Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Die dreizehnte Geschichte

Diane Setterfield

(4)
(0)
(0)
(1)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,99 [A] | CHF 12,00* (* empf. VK-Preis)

Nachdem ich alle Bücher von Diane Setterfield gelesen habe, fehlte mir nur noch ihr erster Roman. Ihr Debut, ihr Erstlingswerk, „Die dreizehnte Geschichte“ ist eine wahre Hommage an die Literatur. Ein wunderbar geschriebener Roman, der sofort in den Bann zieht und einen einfach Tag und Nacht lesen lässt. Man fiebert bei jeder Erklärung über vergangene Ereignisse mit und wünscht sich schnellstens die erlösende Wahrheit. Auch wenn das Buch ein älteres Erscheinungsdatum hat, man sollte es gelesen haben.

Lesen Sie weiter

Ein Meisterwerk, absolut lesenswert!

Von: Tanyta aus Stuttgart

19.04.2020

Ich hatte einige positive Rezensionen zu diesem Buch gefunden. Dazu gewann dieser Roman 2007 den Quill Award, den amerikanischen Literaturpreis. Zwei gute Gründe für mich, dieses Buch zu lesen. Den schnellsten Weg bot ein Download auf Kindle. Zunächst war ich etwas enttäuscht über den eher ruhiger Einstieg, der zwar gut geschrieben war, der Spannungsbogen ließ jedoch auf sich warten. Am Anfang der Geschichte lernen wir Margaret Lea kennen. Sie ist Biografin, die mit ihrem Vater ein Antiquariat führt und Bücher über alles liebt. Ihr Leben verändert sich mit einem Brief von Vida Winter, einer prominenten Märchenerzählerin. Sie will Margaret als ihre Biografin engagieren. Zunächst ist Margaret verwirrt : warum ausgerechnet sie? In der Vergangenheit gab es einige Biografen, die es versucht hatten, über das Leben von Vida Winter zu schreiben. Dutzende von Biografien sind entstanden, alle verschieden, doch keine davon schien der Wahrheiten zu entsprechen. Die Autorin verspricht Margaret ihre wahre Geschichte zu erzählen. Margaret fährt zu Vida Winter. Ab dann nimmt die Geschichte ihren nebulösen Lauf und fesselte mich bis zum Ende. "Es waren einmal Zwillinge"... Vida Winter verrät zu Beginn Ihrer Erzählung ihre wirkliche Identität: sie ist Adeline, eine der Zwillingsschwestern der Familie Angelfield. Verwunderlich dabei ist, dass sie von sich in der dritten Person spricht. Margaret erfährt über ihre traurige Lebensgeschichte, die sie sehr bewegt. Nach und nach enthüllt Vida Winter das, was bislang niemand je erfahren hatte. Aber je mehr Margaret darüber nachdenkt desto grösser wird ihre Verzweiflung, da sich die Puzzle-Teile der Geschichte nicht zusammen fügen. Klarheit bringt die überraschende Wendung, die mich völlig umgehauen hatte... Die Geschichte ist geprägt durch düstere Geheimnisse, ein altes Haus der Familie Angelfield, gekonnten Beschreibungen der Charaktere und Gefühle, die das Ganze so lebendig machen. Ein schmaler Grat zwischen der Realität und der Fantasie. Auch nach dem ich die Geschichte gelesen hatte, wirkte sie immer noch nach. Mein Fazit: unbedingt lesen! Eine Frage wurde für mich jedoch nicht beantwortet: Wem gehören die Knochen, die im Haus Angelfield gefunden wurden?

Lesen Sie weiter

Das Buchcover ist schon mal eine Wucht. Das stach mir sofort ins Auge, als ich in meinem Buchladen die Regale langspaziert bin. Als ich dann im Klappentext las, dass eine Schriftstellerin und eine Buchhändlerin mitspielen, war es um mich geschehen. Ganz hin und weg war ich dann, als ich auf den ersten Seiten las, dass Margaret Biografien schreibt. Das ist nämlich ein Hobby von mir. Noch dazu teilt sie meinen Lesegeschmack: Biografien, Autobiografien, Memoiren, Tagebücher und Briefe. Vida Winter hat in 56 Jahren 56 Bücher geschrieben. Zweiundzwanzig Biografen haben schon versucht, ihr Leben zu erzählen. Sie hat sie alle an der Nase herumgeführt. Warum? Weil sie ein Geheimnis zu hüten hat. Ein Familiengeheimnis. Welches sie jetzt aber, wo sie totkrank ist, jemandem beichten möchte. Nur nicht irgend jemandem. Margaret Lea muss es sein. Warum ich, fragt sich Margaret, als sie eines Tages einen Brief von Vida Winter erhält und nach einem Besuch bei ihr erfährt, dass sie deren Biografie niederschreiben soll. Und wie in einen Strudel wird Margaret in die Geschichten der Vida Winter hineingezogen. Sie verliert sich fast darin. Kein Wunder: Sie macht sich Notizen, wenn Vida Winter erzählt, dann schreibt sie sie in ihrem Zimmer in Klartext auf und selbst nachts ist sie in ihren Träumen darin gefangen. Und so langsam, mit Hilfe ihres Vaters und eigener Recherchen, bringt sie Licht in das Dunkel dieser Familie und auch in ihre eigene, bisher geheimgehaltene Geschichte. Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, der es mir sehr schwer machte, das Buch mal aus der Hand zu legen. Sie führt uns von einem Rätsel zum anderen. Manchmal denkt man, ha, jetzt hab' ich es. Jetzt weiß ich, wohin der Hase läuft. Und dann schlägt er wieder Haken. Aber jede noch so kleine Unklarheit wird am Ende aufgelöst. Und Vida Winter? Die hat uns des Rätsels Lösung in ihrem ersten Gespräch mit Margarete mitgeteilt. Aber: Weiß selbst sie die ganze Wahrheit? Spannend, toll geschrieben, das Richtige für einen ungemütlichen Herbstabend auf der Couch.

