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Rezension zu
Violet - So hot

Ein gelungener Auftakt mit ein paar kleinen Schwächen

Von: It's the love story of a girl and a book
24.09.2016

Die Geschichte Das Buch durfte direkt in mein Regal einziehen, als es erschienen ist und ich konnte gar nicht abwarten es zu lesen, aber wie es immer so ist, kommen immer andere Bücher dazwischen, die unbedingt gelesen werden müssen. Deswegen musste das Buch noch einige Monate in meinem Regal versauern. Ich persönlich habe noch kein Buch von Monica Murphy gelesen, hatte aber trotzdem hohe Ansprüche, da so viele Blogger ihre Bücher wirklich sehr loben. Anfangs hatte ich so meine Probleme in die Geschichte hineinzufinden, da ich warum auch immer nicht unbedingt einen richtigen Zugang zu den Charakteren gefunden habe und ich die Grundidee der Geschichte schon irgendwie gewöhnungsbedürftig fand. Ich glaube sehr gerne an das Gute im Menschen und ich kam wirklich nicht gut damit zurecht, dass hier so viele schlechte Menschen auf einem Haufen sind. Aber im Laufe der Geschichte habe ich immer mehr eine Verbindung zu den Charakteren aufgebaut und wurde immer mehr in die Geschichte hineingezogen. Der Leser wird von der Geschichte gefesselt, sehr gut unterhalten und emotional mitgerissen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin auf noch mehr Tiefgang abgezielt hätte, denn die Geschichte besitzt so viel emotionales Potenzial, das leider bis zuletzt unausgeschöpft blieb. Gerade Violets schreckliche Vergangenheit, die sie vor allen zu vertuschen versucht, bietet die ganz großen Gefühle, die den Leser zu Tränen rühren könnten, aber dieses Thema wird nicht genau genug behandelt. Außerdem hatte ich gerade zum Ende hin das Gefühl, dass die Autorin das Buch so schnell wie möglich beenden will und dabei bleibt leider einiges auf der Strecke. Das Ende ist für mich persönlich einfach zu unkompliziert, denn wenn man sich überlegt wie verstrickt die ganze Geschichte zwischen Violet und Ryder ist, kann es nicht sein, dass innerhalb weniger Seite alles rosarot ist. Die Charaktere Violet ist mir vom ersten Moment ans Herz gewachsen. Sie ist sehr einfühlsam und auch sensibel, aber gerade das macht sie als Menschen aus. Sie ist eher schüchtern und zurückhaltend und versucht immer so perfekt wie nur möglich zu sein, damit niemand merkt, dass ihre perfekte Fassade Risse aufweist. Sie hat etwas ganz schreckliches erleben müssen und da sie ein Mensch der Öffentlichkeit ist, wird alles daran gesetzt dieses zu vertuschen. Zu ihrer perfekten Welt gehört nun mal ihr ach so perfekter Zachary. Jedenfalls redet sie sich ein, dass er der Mr. Right für sie ist, obwohl er sie das ein oder andere Mal betrügt. Doch im Laufe der Geschichte mach Violet eine bemerkenswerte Entwicklung durch, die ich so nicht für möglich gehalten hätte. Dennoch hat die Autorin es geschafft diese Entwicklung sehr authentisch wirken zu lassen. Violet ist eine sehr liebenswerte junge Frau, die sich trotz eines schweren Schicksalsschlags nicht unterkriegen lässt und sich im Laufe zu einer noch viel stärkeren und mutigeren Frau entwickelt. Man muss sie als Leser einfach mögen, weil sie so authentisch wie sympathisch ist. Ryder ist ein sehr undurchsichtiger Charakter, der sehr viel vor seinen Mitmenschen verbirgt, weil auch er eine sehr schwere Vergangenheit hat. Er ist vor allem auf Macht aus, um allen zu zeigen, was ein Junge mit seiner Vergangenheit alles erreichen kann und vor allem um sich das selbst zu beweisen. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, andere zu Fall zu bringen, um selbst an die Spitze von Fleur Cosmetics zu kommen. Ich brauchte erstmal meine Zeit, um mit Ryder wirklich warm zu werden, weil ich ihn doch als sehr schlechten Menschen am Anfang empfunden habe, der für mein Geschmack viel zu skrupellos ist. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich dann allerdings ganz klar raus, dass er ein großes Herz hat, auch wenn er immer versucht dieses so gut wie möglich zu verstecken und, dass eigentlich Pilar die wahre Böse ist. Das Einzige, was mich wirklich an Ryder gestört hat, ist seine schon auf gewisse Art und Weise krankhafte Beziehung zu Pilar, denn sie ist einer der schrecklichsten und manipulativsten Buchcharaktere, die ich jemals kennengelernt habe. Der Schreibstil Die Geschichte wird aus der personalen Ich-Perspektive von Violet und Ryder erzählt. Die beiden wechseln sich meistens kapitelweise ab, aber Violet hat einen viel größeren Erzählteil als Ryder. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und der Leser wird von der ersten Seite an gefesselt und in die Geschichte hineingezogen. Natürlich ist der Schreibstil nicht unbedingt anspruchsvoll. Eher im Gegenteil, denn Monica Murphy lässt ihre Charaktere erzählen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und dabei fallen schon mal einige Schimpfwörter. Aber gerade das macht den Schreibstil so persönlich und authentisch, denn ich konnte mir wirklich vorstellen, dass Violet und Ryder ihre Geschichte auf diese Art und Weise erzählen würden. Wer gerne New Adult Bücher liest, die so seichte erotische Szenen haben, ist hier definitiv an der falschen Stelle, denn in diesem Buch geht es ziemlich heiß her und dabei nimmt die Autorin auch kein Blatt vor den Mund. Die Gestaltung Das Cover ist ganz nett anzusehen, aber überhaupt nichts besonderes. Ich habe schon mehrere Erotikromane gesehen, die ein ähnliches Cover haben. Ich bin einfach kein Fan von diesen Covern für erotische Romane, die nicht speziell für die Geschichte gestaltet wurden bzw. die den Eindruck vermitteln, dass sie auch zu hundert anderen Geschichten passen würden. Die Wahl des Titels gefällt mir leider überhaupt nicht, weil sich "Sisters in Love- So Hot" einfach nach einem schlechten Lesbenporno mit Stiefschwestern in der Hauptrolle anhört. Außerdem finde ich, dass das "So Hot" zu viel des Guten ist. Es hätte vollkommen gereicht, wenn man "Sisters in Love- Violet" als Titel genommen hätte. Mein Fazit "Sisters in Love- So Hot Violet" von Monica Murphy ist ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr aus der Feder der Autorin macht. Der Leser wird sehr gut unterhalten, gefesselt und auch berührt. Dennoch bin ich persönlich der Meinung, dass die Geschichte noch viel mehr emotionales Potenzial geboten hätte, das den Leser wirklich zu Tränen gerührt hätte.

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