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Rezension zu
Das Salz-Zucker-Fett-Komplott

Ein überaus notwendiges Werk!

Von: Detlev Meier aus Lohr am Main
13.04.2014

Sauer macht lustig und was der New Yorker Journalist Michael Moss in 15 Jahren erarbeitet hat, macht sauer, ist aber nicht lustig. Es ist interessant, zu erfahren, dass die Tabakkonzerne immer mehr große Lebensmittelproduzenten aufgekauft haben, um dadurch einen Riesen-Reibach zu machen, nachdem das Rauchen nicht mehr die Gewinne einbringt wie früher. Wenn man dann erfährt, dass das amerikanische Monell-Center, das mit staatlichen Mitteln die Essgewohnheiten und die Auslöser für das Essen verschiedener Lebensmittel erforscht, auch von den Konzernen unterstützt wird und dafür forscht, wie man noch viel fettere, süßere oder salzigere Sachen entwickelt, um sie unter die Leute zu bringen, was auf der einen Seite die Gesellschaft, besonders Kinder immer dicker werden läßt, was den Konzernen aber reichlich das Konto füllt. Das zu erfahren macht wütend. Zucker, Fett und Salz als Suchtmittel, kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, aber tatsächlich werden viele Produkte in der Herstellung damit so produziert, dass sie gekauft werden wie verrückt. Als Musterbeispiel wird hier der Oreo-Keks genannt, der in den neueren Arten immer süßer und fettreicher hergestellt wird und der die gleiche Werbestrategie hat wie hier in Deutschland. Es werden Namen genannt, nicht zu knapp und alleine in den Anmerkungen am Schluß des Buches erfährt man von vielem, wovon man am besten die Finger läßt. Und allein das Wissen über diese Sachen macht das Buch zu einem überaus notwendigen Werk.