Lesen Sie weiter

Als „Die dreizehnte Geschichte“ ich glaube 2008 erschien, wollte ich sie direkt lesen. Letztlich hat es nun fast fünf Jahre gedauert, bis ich es auch tatsächlich tat. Und ich habe das Buch so geliebt! Es ist direkt zusammen mit Deborah Harkness‘ Roman „Die Seelen der Nacht“ in meine Lieblingsbuchliste eingezogen. Die Geschichte hat über 500 Seiten und liest sich in nur wenigen Tagen weg. Erzählt wird eine Geschichte in einer Geschichte. Die Protagonistin der Rahmengeschichte ist die junge Margaret, die bei ihrer Geburt ihre Zwillingsschwester verliert, was sie nur zufällig im Alter von ca. neun Jahren über ein Schreiben im Schlafzimmer der Eltern herausfindet. Von da an ist ihr zumindest klar, warum sie sich immer unvollständig fühlt und warum ihre Mutter seit ihrer Geburt so verstört und vollkommen anders ist, als in den Erinnerungen ihres Vaters. Margaret erhält einen Brief einer erfolgreichen britischen Schriftstellerin (Vida Winter), die sie bittet, zu ihr zu kommen und ihre Geschichte niederzuschreiben. Ab dann wird der Leser in eine bewegende Geschichte entführt, die auch den Titel tragen könnte „Verfall einer Familie“ (man möge mir den Vergleich verzeihen). Vida Winter schildert eine verstrickte Geschichte voller Niedertracht, Intrigen und Leid. Aber auch voll Sehnsucht und Liebe, die bis in die Gegenwart andauert und in die Margaret verstrickt wird. Ich kann jedem nur empfehlen, diese Geschichte zu lesen. Tolle Sprache, tolle Story, tolles Buch!

Lesen Sie weiter

Vida Winter ist die beliebteste Autorin Englands, Millionen kennen und lieben ihre Geschichten, doch keiner kennt Vida Winter wirklich. Fragen nach ihrem Leben beantwortet die Autorin immer mit anderen ausgedachten, abenteuerlichen Geschichten und drückt sich so um die Wahrheit. Als Vida spürt, dass sich ihr Lebensabend nähert lädt sie die junge Biografin Margaret auf ihr Anwesen ein, um ihr eine unglaubliche Lebensgeschichte anzuvertrauen. Dieses Buch hat mich anfangs sehr angesprochen, Bücher rund um Autoren und buchverrückte Menschen haben ihren ganz eigenen Reiz. Dazu noch düstere Geschichten und Geheimnisse. Eigentlich bin ich bei sowas sofort dabei. Leider war meine ursprüngliche Freude schnell verebbt. Die Beschreibungen im Buch sind willkürlich in die Länge gezogen ohne wirklich zu einer stimmigen Atmosphäre beizutragen. Auch die Gedankengänge der Protagonistin, der jungen Biografin, sind häufig nur langatmig und gezwungen „mysteriös“ gestaltet, ohne den Leser wirklich näher an sie heran zu bringen. Spannend fand ich den Ansatz die Geschichte mit Bezügen zu den literarischen Werken der Bronte-Schwestern zu versehen. Gerade „Jane Eyre“ ist eines meiner Lieblingsbücher, diese Einschübe wirkten auf mich jedoch leider sehr erzwungen und eher willkürlich gesetzt, als wirklich durchgängig in die Geschichte eingebaut. Das „Zwillings-Thema“ im Buch hatte anfangs auch noch seinen Reiz, die Vorstellung einer so engen und intimen Bindung zwischen Geschwistern, dass die Verbindung nie abreißen kann, hat schon für sich genommen etwas Magisches. Diesen ganz natürlichen Zauber hat die Autorin aber durch viele Klischees und manche wirklich störende Passagen Stück für Stück in den Hintergrund gedrängt. Bei „Die dreizehnte Geschichte“ fallen mir einige gute Aspekte ein, die leider Stück für Stück alle in einem „Aber“ enden. Ähnlich ging es auch meiner Begeisterung das Buch zu beenden, ich habe es mehrmals beiseite gelegt und erst andere Bücher gelesen. Leider wurden die Details der Geschichte dadurch auch schon von anderen (besseren) Büchern in den Hintergrund gedrängt. Unterm Strich habe ich zwar schon schlechtere Bücher gelesen, hatte mir bei dem tollen Ansatz jedoch deutlich mehr erhofft: 2 von 5 Leseratten, weil ich glaube, dass Leser die sich in diesem etwas bemühten Schreibstil besser zu Hause finden auch die Geschichte besser genießen können als ich.

Lesen Sie weiter