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Rezension zu
Die 100 - Rebellion

Unterirdisch schlecht!

Von: Philip @ Book Walk
25.09.2017

Das kam überraschend. Eigentlich war die Romanreihe Die 100 von Kass Morgan, welche in Deutschland im Verlag Heyne fliegt veröffentlicht wird, nach dem dritten Band Heimkehr beendet. Die 100 sind mehr oder weniger heile und vollzählig auf der Erde angekommen und haben sich den zahlreichen Gefahren wiedersetzt und zusammen mit den restlichen Überlebenden der Kolonie im All wurde nach vielen Auseinandersetzungen eine neue Gesellschaft auf der Erde etabliert und das mit einigen der Erdgeborenen. Friede Freude Eierkuchen und Ende. Sollte man zumindest meinen. Ich bin selbst ein großer Fan der TV Serie, die auf der gleichnamigen Romanreihe der Autorin Kass Morgan basiert, obwohl Buch und TV Serie bis auf ein paar Namen und die ganz ganz grob gefasste Handlungn un wirklich nichts gemeinsam haben. Nichtsdestotrotz habe ich auch die bisher veröffentlichten Bücher der Autorin gerne gelesen, obwohl eine klare Abwärtstendenz hin zum dritten Roman zu erkennen gewesen ist. Die Reihe hatte damals schon den Eindruck gemacht, dass die Autorin nicht mehr genau weiß, wohin die Reise gehen soll und nur irgendwie versucht hat, ein halbwegs rundes Ende hinzubekommen. Das ist ihr letztlich auch einigermaßen gelungen. Nun kommt aber ein vierter Roman überraschend daher und ich kann einfach nicht verstehen, was das überhaupt soll. Die Reihe war abgeschlossen aber vermutlich war der finanzielle Erfolg, welcher vermutlich durch die TV Serie zustande gekommen ist, zu groß und zu verlockend für die Autorin. Ich weiß es nicht, ich spekuliere hier lediglich. Aber ich hätte es definitiv besser gefunden, wenn es Kass Morgan bei lediglich drei Romanen belassen hätte, auch wenn ich mich sehr auf neues Material rund um Clarke, Bellamy und Co. gefreut habe. Leider ist dieser vierte Band aber alles andere als gut, sondern vielmehr einfach eine absolute Katastrophe und eine riesige Enttäuschung. Eigentlich ist nach den turbulenten der vorangegangenen Romane endlich Ruhe auf der Erde eingekehrt und das große Blutvergießen und die Konflikte sind zu einem versönlichen Ende gekommen. Die neu gegründete Gesellschaft findet allmählich einen geregelten Ablauf und eine fixe Struktur, die eine neue Besiedelung der Erde ermöglichen kann. Doch wie aus heiterem Himmel taucht eine neue Splittergruppe der Erdgeborenen auf, überfällt das Camp und entführt zahlreiche der Campbewohner. Natürlich bleiben die schlagkräftigsten Protagonisten, u.a. Clarke und Bellamy zurück, welche kurzerhand die Entscheidung fällen, sich an die Verfolgung der Entführer zu machen und die entführten Mitmenschen zu befreien. Die Entführer entpuppen sich letztendlich als eine Art Sekte, die die Erde über alles verehren, aber zu sehr brutalen und rücksichtslosen Mitteln greifen, was u.a. durch die Entführung verdeutlicht worden ist. Nichtsdestotrotz scheint die Gehirnwäsche der Sekte gut zu funktionieren, da bereits nach wenigen Stunden die ersten Entführten an die Ansichten der Entführer glauben. HALLO? Geht es noch? Das ganze Buch spielt in einem Zeitraum von knapp 7 Tagen, davon sind 6 Tage An- und Abreise zum Mittelpunkt des Geschehens und an einem einzigen Tag kann man sich komplett von seinen Kerkermeistern einlullen lassen und fängt an, die auf einmal gut zu finden? Ist natürlich voll authentisch. Dazu kommt noch, dass die Charaktere, speziell Bellamy, mir einfach nur dermaßen auf die Nerven gegangen sind. Er wurde zu einem der Anführer der neu gewählten Gesellschaft gewählt, verhält sich aber immer noch bockig wie ein kleiner Junge. Es gibt überhaupt keine Weiterentwicklungen. Alles bleibt auf der Stelle. Und genau das passiert auch mit der eigentlichen Handlung. Sie tritt auf der Stelle. Zugegeben, es gibt ein paar Szenen, die durchaus mit einiger Action überzeugen können, allerdings ist der komplette Plot überflüssig. Ob dieses Abenteuer jetzt passiert oder nicht, die Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Fortbestand der Menschheit bleiben völlig unbeeindruckt. Ein paar unwichtige Charaktere sterben, ein paar neue kommen hinzu. Alles in allem ein Nullsummenspiel ohne Sinn und Verstand. Eine absolut dämlich konstruierte Geschichte, die niemandem etwas nützt, außer vielleicht der Kasse der Verlage und der Autorin. Ich habe selten eine so überflüssige Geschichte gelesen, die zudem auch keinerlei moralische Botschaft vermittelt. Einfach nur knapp 300 Seiten Schmarrn. Lasst die Finger davon, auch wenn ihr, so wie ich, ein Fan der Reihe Die 100 seid. Es lohnt sich nicht! Fazit zu Die 100 - Rebellion von Kass Morgan Die 100 - Rebellion von Kass Morgen ist nur eins und das ist unglaublich miserabel. Eine plumpe Geschichte, platte Charaktere ohne Weiterentwicklung und nahezu keine Spannung. Hier fehlt es einfach an allem. Ein absoluter Reinfall und eine Schande, dass das von der gleichen Autorin stammt wie die ersten drei Bände. Unterirdisch!

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