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Rezension zu
Sonntags im Maskierten Waschbär

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Kurzweilig, humorvoll, skurril

Von: Jashrin
22.03.2016

Nachdem sie in New Orleans gelandet sind, verbringen Siebeneisen, Wipperfürth und Schatten ihre Sonntage meist im Maskierten Waschbär, einer seltsamen und doch einladenden Mischung aus Waschsalon und Bar. Als Frampton, der Besitzer, eines nachmittags Kisten vom Speicher schleppt, drückt er Siebeneisen alte Kladden in die Hand, die sich dazwischen verborgen hatten. Es scheint das Tagebuch eines gewissen Alois Moosbichlers zu sein, verfasst unter dem Titel „Aufzeichnungen eines bayrischen Cowboys“. Siebeneisens Interesse ist geweckt, vor allem als er sich genauer mit dem Inhalt beschäftigt. Dieser Moosbichler kannte scheinbar das Versteck einer sagenumwobenen Inkamumie. Das klingt doch genau nach einem Fall für die NIU, der Agentur „Nichts ist unmöglich“, welche Siebeneisen und seine Freunde seit einigen Jahren betreiben und die auf das Auffinden unauffindbarer Dinge spezialisiert ist… „Sonntags im maskierten Waschbär“ ist bereits der dritte Roman um Siebeneisen, Wipperfürth und Schatten. Doch auch wenn ich die anderen Teile nicht kenne, hatte ich nicht den Eindruck, dass man sie braucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Stefan Nink nimmt den Leser gemeinsam mit Siebeneinsen und seinen Freunden mit auf eine lustige und skurrile Suche. Die einzelnen Stationen ihrer Reise werden sehr detailliert beschrieben, so dass ich immer direkt ein Bild vor Augen hatte. Die Charaktere sind ebenso ungewöhnlich wie die Geschichte an sich. Schillernd, kurios, merkwürdig und eigenartig. Oder - in Banditos Fall – einfach süß. Ihre Eigenheiten treiben die Geschichte voran und bringen immer neue Wendungen. Neben der Geschichte um Siebeneisen lernt der Leser gleich zu Beginn in New York noch Zach kennen, der für einen Mafiosi arbeitet. Anfangs habe ich noch nach einem Zusammenhang gesucht, doch schnell überschneiden sich die Handlungsstränge und es wird klar, dass nicht nur unser Trio von der Mumie weiß. Doch auch wenn es ein paar etwas langatmigere Abschnitte gab, so hat der humorvolle Stil dies wieder wettgemacht. Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen und eigentlich gibt es für mich nur im letzten Teil ein paar Kritikpunkte. Das Ende wirkte auf mich sehr konstruiert und ich hatte das Gefühl, dass der Autor ab einem gewissen Punkt leider schnell zum Ende kommen wollte, wodurch die Geschichte für mich nicht ganz so rund wurde, wie erwartet. Mein Fazit: Insgesamt ein kurzweiliger und humorvoller Roman, der vor allem durch seine ganz eigenen Charaktere und die genauen Ortbeschreibungen besticht und den ich gerne allen Liebhabern von abenteuerlichen, skurrilen und absonderlichen Reisen und Geschichten empfehle.