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Rezension zu
Schattenliebe

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Ein würdiger Abschluss der Trilogie

Von: Kornelia Ohm / DeepGround Magazine
06.03.2015

Mit “Schattenliebe” präsentiert die amerikanische Autorin Meg Cabot das Finale ihrer “Abandon”-Trilogie, die mit “Jenseits” noch recht schwach begann, sich in “Underworld” jedoch zu steigern wusste. Liegt mit “Schattenliebe” nun ein würdiger Abschluss vor? Die Antwort darauf ist schnell gegeben: Das Finale hätte noch fulminanter ausfallen können, nichtsdestotrotz lohnt es sich, die Trilogie bis zum Schluss verfolgt zu haben. Meg Cabot bewegt sich mit ihren “Abandon”-Veröffentlichungen im Sektor der “fantastischen” Jugendbücher. Inspiriert von klassischen Mythen begleitet sie ihre Leser und Figuren in die Unterwelt. Das Hauptthema, nämlich der Kampf Gut gegen Böse, zieht sich konsequent durch alle drei Bände, wird jedoch mal mehr und mal weniger um weitere Elemente wie beispielsweise den Romance-Faktor ergänzt. Und so sieht sich auch im letzten Teil “Schattenliebe” die Protagonistin Pierce an der Seite des Herrschers über Leben und Tod, John Hayden, um gemeinsam mit ihm den Kampf gegen die Furien der Unterwelt anzutreten. Meg Cabot verbindet dabei die mythologisch beeinflusste fiktive Welt mit einer hier gezeichneten Realität derart, dass diese Mischung sehr glaubwürdig wirkt. Die Grenze zwischen Fiktion und Mythos verschwimmt, obwohl man sich ihrer stets bewusst ist. Dazu trägt das schriftstellerische Talent Cabots bei, die durch stimmungsvolle Detailangaben und atmosphärische Ausschmückungen den passenden Ton für ihre Handlung trifft. Das merkt auch der Leser, der sich auf positive Weise von der “Abandon”-Welt einlullen lässt. Ganz subtil zeigt Cabot darüber hinaus eine von vielen Vorstellungen für ein Leben nach dem Tod auf. Dass hier das Thema Tod Einzug in ein Jugendbuch hält, mag eventuell auf den ersten Blick fraglich erscheinen, die Autorin geht damit aber äußerst sensibel und Hoffnung stiftend um, dass hier keine Gefahr oder Last für die jüngeren Leser be- bzw. entsteht. Diesbezüglich ist es vielleicht sogar gut, dass es Cabots Figuren an Tiefe fehlt. So kann man ansatzweise zwar Identifikationsmöglichkeiten erkennen, diese fördern auch das Mitfiebern mit den Figuren, sie bleiben aber insgesamt so blass, dass man sich auch hier stets der Fiktion bewusst ist. Obwohl immer eine gewisse Distanz zwischen Leser und Charaktere bestehen bleibt, ist die Figurenausarbeitung nicht schlecht. Alle auftretenden Figuren unterscheiden sich voneinander, selbst Nebenrollen besitzen das Potenzial, mit ihnen zu sympathisieren. Damit bleibt die Trilogie auf Dauer interessant. Negativ fällt jedoch der Handlungsverlauf in “Schattenliebe” auf. Bis zum “Happy End” füllt Meg Cabot ihre Seiten mit sich wiederholenden Vorfällen, die man so oder ähnlich bereits in den Bänden zuvor hat lesen können. Viel Neues wird somit nicht geboten. Spannungsmomente sind durch vereinzelte überraschende Wendungen dennoch gegeben. Mehr Komplexität wäre allerdings wünschenswert gewesen. Wer die Abenteuer von Pierce Oliviera von Anfang an verfolgt hat, der wird mit “Schattenliebe” einen zufriedenstellenden Abschluss erhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Untypisch für eine Trilogie ist es der mittlere Band, der ein Highlight innerhalb der drei Teile darstellt. Mit diesem kommt “Schattenliebe” nicht ganz mit, punktet dafür aber mit einem Ende, das den Romantikanteil des Buches hervorhebt und die Leser wohlig seufzend das Buch schließen lässt.

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