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Rezensionen zu
Die letzte Spur

Charlotte Link

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Anfangs war ich wirklich sehr begeistert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, zum Teil weil es sehr spannend war, zum Teil aber auch wegen den verschiedenen und interessanten Charakteren. Ich war sehr gespannt darauf, wie sich am Ende alles aufdröseln und miteinander vermischen würde. Leider verließ dann die Geschichte aber ab etwa der Hälfte die Power und die Story zog sich und zog sich. Ich bin eh kein Freund von dicken Büchern und "Die letzte Spur" stellte meine Geduld wirklich auf eine harte Probe. So kurz vor Schluss abbrechen, wollte ich dann aber auch nicht und so quälte ich mich durch die letzten Seiten. Warum man auf Biegen und Brechen 600 Seiten schreiben musste, wenn es doch auch 400 getan hätten, bleibt mir wohl ein Rätsel. Mein Fazit Erst spannend und dann einfach nur noch langweilig und zäh. Schade.

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Ein kleines Dorf in England ist die Heimat von Elaine Dawson. Die nicht mehr ganz junge Frau hat ihr ganzes Leben dort verbracht und führt ein sehr einsames Leben. Als sie zur Hochzeit von Rosanna Hamilton in Gibraltar, einer ehemaligen Klassenkameradin, eingeladen wird, will sie dort unbedingt hin und mal etwas anderes als das dörfliche Leben erfahren. Leider kommt sie nur bis zum Flughafen, denn ihr Flug von Heathrow wird wegen Nebels strichen. Aus der Traum - oder auch nicht, denn am Flughafen hat sie einen Mann getroffen, der ihr anbietet, die Nacht in seiner Wohnung zu verbringen und einen Flug am nächsten Morgen zu nehmen - danach wurde Elaine Dawson nie wieder gesehen. Fünf Jahre später erhält Rosanna von ihrem ehemaligen Chef den Auftrag, eine Artikelserie über Vermisstenfälle zu schreiben. Seit ihrer Hochzeit lebt sie mit Mann und Stiefsohn auf Gibraltar und übt ihren Beruf nicht mehr auf, doch es läuft derzeit nicht allzu gut in der Ehe und von daher nutzt sie die Chance, endlich wieder das zu tun, was sie immer sehr gern getan hat und auch, um sich über die Zukunft ihrer Ehe klar zu werden. Einer der Vermisstenfälle ist ausgerechnet Elaine Dawson, die ehemalige Klassenkameradin, die auf der Reise zu ihrer Hochzeit verschwunden ist. Sie reist nach London, denn genau hier verschwand Elaine vor fünf Jahren. Zum Teil treiben sie Schuldgefühle an, denn wenn sie Elaine nicht zu ihrer Hochzeit eingeladen hätte, wäre sie nicht verschwunden, auch, wenn beide nie wirklich enge Freundinnen waren. Schnell kann sie den Mann ausfindig machen, der Elaine seinerzeit sein Gästezimmer anbot. Erst nach einiger Bedenkzeit erklärt sich Rechtsanwalt Marc Reeve bereit mit Rosanna zu sprechen, denn diese verhängnisvolle Nacht kostet ihn seinerzeit fast alles - immerhin war er plötzlich Hauptverdächtiger in einem Vermisstenfall. Rosanna ist, auch wenn sie es anfänglich nicht glauben will, sehr angetan von Elaines Retter in der Not und entwickelt sehr schnell Gefühle für ihn. Sie will auf jeden Fall klären, was damals passiert ist, denn nur so kann Marc definitiv von allen Vorwürfen freigesprochen werden. Tatsächlich scheint es so, dass Elaine damals verschwand - doch ist sie wirklich tot? Ihre Spur führt sie in ein kleines Dorf, in dem Elaine leben soll ... Vermisst oder tot? Der Plot des Buches wurde detailliert erarbeitet. Leider kam es hier zu deutlichen Längen dank vieler unnötiger Passagen, sodass ich das Buch zwischendrin immer mal wieder weglegen musste. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Ich bin mir allerdings nicht sicher, was genau ich von Protagonistin Rosanna halten soll, denn ihre Motive, diesen Vermisstenfall aufzuklären, sind nach ihrem Zusammentreffen mit Marc nicht unbedingt nur rein beruflicher Natur. Die Figur des Marc hingegen fand ich sehr gut erarbeitet, diesem Mann wäre ich mit unter auch verfallen, denn er ist charmant, sieht gut aus und besitzt ein souveränes Auftreten, dass die Menschen für ihn einnimmt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf die oben erwähnten Längen, angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass dies zwar nicht das beste Buch der Autorin ist, ich jedoch nicht davor zurückschrecken werde, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

