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Rezensionen zu
Wenn die Nacht in Scherben fällt

Anika Beer

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Fesselnd

Von: Svenja Lisa

11.12.2017

Die Handlung ist fesselnd und die Erzählweise finde ich sehr interessant. Anika Beer hat am Anfang nicht wenig, aber gerade noch wenig genug verraten, dass man unbedingt weiterlesen wollte. Nachdem ich das Buch durch hatte, wollte ich das es immer weiter geht... ;3

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Das Cover ist ein wahrer Blickfang - es ist nicht nur besonders künstlerisch, sondern spiegelt Titel des Buches als auch Handlung perfekt wider. Darauf zu sehen: ein nachtblauer Hintergrund, der sich bei genauem Hinsehen als Sternenhimmel herausstellt - davor schemenhaft der Schatten einer Katze auf einem Ast, hinter der verheißungsvoll der Mond den Himmel erhellt. Im Vordergrund lässt sich eine Glasscheibe erahnen, die in Scherben zerfällt. Damit hebt sich dieses Buch zumindest von seiner Umschlaggestaltung schon einmal sehr von anderen ab - wirkt somit aber eher wie ein Kinder- als ein Jugendbuch. Was macht ein Jugendbuch zu einem Jugendbuch? Generell empfinde ich dieses Genre als ein sehr schwieriges - immerhin ist die "Jugend" breit gefächert und Jugendliche haben, je nach Altersgruppe, verschiedene Interessen. Diese allgemeine Bezeichnung ist also reichlich kompliziert, denn ein Neunzehnjähriger möchte andere Inhalte lesen als ein Vierzehnjähriger. Dieses Buch lässt sich eher in die Altersklasse 14-16 Jahre einordnen, was nicht heißt, dass die Lektüre dieses Romans sich auf dieses Alter beschränkt. Jedoch werden für ältere Altersklassen interessante Themen nur sehr kurz angeschnitten (beispielhaft hierfür tiefergehende Liebesbeziehungen, denen Hindernisse in den Weg gesetzt werden), der Fokus liegt ohne Zweifel auf der Welt der Träume, die sehr bildhaft und bunt gestaltet wurde. Auch die Protagonistin wirkt eher kindlich als jugendlich, obgleich sie schon etwas älter zu sein scheint. Der Schreibstil ist jedoch sehr fortgeschritten und besonders ausführlich, zeitgleich aber auch sehr bildhaft - der Leser kann sich genau in diese fremde Welt denken, in der Nele sich einen Großteil der Handlung befindet. Die Traumwelt unterscheidet sich sehr von der Welt, in der wir leben - sie ist etwas fantastisches, das wir so noch nicht kennen - hier ist es Aufgabe der Autorin, einen Zugang zu dieser Welt zu gewähren, sodass der Leser sie versteht. Etwas, das Beer eindeutig verstanden und auch umgesetzt hat, die Ereignisse des Buches wirken sehr nah und leicht zugänglich. So ausführlich die Parallelwelt der Träumer beschrieben wurde, so sehr hakt es bei der Nachvollziehbarkeit der Handlung - einige Passagen lang passiert überhaupt nichts, sie lassen sich ohne Weiteres überspringen, sind schlichtweg kaum relevant für die Handlung an sich - an anderen Stellen hat man das Gefühl, unheimlich viel verpasst zu haben. Gedankengänge und Entscheidungen einzelner Charaktere lassen sich nicht schlüssig nachvollziehen, so ist beispielsweise der Charakter des Wächters Seth sehr uneinsichtig und sein Handeln nicht wirklich für den Leser nachvollziehbar. Doch nicht nur an den Charakteren hakt es: auch das Geschehnis an sich braucht unheimlich lange, um zum Punkt zu kommen, eine wirkliche Spannungskurve existiert nicht. Dennoch ist das Buch sehr atmosphärisch erzählt - die Sachverhalte sind so sehr einzigartig, Fantasy, die sich in der Welt der Träume abspielt ist nicht besonders weit verbreitet. Die Autorin hat eine große Menge Kreativität bewiesen und Ideen einfließen lassen, die man so sicherlich noch nicht gesehen hat. Diese Geschichte ist also etwas für die Menschen, die offen für neues sind und sich von umschweifenden Beschreibungen nicht abschrecken lassen. Ein Leser, der besonders viel Wert auf die fantastischen Elemente legt, sollte mit dieser Geschichte sehr glücklich werden. Fazit Ich habe das bekommen, was ich vom Klappentext erwartet habe - eine Geschichte, die mit stimmungsvoller Fantasy überzeugt. Der Schreibstil war packend und bildhaft, die Idee wirklich etwas neues. Eine schöne Mischung aus der alltäglichen Welt und einer Art von Fantasy, die ich bisher noch nicht kannte - genau richtig für mich, denn ich bin eher ein kleiner Fantasy-Muffel und fühle mich von zu vielen Elementen in der Hinsicht leicht erschlagen. Minuspunkte gibt es für die Undurchsichtbarkeit der Story - hier hätte schneller zum Punkt kommen können.

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