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Rezension zu
Talberg 2022

Toller Abschluss, der die Reihe zu einem Gesamtkunstwerk macht.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten
23.05.2022

Nach einem schweren Unwetter findet man in Talberg die Überreste einer Leiche. Es handelt sich dabei um einen Jungen, der, so wie es aussieht, seit fast hundert Jahren vergraben war und augenscheinlich einen Mord verdecken soll. Dorfpolizist Adam Wegbauer beginnt mit seinen Ermittlungen und wird schon bald mit Ereignissen aus seiner eigenen Kindheit konfrontiert … . Auch wenn es eine neue Geschichte ist, die Max Korn hier aus Talberg erzählt, so fügt sie sich virtuos in die beiden vorherigen Storys ein und vermittelt von der ersten Seite an eine gleichbleibende Atmosphäre, die den Leser sofort wieder in ihren Bann zieht. Und auch wenn dieses Mal Handys, Computer und moderne Ermittlungstechniken eine Rolle spielen, so sind sie dennoch untergeordnet und zerstören die Stimmung der vorhergehenden Bände nicht. Max Korn schafft es auch hier wieder, in höchstem Maße zu unterhalten und die Welt einer abgelegenen Dorfgemeinde rüberzubringen. Ich habe mich in jedem seiner Bücher „wohlgefühlt“, so auch hier bei „Talberg 2022“. Was mich besonders fasziniert hat, war die Rückkehr in die 1970er-Jahre, die daraus entstehende Verbindung zum Jahr 2022 und die unterschwellige Vermischung mit den Vorgänger-Romanen der „Talberg“-Reihe. Auch die Charakterzeichnungen hat Korn wieder hervorragend hinbekommen, man denkt tatsächlich, einige der Figuren persönlich kennenzulernen. Die Auflösung war grandios und hat mich sehr gepackt. Max Korns Schreibstil ist flüssig zu lesen und besitzt einen unglaublich intensiven Erzählstil, der die Leser nur so durch die Seiten fliegen lässt. Rückblickend kann ich ohne Einschränkungen behaupten, dass die Talberg-Reihe eine der eindrucksvollsten und authentischsten Krimi-Reihen ist, die ich gelesen habe. An manchen Stellen erinnerten mich die ruhig erzählten und dennoch brutalen Passagen an die geniale Fernsehserie „Der Pass“. Man spürt beim Lesen das Unwetter und die Bedrohung, die von manchen Charakteren ausgeht. „Talberg 2022“ ist ein Abenteuer, dass man (wie auch Band 1 und 2) nicht mehr so schnell vergisst. Bei der Covergestaltung und dem Aussehen der Bücher muss man dem Heyne-Verlag ein großes Lob aussprechen. Die drei Bücher sind covertechnisch im gleichen Stil gehalten, die Schriftzüge auf den Buchrücken sind gleich und haben den gleichen Abstand zueinander, was dazu führt, dass man einen optisch echten Blickfang im Regal stehen hat. Die einzelnen Titel sind nur farblich voneinander zu unterscheiden. Abschließend möchte ich die Hoffnung aussprechen, dass sich Max Korn in Zukunft erneut einer solchen bombastischen Geschichte widmet, wie er mit den „Talberg“-Büchern gemacht hat, denn die waren ein unvergessliches Erlebnis für mich. Und ich weiß jetzt schon, dass ich sie eines Tages wieder in die Hand nehmen werde und mich erneut auf diese einmalige Stimmung einlassen kann. „Talberg 2022“ (und natürlich auch die beiden Vorgängerbände) muss man einfach gelesen haben. . Fazit: Toller Abschluss, der die Reihe zu einem Gesamtkunstwerk macht. ©2022 Wolfgang Brunner für Buchwelten