieben sind und einen zusätzlichen Blick auf die Dinge geben, sie sind auch auf dunkleres Papier gedruckt. Zum einen verraten die Seiten schon ein bisschen was, gleichzeitig spornen sie an und machen die Geschichte noch aufregender und spannender. Ich habe solche kurzen Eindrücke sehr gerne, vor allem aus der Sicht des Bösen. Nicht weil man so seine Taten versteht, sonder weil es aufregend ist zu wissen was er vorhat und ich dann so umso mehr mitfiebern konnte. Es Geschichte unglaublich viel in diesem Buch, kaum eine Szene ist langweilig, langatmig oder unnötig. Der Schreibstil ist flott, das Tempo ist straf, man kommt zügig durchs Buch, viele Fragen lassen einen Rätseln, was hat es mit dem geheimen Garten auf sich, wer ist Sara, was will der Dunkle von ihr, ist der Makaron wirklich ein böses Monster, wo ist das Auge des Makaron, was hat es mit der dreizehnten Stufe auf sich, wieso haben die Pezzis so viel Pech, aber wir werden nicht über Seiten hinweg im unklaren gelassen, die Antworten erfolgen rasch und logisch. Mir gefällt auch, dass es zum Showdown kommt und doch noch nicht zu Ende ist. Aber jetzt verrate ich darüber lieber nicht mehr ;) Die Charaktere haben mit super gut gefallen. Die Geschwister Kristina und Jan sind sehr authentisch, sie streiten, halten zusammen, sind ein gutes Team, haben eigene Interessen und vor allem sind sie beide sehr kluge, aufgeweckte Kinder. Luca und Pipi Pizzi mochte ich gleich von Anfang an. Auch wenn Pipi eine freche Nudel ist. Luca Pezzi ist sehr interessant. Obwohl er erst zwölf Jahre jung ist, benimmt er sich oft wie ein großer. Zwischendurch hätte ich ihn allerdings auch auf sechzehn geschätzt. Er ist ein wirklich guter Freund, auf den man sich verlassen kann. Und trotzdem hat er eine mysteriöse Seite und hütet seine Geheimnisse sehr gut, bis Kristina doch och zu ihm durch dringt. Greenpeace Aktivistin Sara und die Tante der Geschwister ist eine sehr liebenswürdige Person, die mir auch sympathisch war. ich habe mir von Anfang an gedacht, dass mehr in ihr Steckt. Vor allem dann, als der Dunkle versucht sie zu sich zu locken. Die Auflösung um ihre Person finde ich sehr passend. Ich mag es, dass in den Büchern für jüngere mit jüngeren Hauptdarstellern immer die Erwachsenen mit einbezogen werden und den Kinder bei ihrem Abenteurer zur Seite stehen. Das vermittelt ein sehr gutes pädagogisches Bild. Das war z.B. bei Lillesand auch schon so. Laqua ist sehr spannend, aufregend, hat einen großartigen Plot, liest sich unheimlich gut und schnell und hat mir ein großartiges Leseerlebnis beschert. Nur der Altersangabe kann ich nicht ganz zustimmen, teilweise ist es doch recht gruselig und düster und ich würde es eher ab 12 Jahren empfehlen. (An einigen dieser Stellen sind die Erwachsenen mit dabei, was den Szenen einen Geschützen Rahmen gibt). Der Schreibstil von Nina Blason ist einfach fantastisch! Ihre Metaphern sind großartig! Damit erschafft sie immer eine ganz besondere Welt, in der eine ganz tolle Stimmung herrscht, die ich als Leser dank ihres anschaulichen Schreibstil wunderbar nachempfinden kann. Ich habe das Buch mit dem neuen Cover gelesen, das mir sehr gut gefällt. Auch das alte ist hübsch anzusehen, trotzdem ist das hier mal eine gelungene Neuauflage mit neuem Cover. Ich gebe dem Buch 5/5 Sternen. Und empfehle es euch von Herzen gerne weiter. Eure Leini

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Magisches Fantasy-Abenteuer!

