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Rezension zu
Black Rabbit Hall - Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert.

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen!

Von: BuchBria
17.09.2017

"Nichts verändert sich groß. Die Zeit ist wie Sirup. Ein Familienscherz besagt, dass eine Black-Rabbit-Stunde doppelt so lange dauert wie eine in London, aber man nur ein Viertel der Dinge erledigt bekommt." (Zitat S. 31) Ich habe mich unheimlich schwer getan mit dieser Geschichte und wollte sie ursprünglich in einer Leserunde lesen, aber das Lesetempo der Anderen konnte ich irgendwann nicht mehr mithalten, sodass ich das Buch erst mal zuklappte und für lange Zeit zur Seite legte. Vielleicht lag es an den vielen verschiedenen Charakteren gleich zu Beginn oder aber auch an den verschiedenen Zeitebenen, bei denen mir einfach ein Zusammenhang nicht ersichtlich war, aber ich kam überhaupt nicht rein in die Geschichte. Während meines Urlaubs habe ich dann einen weiteren Versuch unternommen weiterzulesen, und habe das Buch schließlich mit mehreren kurzen Lesepausen beendet. Nach der Hälfte etwa, konnte ich dann den Zusammenhang zwischen Lorna und der Familie vage erahnen und wollte dann natürlich auch die ganze Geschichte erfahren. Die alte mürrische Dame des Hauses faszinierte mich irgendwie, und als sie schließlich begann ein wenig mehr über das Anwesen zu erzählen, wusste ich nicht so recht, ob ich sie bemitleiden oder verfluchen sollte, denn Lorna begann gleichzeitig eigene Erkundigungen anzustellen und erfuhr so auch mehr über die Familie, die einst ihre Ferien auf dem Anwesen verbrachte. Neben Lorna und der alten Dame beinhaltet das Buch zahlreiche weitere Charaktere, mit denen ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Die Kinder wirkten allesamt schrecklich verstört und taten mir leid, der Vater war ständig auf Reisen und auch die Beziehung zwischen Lorna und ihrem Verlobten fand ich merkwürdig. Auf mich wirkten die Familienverhältnisse zu kühl, zu reserviert und es fehlte einfach ein bisschen das Warmherzige. Kurzum das, was mich persönlich bei solchen Büchern am meisten begeistern kann. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und als leichte Sommerlektüre ist diese Geschichte wohl eher nicht geeignet. Ich mochte zwar die Beschreibungen des alten Hauses und der Umgebung, aber stellenweise war mir das dann auch wieder zu langatmig und die Perspektiv- und Zeitwechsel fand ich bei diesem Roman eher störend als hilfreich. So richtig fesseln konnte mich eher die Teile mit Amber und diese mochte ich dann auch wesentlich lieber. Mein Fazit: Mich konnte dieses Buch leider nicht ganz überzeugen. Ein teilweise emotionales Buch, welches mir aber oftmals etwas zu überspitzt und trostlos war. Alles in allem aber ein ganz netter Roman, bei dem jedoch die ganz großen Gefühle ausblieben. Kann man lesen, muss man aber nicht.