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Rezension zu
Der Eisjunge

KRANKE INSZENIERUNG. GROSSARTIG

Von: Ulrike Rosina
07.02.2022

Elisabeth ist auf der Suche nach der perfekten Location für ein Kurzfilmprojekt mit dem sie sich an der Filmhochschule bewerben will. Das Genre: Horror! Davon fühlt sie sich magisch angezogen. Und tatsächlich scheint sie im Berliner Umland die passende Kulisse gefunden zu haben. Ein halb verfallenes Häuschen mit verwildertem Garten mitten im Wald. Abgelegen, düster, unheimlich. Begeistert erkundet Elisabeth in der Dämmerung die Location und macht eine Entdeckung, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Kripo wird zu einem Mord gerufen. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Aber was sie vorfinden, bringt sogar abgebrühte Ermittler wie Nils Trojan an seine Grenzen. Das Opfer, eine junge, unauffällige Frau, wurde bizarr arrangiert. Teile des Körpers sind in ein Rehfell eingenäht, die Wohnung wurde mit Chlorreiniger penibel geputzt, die Bücher im Regal nach Farbe und Größe sortiert. Die Nachricht an der Wand scheint mit Blut geschrieben. KRANKE INSZENIERUNG. GROSSARTIG Max Bentow schreibt einfach großartige Thriller. Mit Der Eisjunge hat er mich wieder mal an die kurze Leine genommen und mich in den freien Minuten gierig nach seinem Buch greifen lassen. Nicht das erste Mal, dass ihm das gelingt, auch wenn ich nur Das Dornenkind auf meinem Blog besprochen habe. Gekonnt lässt er mehrere Erzählstränge nebeneinander laufen und exakt in dem Augenblick, in dem ich mich fragte: “Was hat das alles miteinander zu tun?”, hat er die Fäden entwirrt und die Story virtuos aufgelöst. Großes Kino! Wenn vermutlich auch nicht für zarte Gemüter. Lest selbst! Übrigens, plötzlich sehe ich überall Granatäpfel. In wirklich JEDEM Laden. War das die letzten Jahre auch schon so?

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