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Gerüchten zufolge entstammt der Eifer der Briten beim Kolonisieren dem Bedürfnis, der regnerischen Tristesse ihrer Heimat zu entfliehen. Im Falle von Charlotte Link zieht diese Sehnsucht in die entgegengesetzte Richtung, sie fühlt sich von den britischen Inseln regelrecht angezogen. Gerade in Verbindung mit ihrem Namen, der genauso gut dem angelsächsischen Raum entstammen könnte, verleitet diese dieses Fernweh schlecht vorbereitete Journalisten immer wieder dazu, ein Interview auf Englisch zu führen. Inhaltlich folgt "Die letzte Spur" exakt diesem Gedanken: Vordringlich für eine Reportage verläßt die Hauptfigur Elaine Dawson ihre Wahlheimat Gibraltar in Richtung des klimatisch weit weniger begünstigten Ärmelkanals. Tatsächlich gründen sich ihre Motive jedoch vielmehr auf alte Backsteinhäuser, die oft überstrapazierte Etikette und regnerische Nachmittage an einem ausladenden Kamin als ihre Arbeit. So gelangt Elaine bei einem Spaziergang durch das herbstliche London mit all den Parks und verstopften Straßen zur Erkenntnis: "Es ist meine Stadt, mein Leben." Die Geschichte selbst wirkt für das Genre relativ unspektakulär. Der zugrundeliegende Sachverhalt, das spurlose Verschwinden einer jungen Frau, liegt von der erzählten Gegenwart aus fünf Jahre in der Vergangenheit, akuter Zeitdruck besteht somit nicht. Auch die Polizei hat die Suche bereits eingestellt, der übliche Blick in die Schaltzentrale, wo alle essentiellen Informationen zueinander finden, bringt also für den Leser nur geringen Erkenntnisgewinn. Dennoch versteht es die Autorin im Spiel mit der Ungewißheit immer wieder Momente zu schaffen, in denen jeder Ausgang der Geschichte möglich scheint. Der Finger erstarrt über der Stop-Taste des Hörbuchplayers, zu verlockend ist das Versprechen auf Auflösung im nächsten Kapitel. Oder im übernächsten. Wurde Elaine Dawson Opfer eines Verbrechens, oder hat sie einen bewußten Schnitt in ihrem für sie trostlosen Leben vollzogen? Ähnlich ambivalent scheinen auch die überaus lebendig gestalteten Nebenfiguren mit ihren ganz eigenen Anliegen und parallelen Handlungssträngen. Zwar könnte jede von ihnen - etwa für eine gekürzte Hörbuchfassung - ausgespart bleiben, ohne den Kontext zu beeinträchtigen, jedoch sind sie gerade so stark mit dem Schicksal der Hauptfigur verbunden, daß durch sie ein erfrischender Gewinn an Lebendigkeit erreicht wird. Die Konzentration auf scheinbar Nebensächliches mag zwar stellenweise die Handlung strecken, sorgt aber auch für spannende Cliffhangermomente. Möglicherweise erweist sich diese Stärke noch in einer anderen Form als Schwäche: Nach einem aufregenden Showdown nach etwa zwei Dritteln verliert der Roman an Kraft, die eigentliche Auflösung verkommt zur Pflichterfüllung und wird durch eine nicht mehr notwendige Wendung nur mehr hinausgezögert. Als Charlotte Links Hörbuchstimme schlechthin gilt die deutsche Schauspielerin Gudrun Landgrebe. Mit Britta Steffenhagen erleben wir nun eine andere Generation am Mikrophon. Während erstere klingt, als trüge sie alle mütterliche Last der Welt auf ihren müden Schultern, entspricht letztere eher einem Teenager, der seine Grenzen noch auszuloten hat. Die Frage, welcher Typ nun für die Geschichte einer Frau in ihren Zwanzigern auf der Suche nach einer verschollenen Freundin besser geeignet wäre, wird wohl mangels Vergleichbarkeit eine akademische bleiben. Die aktuelle Sprecherin zeichnet sich durch eine junge, relativ hohe Stimme aus. Diese prädestiniert sie für charakteristische Figuren, etwa für eine einzelne Rolle in "Girl on a train", als Instanz des neutralen Erzählers kostet diese Jugendlichkeit oft an Authentizität. Insbesondere männliche Figuren gehobenen Alters werden nicht optimal getroffen, hier wird die Stimme oft unglaubwürdig kratzig. In derartigen Momenten würde man sich oft einen Mittelweg zwischen Landgrebe und Steffenhagen wünschen. Persönliches Fazit Einmal mehr erklärt die deutsche Autorin ihre Liebe zu den britischen Inseln in Form eines zwar nicht hochspannenden, aber wohlkonstruierten, stimmungsvollen Romans über zwei miteinander verknüpfte Frauenschicksale.

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Ein echt gutes Buch, aber für mich etwas sehr langatmig. Trotzdem sehr spannend und fesselnd. Die Handlung ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt und ich war sehr gespannt, wie sich die Stränge zusammenführen. Das ist sehr gut umgesetzt und gut gelungen. Die Handlung scheint an sich auch sehr gut durchdacht. Sprachlich gibt es für mich nicht viel zu meckern. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, auch wenn sich alles ein wenig in die Länge zog. An manchen Stellen waren die Sprünge zwischen den Handlungssträngen etwas ungünstig gewählt, sodass ein wenig der Spannung wieder verloren ging. Mit den Charakteren hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten. Sie sind sehr individuell gewesen und auch etwas schwierig. Mit der Zeit habe ich mich an die Personen gewöhnt. An sich waren diese gut durchdacht und charakterisiert, aber die Persönlichkeit kam bei mir erst etwas später an. Zusammengefasst kann ich sagen, dass das Buch gut war, aber einige Schwächen hatte. Vorher habe ich noch nie ein Buch von Charlotte Link gelesen und kann nciht bewerten, ob dieses Buch typisch für sie war. Es war etwas langatmig, aber trozudem sehr spannend, mit etwas anderen Protagonisten.

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