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Rezensionen zu
Die Sekte

Mo Hayder

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Die Gruppierung „Gemeinde für Psychogenes Heilen“ um den religiösen Anführer Malachi Dove lebt abgeschottet auf der schottischen Insel Cuagach Eilean, die auch Pig Island genannt wird. Besucher sind bei den rund 30 Mitgliedern unerwünscht und doch ist es dem Journalisten Joe Oakes gelungen, eine Einladung für ein Interview auf der Insel zu erhalten. Was die Gemeindemitglieder nicht wissen, Oakes kennt Dove und ist keineswegs gut auf den fanatischen Sektenführer zu sprechen. Satan soll auf Cuagach Eilean umgehen, immer wieder schwemmt das Meer Schweinekadaver an Land, die Einwohner an der schottischen Küste meiden Pig Island wie der Teufel das Weihwasser. Ein Video kursiert im Internet, dass eine Gestalt mit einem Schwanz zeigt, wodurch es Oakes auch einiges an Überredungskunst kostet, bis er endlich einen Dorfbewohner findet, der ihn nach Pig Island hinüberbringt. Der Empfang auf der Insel ist erstaunlich freundlich, doch Oakes merkt schnell, dass die Inselbewohner ihm etwas verschweigen, ein Teil der Insel ist tabu, hier soll der mittlerweile geistig verwirrte Sektenführer Malachi Dove leben und ein rätselhaftes Geschöpf, vor dem die Inselbewohner eine Heidenangst haben. Ignorant gegenüber den Warnungen begibt sich Oakes nachts selbst auf die andere Seite der Insel und tritt damit eine Katastrophe los. Unheimlich, gruselig und mysteriös beginnt die Geschichte um Pig Island. Schnell baut Mo Hayder eine beklemmende, düstere Stimmung auf und auch die Spannung lässt nicht lange auf sich warten. Die Story entwickelt sich äußerst rätselhaft, fesselnd und absolut unvorhersehbar. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Joe Oakes und später von seiner Frau Lexie. Während Oakes ein nüchterner, zynischer und bis dahin völlig angstfreier Mensch ist, der fast schon überheblich über die Ängste der Inselbewohner hinweggeht, ist seine Frau Lexie eine sehr egoistische Frau, die in erster Linie an sich selbst denkt und sich zudem wunderbar selbstbemitleiden kann. Ein äußerst unsympathischer Charakter. Während sich der erste Teil der Story stellenweise sehr brutal gestaltet und fast schon als Horrorthriller bezeichnet werden kann, ebbt die Spannung im Mittelteil etwas ab, bleibt aber jederzeit unterhaltsam und wendungsreich. Erst im letzten Drittel des Romans zieht Mo Hayder die Spannung wieder gekonnt an und bietet ihren Lesern eine Auflösung, die so verstörend wie raffiniert ist. Fazit: Ein beklemmender, überraschender und packend erzählter Roman.

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