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Rezensionen zu
Opferlämmer

Jeffery Deaver

Lincoln-Rhyme-Thriller (9)

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€ 11,00 [D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: New York wird von einem Terroranschlag erschüttert. Ein Bus wird mittels Strom angegriffen und den Ermittlern ist klar: der Täter ist in der Lage das gesamte Stromnetz in New York zu kontrollieren. Lincoln Rhyme und Amelia Sachs unterstützen die Behörden bei der Jagd auf einen Täter, der überall lautlos aber tödlich zuschlagen kann. Schnell stellt sich heraus, dass der Täter Zugang zu den Daten des örtlichen Stromversorgers haben muss und sofort rücken Umweltschützer in den Fokus. Doch der Täter muss ein Insider sein, er muss direkten Zugang zu gesicherten Daten haben, aber neben den Umweltschützern erweist sich anfangs auch diese Spur als Sackgasse. Während Rhyme und Sachs verzweifelt versuchen dem Täter näher zu kommen, feilt dieser schon an dem nächsten perfiden Anschlag und ist Lincolm Rhyme schon näher als dieser ahnt... Fazit: Klasse Story, tolle Ermittler, große Spannung = herrlichstes Lesevergnügen. Besonders fesselnd an diesem Thriller fand ich die Tatwaffe. Strom als Tatwaffe ist außergewöhnlich und äußerst faszinierend. Täglich nutzen wir diese "Tatwaffe" unzählige male und für uns ist Strom so gewöhnlich, dass wir sogar zwischendrin seine Gefahr vergessen. Aber von allen permanent genutzten technischen Errungenschaften ist Strom so ziemlich die tödlichste. Natürlich kennen wir die Art der Hinrichtung durch einen elektrischen Stuhl und die verheerenden Auswirkungen eines Blitzschlages haben wir bei jedem Gewitter im Kopf, aber dass eine Türklinke unter Strom stehen könnte und so lautlos tötet ist uns nicht bewußt. Das ist auch gut so, denn in "Opferlämmer" zeigt uns Amelia Sachs wie es sich anfühlt, wenn man einem alltäglichen "Hilfsmittel" nicht mehr unbefangen begegnen kann und der Täter zeigt uns, dass man so gut wie nirgends vor Strom sicher ist. So hat es Jeffery Deaver geschafft seinen Thriller in meinen Alltag zu schmuggeln, denn während der Lesephase habe ich meine elektrischen Geräte mit ganz anderen Augen betrachtet und mein Umgang mit Türklinken war nicht mehr ganz so unbeschwert. Das war mein zweiter Band um den Ermittler Lincoln Rhyme und auch dieser Band hat mich sehr begeistert. Tipp für alle Lesebrillen-im-Bett-Hasser: Beim Lesen fiel mir aber wieder ein, warum zwischen den beiden Bänden eine sehr lange Pause lag, die Schriftgröße ist recht klein und so ist das Lesen etwas anstrengend, wenn man die Lesebrille beim gemütlichen Lesen im Bett nicht so gerne trägt ;) Aber abgesehen von der Schriftgröße fasziniert mich dieser Ermittler sehr und für Leser, die auf eine Genesung von Rhyme hoffen, gibt es in diesem Buch ein kleines Goodie

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In New York wird ein Bus angegriffen. Doch der Täter nutzt dafür keine herkömmliche Waffe, sondern setzt das Gefährt unter Strom. Amelia Sachs und Lincoln Rhyme werden zu den Ermittlungen hinzugezogen. Wer manipuliert den Strom, um Menschen zu töten? Welches Ziel verfolgt der Täter? Und vor allem: Wie kann man ihn stoppen? "Opferlämmer" ist der 9. Fall für das Duo Rhyme/Sachs und konnte mich wieder mal überzeugen. Jeffery Deaver greift in seinem Thriller eine Kraft auf, mit der wir uns tagtäglich umgeben und wendet sie als tödliche Waffe an. So schürt er die Angst bei seinen Protagonisten und Lesern. Klasse! Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man großteilig Rhyme und Sachs bei ihren Ermittlungen. In einigen Kapiteln begleitet man Techniker und Elektriker in ihrem Arbeitsalltag und bekommt somit eine Ahnung davon, wie gefährlich dieser Job ist. Jeffery Deaver verwebt mit dieser Art der Erzählung geschickt Fachwissen und Spannung. Das mag ich sehr an seinen Werken. Lincoln Rhyme ist mürrisch wie eh und je. Seine arrogante Art treibt mich gern mal zur Verzweiflung, bei diesem Fall jedoch hat sie sehr gut ins Bild gepasst. Zudem zeigt der im Rollstuhl sitzende Fachmann auch seine einfühlsame Seite. Etwas, das mich sehr überrascht hat. Denn ich hatte ihn bisher für einen emotionalen Eisklotz gehalten. Der Autor lässt seinen Figuren behutsam Änderungen angedeihen, die sie menschlich und realitätsnah wirken lassen. Großartig! Die Story selbst nimmt langsam Fahrt auf, um dann den Leser aus den Socken zu hauen. Der Täter wird schnell ermittelt und ich hatte mich da schon gefragt, ob Deaver sich nun auf ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel eingelassen hat. Doch bei ihm ist nichts, wie es scheint und so wartete der Roman mit einigen Überraschungen auf. Einige konnte ich mir vorab erschließen, doch in so manche Falle bin ich fröhlich reingetapst. Das passiert mir nicht mehr oft. Umso schöner, wenn mich doch noch ein Autor aufs Glatteis führen kann. Das Finale ist großartig gelungen und hat mich zum Schluss lächeln und wehmütig werden lassen. Auch wenn ich die Folgebände schon kenne, habe ich mit Rhyme und Sachs gebangt, gelitten und geflucht. Der Stil von Jeffery Deaver ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist detailgetreu, wo es sinnvoll ist und zieht seinen Leser durch trockenen Humor und auf den Punkt gebrachte Spannung in seinen Bann. Fazit: Ich habe mich gern wie ein Lamm zur Schlachtbank führen lassen. Eine klare Leseempfehlung!

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