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Rezension zu
Herz verspielt

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Cowboy trifft auf Zuckerschnecke

Von: MissSnorkfräulein
13.08.2014

Durch einen blöden Streich wird Derek der Regents Preparatory Academy verwiesen. Weil sein Vater bei der Marine im Einsatz ist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit seiner Stiefmutter zu deren Verwandten nach Illinois zu ziehen. Ashtyn lebt hier alleine mit ihrem Vater und ist ganz frisch zum Captain der Fremont Football - Mannschaft gewählt worden, als plötzlich ihre Schwester samt ihrem eigenen Kind und Derek vor der Tür steht. Von nun an muss sie mit dem attraktiven Bad Boy Wand an Wand wohnen und mit ihm die Küche und das Bad teilen... Natürlich fliegen schon bald die Fetzen, aber womit Ashtyn und Derek nicht gerechnet hätten: Sie fühlen sich gefährlich und unwiderstehlich voneinander angezogen… „Herz verspielt“ von Simone Elkeles ist eine schöne Liebesgeschichte für zwischendurch, denn was hier auf jeden Fall NICHT aufkommt ist Langeweile:-) Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten, so dass die knapp 400 Seiten nur so verfliegen. Es wird ausreichend Spannung aufgebaut, wobei es auch an Cliffhanger nicht mangelt und damit ist „Herz verspielt“ ein sehr guter Page - Turner! Wir bekommen die Geschichte von Ashtyn und Derek jeweils abwechselnd aus beider Perspektiven gezeigt. Das Handeln und die Reaktionen der beiden kann hierdurch nachvollzogen werden. Die beiden Protagonisten erscheinen einem durchaus sympathisch, wenn sie an manchen Stellen auch zu verbissen und insbesondere zum Ende des Buches auf den Leser ziemlich anstrengend wirken. Beide legen sie sich unnötigerweise Steine in den Weg und „Herz verspielt“ wird unnötig in die Länge gezogen [einige Seiten weniger hätten dem Buch übrigens nicht geschadet!]. Natürlich fühlen sie sich von der ersten Sekunde an zueinander hingezogen, haben aber mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, wodurch eine Beziehung zwischen Derek und Ashtyn unmöglich erscheint. Ashtyn, die ihr ganzes Leben verlassen wurde, von ihrer Mutter, ihrer Schwester und von ihrem Freund, will jemanden an ihrer Seite, der für sie da ist, sie beschützt und sie nicht im Stich lässt, wie zuvor alle anderen. Derek ist jedoch alles andere, als eine stabiler Anker! Worum geht es jedoch im Kern? Ausgelöst dadurch, dass Ashtyn zum Captain ihrer Football Mannschaft gewählt wurde (sie ist übrigens das einzige Mädchen!) und nicht, wie eigentlich erwartet, ihr Freund Landon, ergreift dieser daraufhin die Flucht und spielt von nun an für den Erzrivalen als Quaterbeck. Die Mannschaft steht nun ohne den besten Mann da und die Meisterschaft muss gewonnen werden, damit Ashtyn ein Sportstipendium erlangt. Eine letzte Chance hierfür bietet die Teilnahme an einem Trainingscamp... Derek hingegen trauert um seine verstorbene Mutter und selbst einmal ein sehr guter Footballspieler gewesen trifft er auf Ashtyn, für die Football alles bedeutet. Er selbst hat dem Football den Rücken gekehrt, wovon Ashtyn jedoch nichts ahnt. Als er einen Brief von seiner Großmutter erhält, wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert... Anders als wie der Klappentext verspricht geht es nicht nur darum, dass Ashtyn Derek für das Team gewinnen will, sondern mehr um das Leben der beiden an sich. So weiß Ashtyn nicht von Anfang an, von Dereks Talent, sondern geht davon aus, dass dieser gar nichts mit Football am Hut hat. Derek, der sich auf den Weg zu seiner Großmutter macht bleibt nichts anderes übrig, als Ashtyn zu ihrem Trainingscamp mitzunehmen. Und so finden wir in „Herz verspielt“ sogar einen Road Trip, der für die beiden und ihre Gefühle nicht so einfach ist, als wie gedacht. Was mir gut gefallen hat, ist dass immer wieder etwas anderes passiert. Das Buch steht nicht nur auf der Stelle und verrennt sich, sondern zeichnet sich durch eine gute Storyline aus. Langeweile wird vermieden und man ist neugierig, was als nächstes passiert. Was mich jedoch zwischenzeitlich genervt hat, sind die Begriffe *Amazone*, *Zuckerschnecke* und *Cowboy*, die immer wieder auftauchen. Ist *Zuckerschnecke* noch süß, bringt *Amazone* einen schließlich dazu die Augen zu verdrehen. Ich war zeitweise ziemlich genervt:-( Das Ende kommt nicht überraschend, sondern wirkt nahezu perfekt zusammengebogen. Hinreißend romantisch, aber mit der Tendenz zum Kitsch! Simone Elkeles hat mich mit „Herz verspielt“ nicht vom Hocker gerissen, aber dennoch gut unterhalten. Ich gebe dem Buch 3 Sterne, weil mich die Story nicht sonderlich überrascht hat und ich es eigentlich schon mittlerweile Leid bin:-( Wer jedoch noch nicht viel solcher *Zuckerschnecken* - Bücher gelesen hat, dem kann ich es ans Herz legen, da es einen super unterhält, romantisch ist und Simone Elkeles mit Gefühl schreibt.