Von: Books have a soul

25.02.2019

Bei dem Buch habe ich erst ein wenig hin und her überlegt. Das Cover ist mir zwar sofort ins Auge gestochen, es hat eine schöne Schlichtheit, die mir gefällt. Aber irgendwie war ich mir unsicher. Es handelt sich ja auch um eine Neuauflage, aber vorher hatte ich tatsächlich noch nichts von diesem Buch gehört. Letztendlich konnte ich aber einem versprochenen Fantasy-Abenteuer in Venedig nicht widerstehen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich die ersten 50 Seiten verschlungen. Ich war überrascht, wie leicht mir der Einstieg fiel, die Seiten sind verflogen und ich war sofort Feuer und Flamme für diesen Schreibstil. Man lernt erst mal Kristina und Jan kennen und innerhalb kürzester Zeit auch lieben. Sie sind mit ihrer Tante Sara zu Besuch bei ihrer Urgroßmutter, ihrer Nonna, und diese erlebt man zunächst sehr mürrisch und temperamentvoll. Sie wohnt in einem alten Hotel, das der Familie schon seit vielen Jahren gehört und bald schon merken die Geschwister, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Da sind Geräusche, seltsame Geisterkinder, die nur sie zu sehen scheinen und auch eine verschlossene Tür, die schon seit Jahren nicht mehr geöffnet wurde. Es war herrlich mit den Kindern diese ganzen Legenden rundum Venedig, das Hotel und deren Familie herauszufinden. Zum Teil war es richtig schön düster, was ich total liebe und die Autorin hat zudem alles wundervoll beschrieben. Am liebsten hätte ich mich selbst ins Auto gesetzt, um nach Italien aufzubrechen. Auch Pippa und Luca habe ich im Laufe der Geschichte ins Herz geschlossen, wer die beiden sind, müsst ihr aber selbst herausfinden. Es gibt einige liebevolle Charaktere in dieser Story. Dann ist da auch noch eine düstere Seite. Wie oben schon erwähnt, angefangen mit dem Hotel und diesen Kindern. Es war total spannend und ich hatte wirklich keine Ahnung, was dahinter steckt und wo das Ganze hinführen wird. Die Vergangenheit der Familie Vianello, Pezzi und Venedig selbst, alles hängt irgendwie zusammen und ich fand es einfach absolut genial durchdacht und wundervoll in der Umsetzung. Bis zum Schluss konnte ich selbst nicht alles durchschauen und man hat immer wieder etwas Neues entdeckt und herausgefunden. Die Auflösung empfand ich als sehr gelungen und ich musste mir tatsächlich ein paar Tränen verdrücken. Fazit Laqua ist erst mal ein sehr unscheinbarer Titel, unter dem man sich nicht viel vorstellen kann. Allgemein kann ich aber nach dem Lesen gar nicht verstehen, dass man von diesem Buch nicht schon viel mehr gehört hat, denn dies war nur eine Neuauflage, über die ich tatsächlich nur durch Zufall gestolpert bin. Es ist zwar ein Kinderbuch ab 10 Jahren, und doch enthält es eine so vielfältige Magie mit einem grandiosen bildhaften Schreibstil. Obwohl ich selbst noch nie in Venedig war, habe ich mich absolut in diese Stadt verliebt, dank Nina Blazon. Sie beschreibt einfach alles so zauberhaft, vermischt alles mit den Legenden der Gegend und ihrer eigenen Fantasie und schafft dadurch etwas ganz Besonderes, Einzigartiges. Wir haben hier Geister, Übernatürliches, Magie, Flüche, ein mehr als geniales Setting, wundervolle Charaktere und eine zauberhafte Geschichte über Legenden und noch so vieles mehr. Das Buch sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen! Mich konnte es vollkommen überzeugen und deshalb gibt es auch 5 von 5 Sternen.

