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Rezension zu
Ich habe einen schönen Specht gesehen

Berührender Zeitzeuge

Von: elashin.testet
21.02.2022

Michal Skibinskis Tagebuch aus dem Jahre 1939, ist eigentlich eine Schulaufgabe die er über die Ferien ausführen soll um in die zweite Klasse versetzt zu werden. Er bekommt von seiner Lehrerin die Aufgabe jeden Tag einen Satz zu schreiben, so entsteht dieses Buch. Michal der damals noch ein kleiner Junge ist, schreibt jeden Tag etwas, was er getan oder gesehen hat, egal ob es an diesem Tag ein Gewitter gibt, er in der Kirche war oder ob er im Auto unterwegs war. Doch nach den Ferien beginnt für den polnischen Jungen nicht die Schule sondern der 2. Weltkrieg bricht aus und auch über diese Tage gibt es dann Einträge. Das Buch ist authentish, und macht Gänsehaut obwohl die Sätze am Anfang alltäglich und simpel sind, man liest wie sich ein Alltag in einem ruhigen ländlichen Ort plötzlich in etwas schreckliches verwandelt und wie plötzlich statt der Sonne über uns Krieg hereinbrechen kann und konnte. Dieses Werk ist mit Illustrationen von Ala Bankroft gedruckt worden und die originalen Tagebucheinträge sind abgebildet, unter jedem polnischen Originaleintrag kann man die Übersetzung in den Fußzeilen lesen. Auf den Seiten wo nur Illustraionen über beide Seiten gehen, steht der Satz dann komplett auf deutsch. Das Buch ist gut gemacht und ein echter Zeitzeuge, aus der Sicht eines damals 8-jährigen polnischen Jungen, der inzwischen über 80 Jahre ist.

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