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Rezension zu
Für Akkie!

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Für Akkie!

Von: Vivien Illigens
02.03.2014

Meine Meinung: Der Autor verarbeitet mit diesem eigene Erfahrungen, die er als Lehrer an einer niederländischen Schule selbst gemacht hat und setzt gleichzeitig Anke, einem an Leukämie verstorbenen Mädchen, ein Denkmal. Anders als ähnliche Bücher zum Thema Leukämie wird hier der Fokus auf Kinder gesetzt, die erst nach und nach begreifen können, was diese Krankheit und das Sterben bedeuten; die gleichzeitig versuchen, an der Normalität festzuhalten und an ein gutes Ende glauben. Die Geschichte hat keine einheitliche Perspektive; mal ist man mit Akkie im Krankenhaus, mal mit ihrer besten Freundin Elise unterwegs und mal im Kopf von Akkies Lehrerin Ina. Letztere nimmt, wie durch die Geschichte des Autors zu erwarten, eine große Rolle in dem Buch ein. Sie ist es, die ihren Schülern die Nachrichten von Akkies Eltern überbringen muss und es ist nicht leicht, den Kindern klar zu machen, was die Krankheit bedeutet. Dabei ist Ina selbst sehr mitfühlend und hat eigene Erfahrungen gemacht, denn ihr Mann ist an Krebs gestorben. Elise hat von Anfang an ein sehr schlechtes Gefühl, wie einige andere in der Klasse auch, aber mit kindlichem Einfallsvermögen versuchen alle, etwas Gutes für Akkie zu tun. Dabei entstehen ganz witzige Situationen, wobei man immer merkt, dass sie sich auch etwas verloren fühlen, bzw. nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Akkie selbst ist zwar stark, aber scheint die Wirklichkeit zu verdrängen. Sie ist überzeugt, dass es ihr schnell wieder besser gehen wird und dass sie am Fußballturnier teilnehmen kann. Ihre schlimmen Erlebnisse verarbeitet sie unter anderem auf humorvolle Art in einem langen Brief an ihre Klassenkameraden. Das Buch ist nicht besonders dick, denn die Geschichte zieht sich nur über wenige Monate oder Wochen hin. Dabei wird auf tiefsinnige Gedanken über das Leben und das Sterben verzichtet, welche oft Teil solcher Bücher sind. Aber darum geht es hier auch nicht, schließlich sind die Figuren fast alle noch unerfahrene Kinder, die so etwas gar nicht erleben sollten. Es geht vielmehr darum, dass sich aus der anfangs zerstrittenen Klasse mit all den unterschiedlichen Charakteren eine Gemeinschaft wird, weil sie für eine gemeinsame Sache kämpfen. An solch einem Punkt spielen Eifersucht, Neid, Naivität, Unbeholfenheit und auch das Geschlecht keine Rolle mehr. Sprachlich ist es sicher für Kinder geeignet, denn der Autor versucht nicht, tiefgründig zu sein und weit hinab in die Gedanken seiner Figuren zu tauchen. Bei den vielen Perspektiven ist das auch kaum möglich. Trotzdem wirken sie lebendig, sympathisch und durch kleine Macken alles andere als blass. So wird aus einer Geschichte über Leukämie ein leichtes Buch, das schnell gelesen werden will. Und wie das bei solchen Geschichten ist, muss man als Leser doch tief berührt sein.

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