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Dies ist mein erstes Buch der Autorin, auch wenn ich noch eins von ihr im Regal habe nur noch nicht gelesen habe. Das möchte ich aber nach diesem Buch nachholen. Venedig. Da werd ich immer ganz traurig. Normal wäre ich schon mal da gewesen, leider war ich es aber doch nicht. Naja egal es geht ja jetzt um das Buch. Also dann fangen wir mal mit dem Schreibstil der Autorin an. Ich fand das wirklich sehr angenehm und flüssig. Es hat mir viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Die Autorin hat es geschafft die Charakter interessant wirken zu lassen und geheimnisvoll. Die Charaktere und auch die Handlung ist sehr altersgerecht. Deswegen ist das Buch nicht zu spannend und auch nicht zu langweilig. Mir hat das sehr gut gefallen und empfehlen für die altersgruppe kann ich es auch. 10 Jahre ist hier eine sehr gute Altersgruppe, natürlich kann es aber auch von älteren gern gelesen werden. Ich bin ja auch älter und lese sehr gern solche Bücher. Hier aht mir auch sehr gut gefallen das die Charaktere das sie sich auch des alters entsprechen verhalten haben. Wer würde denn schon gern die Ferien bei seiner Uroma verbringen? Also in dem alter sicherlich nicht jeder. Für die beiden Geschwister beginnt ein sehr schönes abenteuer was die Autorin in einer bildhaften sprache wiedergibt. So kann man sich, auch wenn man die Stadt nicht kennt, alles sehr gut vorstellen. Die Kanäle mit dem Wasser oder die Wege und Brücken die es auch gibt. Doch ich möchte euch auch nicht zuviel verraten. Es ist eine Geschichte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene die gern Bücher in diesem Genre Lesen.

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Meinung: Nachdem ich mich bei der Zeitenzauber Reihe ein wenig in Venedig verliebt habe und da sich der Klappentext sehr Geheimnisvoll angehört hat, wurde mein Interesse gleich geweckt. Die Geschichte ist 2012 erstmals erschienen und durfte sich nun über ein neues Cover freuen. Aber nicht nur das Cover ist bei beiden Ausgaben schön gestaltet, sondern auch die innen Seiten des neuen Buches sind mit liebe verziert worden. Somit hat auch das Auge sehr viel Freude am lesen. Die Geschichte beginnt gleich mit sehr viel Aktion als Kristina ein Kind am Fenster sieht. Wie ist dies aber möglich wenn sie sich nicht im ersten Stock aufhalten? Doch das bleibt nicht der einzige komische Vorfall. Mehr möchte ich zu dem Inhalt jedoch nicht sagen, weil die vielen Geheimnisse von dem Leser selber enteckt werden müssen. Was ich aber noch sagen kann ist, das in jedem Kapitel etwas spannendes passiert und es nie langweilig wird. Mit dem Schreibstil kam ich super klar und bin nur so über die Seiten geflogen. Ich weiß gar nicht wie ich meine Begeisterung über die Geschichte ausdrücken soll... Der Leser wird sich vielen verschiedenen Gefühlen aussetzten. Denn manchmal muss man schmunzeln, im nächsten Moment hält man den Atem an und dann ist dam geschockt und überrascht. Die Spannung hält bis zum Schluss und Nina Blazon hat sich bis zum Ende immer noch etwas neues ausgedacht. Alle Protagonisten haben Perfekt in die Geschichte gepasst und sind gar nicht wegzudenken. Neben den Neugierigen Kindern gibt es auch die mürrische Oma und auch eine Familien Feindschaft ist dort zu finden. Ich habe alle sehr lieb gewonnen. Es gab keine Stelle wo ich von den Handlungen genervt war oder sonstiges. Die Autorin hat eine Welt geschaffen in der alles perfekt zusammen passt und man gerne drin versinkt auch wenn es traurige Vergangenheiten gibt. Fazit: In Laqua begegnet dem Lese eine rund um gelungene und Spannende Geschichte in Venedig. Obwohl es ein Fantasy-Roman ist, konnte Nina Blazon die Geschichte so erzählen das ich immer noch an ein Fünkchen Wahrheit in der Geschichte glaube. Obwohl die Protagonisten noch sehr jung sind habe ich das beim lesen nicht gemerkt. Die Spannung bricht erst mit der letzten Seite und ist mit der liebevollen Gestaltung für Leser ab 10 Jahre geeignet. ~Bücherigel

