Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezension zu
Jane Austens Geheimnis

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Jane und ihre Geheimnisse

Von: Zeilenleben
16.04.2017

Sophie ist in einem großen Herrenhaus aufwachsen, welches eine beachtliche Büchersammlung beherbergt. Ihr Vater hegt leider keine besondere Liebe zu Büchern, dafür aber Sophies Onkel. Onkel und Nichte stehen sich sehr nahe und Sophie verliert den Boden unter den Füßen als dieser stirbt. Ihr Onkel durfte sich als Geburtstagsgeschenk jedes Jahr ein Buch aus der Bibliothek seines Bruders aussuchen. Als Sophie nun nach seinem Tod seine Wohnung betritt, stellt sie fest, dass die Bücher verschwunden sind. In ihr keimt bald der Gedanke, dass der Tod ihres Onkels keine natürliche Ursache hatte. Sophie tritt eine Stelle in einem Antiquariat an und es suchen plötzlich zwei Menschen das gleiche Buch. Dieses Buch ist zwar sehr selten, ansonsten scheint es eher unbedeutend zu sein. Sophie machte sich auf die Suche und kommt einen großen Geheimnis auf die Spur. Sophie war mir als Protagonistin sympathisch. Sie ist jung, hat ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden und liebt Bücher. Ihr Handeln in Bezug auf die Männer in dieser Geschichte, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen und die Liebesgeschichte(n) waren meiner Meinung nach unnötig. So sympathisch sie mir aufgrund ihrer Bücherliebe war, so nervig war Sophie in ihren Liebesdingen. Die Handlung in "Jane Austens Geheimnis" spielt auf zwei Zeitebenen und so haben wir noch eine weitere Protagonistin, nämlich Jane Austen! Charlie Lovett nimmt uns in diesem Handlungsstrang mit in die Vergangenheit und lässt den Leser bei der Entstehung ihrer Romane über ihre Schulter blicken. Dabei darf man nicht jedes Wort, dass dort steht für bare Münze nehmen, da der Autor z.B. Jane Austens väterlichen Freund "Richard Mansfield" frei erfunden hat. Mir persönlich haben dennoch die Kapitel, die sich um Jane Austens gedreht haben besser gefallen als diejenigen mit Sophie in der Gegenwart. Charlie Lovett hat es wirklich geschafft mich in der Zeit zurück reisen zu lassen. In diesen Kapiteln herrscht auch eine besondere Atmosphäre, ich hatte ein bisschen das Gefühl Geschichte zu atmen. In seinem Schreibstil drückt er sich sehr blumig aus und gerade dies passt besser zu der Sicht in der Vergangenheit. Wenn wir uns in der Gegenwart befinden wirkt sein Schreibstil eher aufgesetzt und ich konnte mich deshalb nicht so gut in die Geschichte hinein versetzen. Die Handlung an und für sich ist sehr kreativ und gut durchdacht und das Stilelement der zwei Zeitebenen ist sehr passend gewählt um diese Geschichte zu erzählen. Ich habe mich durch das Buch gut unterhalten gefühlt und mein Interesse an Jane Austen wurde geweckt. Das Ende des Buches hat mir nicht gefallen. Hier hat der Autor versucht noch mal einen großen Knall anzubringen und die Story mit Thriller Elementen gespickt. Ich hätte dies nicht gebraucht und dadurch verlor das Buch für mich auch deutlich an Glaubwürdigkeit. Fazit "Jane Austens Geheimnis" von Charlie Lovett ist ein schönes Buch zum schmachten. Gerade Menschen, die Bücher lieben werden viel von sich selbst in Sophie wiederfinden können. Mich hat der Schreibstil des Autors leider nicht immer ganz überzeugt und die Liebesgeschichte war eher nervig als romantisch. Auch das Ende war meiner Meinung schlecht gewählt. Mir hat allerdings die Geschichte rund um Jane Austen und ihr Leben sehr gut gefallen und ich würde jetzt gerne mehr über die erfahren. Da dieses Buch einige Stärken und Schwächen hatte bekommt es drei Sterne