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Wie immer ein fantastisches Abenteuer. Wunderschön geschrieben, mitreißend und toll. In kurzen Kapiteln ist die Geschichte dem empfohlenen Alter entsprechend aufgebaut. Das Setting in Venedig ist wirklich schön, der Schreibstil der Autorin Bildhaft und fesselnd. Kinder ab 10 Jahren werden ihre Freunde mit diesem tollen Buch haben. Nicht zu viel Fantasy, aber doch genug um Spannung aufkommen zu lassen und diese bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Protagonisten die sympathisch sind und mit denen Kinder sich identifizieren können. Wirklich eine tolle Geschichte.

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Ein gruseliger, alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter – Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinaufgleiten, macht es nicht besser. Als dann auch noch ihre Tante verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein großes Abenteuer … Das Cover passt mit den Blautönen und mit den Muscheln perfekt zu Venedig und erinnert einen gleich an das Wasser und die Lagune - es passt also super zum Buch. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn er ist sehr einfach zu lesen, flüssig, spannend, gruselig, aber auch humorvoll. Man kann sich relativ gut in die Charaktere hineinversetzen und möchte wissen, was sie wohl als nächstes erleben werden. Kristina und Jan sind Charaktere, über die man gerne etwas liest und sie machen so einiges mit und sind immer neugierig. Ich kann mir vorstellen, dass besonders jüngere Leser sich gut mit ihnen identifizieren können. Insgesamt eine gelungene Abenteuergeschichte mit einer tollen Kulisse. Venedig wird genau so beschrieben, wie es auch wirklich ist. Definitiv für jüngere Leser und Leserinnen geeignet.

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Dieses Buch spielt nicht in einer fiktiven Welt sondern spielt in Venedig. Anfangs scheint es nicht so als wäre es ein Fantasy Buch aber später wird dann aber schnell klar, dass es mal wieder ein typisches Fantasy Buch von Nina Blason ist. Auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Die beiden Protagonisten sind zwar etwas jünger aber ich finde das stört überhaupt nicht.

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Perfetto!

Von: Krinkelkroken

29.04.2015

Die Geschwister Kristina und Jan verbringen Weihnachten mit ihrer jungen Tante Sara bei ihrer Großmutter Nonna in der Lagungenstadt Venedig. Was sich für die meisten nach Traumurlaub anhört, ist für die Kinder eher ein Albtraum: Nonna ist von ihrer Anwesenheit wenig begeistert, der alte Palazzo ist unheimlich und zugig und ihre Tante verbringt die Tage aus Liebeskummer eher mit Trübsalblasen als mit Sightseeing. Sobald Kristina und Jan alleine losziehen, werden sie von schwarzen Möwen und Rattenhorden verfolgt oder von den Kindern der Familie Pezzi belästigt. Zu allem Überfluss begegnet Kristina ein angsteinflößendes Geisterwesen, das es auf sie abgesehen zu haben scheint. Bald kommen sie einem jahrhundertealten Fluch auf die Spur, der ihre gesamte Familie bedroht: Ein schwarzer Doge, der früher einmal fast ganz Venedig ausgelöscht hätte, ist hinter Tante Sara her! Und um diesen Fluch zu brechen, ist sehr viel mehr notwendig, als die Hilfe der Pezzis in Anspruch zu nehmen - und das erweist sich schon als äußerst hindernisreich... Was mich bei "Lillesang" begeistern konnte, punktet auch hier auf ganzer Linie: Nina Blazon erschafft bei allem Grusel und aller Spannung eine heimelige Grundstimmung, die dem Leser ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. Als vermeintlicher Teil der fiktiven Familie fiebert man mit, ohne sich tatsächlich vom Bösen bedroht zu fühlen. Wahre Freundschaft überwindet so manche Familienfehde und gesunder Menschenverstand und familiärer Zusammenhalt können auch den dunkelsten Fluch zerstören und das Böse vertreiben. In Blazons Romanen löst die junge Generation dank Herz und Verstand überholte Zustände auf und erschafft einen neuen Status Quo, in dem zunächst einmal alle Wesen ihren Platz haben - so sehr sie sich auch von der Norm unterscheiden. Ob Mensch oder Geist, Jung oder Alt, Freund oder Familienmitglied - solange alle in die gleiche Richtung blicken - nämlich dem Bösen etngegen - ist man gar nicht so verschieden. Die Vermittlung dieser Werte findet aber so subtil statt, dass dem Leser Zeit und Muße bleibt, sich in der wirklich spannenden Geschichte zu verlieren. Ein alter Fluch, Reliquien aus Pest-Zeiten, böse Kreaturen, Zeittunnel und stürmische Wintertage jagen so manch wohligen Schauer über den Leserrücken. Wer sich - wie ich - für ein gruseliges Ambiente und düstere Atmosphäre begeistern kann, der kann mit "Laqua" nichts falsch machen. Und auch Venedig-Fans kommen voll und ganz durch die atemberaubend beschriebene Kulisse der Lagunenstadt auf ihre Kosten: während ihrer Jagd auf den schwarzen Dogen kommen die Kinder an so mancher Sehenswürdigkeit vorbei, entdecken venezianische Geschichte und lernen das ein oder andere italienische Wort. Perfetto! In ihrer Rezension zu Lillesang schrieb Katrin: "Auch wenn die Autorin ihren Schwerpunkt auf eine deutlich jüngere Zielgruppe gelegt hat, war diese in sich abgeschlossene Geschichte, mit ihren sehr authentischen und manchmal undurchsichtigen und überraschenden literarischen Figuren ein absolutes Leseerlebnis und ein wahrer Genuss für mich. Die Autorin grenzt sich mit ihrer Geschichte deutlich von dem Mainstream des Jungendbuch Genres ab, indem sie komplett auf abgenutzte Klischees, unnützes Seitenfüllen und eindimensionale Charaktere verzichtet. Hier könnte sich der eine oder andere Autor eine Scheibe von abschneiden, der frei nach dem Motto Masse statt Klasse schreibt." Dem kann ich mich uneingeschränkt in Bezug auf "Laqua" anschließen: Nicht nur punktet die Autorin in Sachen Authentizität und Glaubwürdigkeit der Figuren. Allein, dass sie aus keinem ihrer Riesenerfolge eine Serie macht, sondern sich jedes Mal auf's Neue eine abwechslungsreiche, fantastische Geschichte in atmosphärischer Umgebung ausdenkt, bringt ihr einen enormen Sympathiebonus ein. Fazit: Als riesengroßer Cornelia Funke-Fan der ersten Stunde kann ich stolz verkünden, eine würdige literarische Nachfolgerin einer meiner deutschen Lieblings-Kinderbuch-Autorinnen gefunden zu haben - Nina Blazon. Tatsächlich müsste ich bei einem Vergleich von Funke vs. Blazon in puncto Venedig-Roman sogar Blazon den Vortritt lassen, da mir "Laqua" sogar noch etwas besser gefällt als "Herr der Diebe". Aber wer macht schon Vergleiche...

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