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Rezension zu
Sie nennen mich einen katholischen Muslim

Eine schöne Glaubenssuche

Von: Dearest.books
20.04.2021

*Vorsicht Spoiler* Klemens Peterhoff hat Theologie; Philosophie, Pädagogik und Psychologie studiert. Er trat einem Jesuitenorden bei und später ist er ein Mitglied einer Sufigemeinschaft geworden und ein Jahr danach fand die Konversion zum Islam statt. Zwischen den Beitritten zu diesen beiden Religionsgemeinschaften liegen jedoch fast 20 Jahre, voll von Suche; Alkoholkrankheit, Zweifeln und Momenten die den Glauben stärkten. Nachdem er eine Glaubenskrise hat bei einer Reise in Spanien, treibt ihn das ganz langsam in die Alkoholkrankheit. Denn er versteht erstmal nicht, dass er in einer Krise steckt. Als er jedoch den Sufi Orden der Tariqa Burhaniya kennenlernt, bildet sich ein ganz anderes Verständnis zum Glauben und zu seiner Beziehung zu Gott. Ein Jahr darauf vollzieht er die Konversion zum Islam, nachdem einer der höchsten Sufi Gelehrten ihn dazu anhielt erst einmal die katholische Theologie von allen Seiten zu betrachten. "Ich bin ein gläubiger Mensch. Doch statt in die Kirche zurückzukehren, bin ich Moslem geworden.“ (S. 123) Die Zweifel blieben trotzdem, doch er versucht diese ständig aufzuarbeiten und vergleicht die beiden Religionen miteinander, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus zuarbeiten. Eins der schwierigsten Erkenntnisse bzw. Konflikte war für ihn die Ablehnung der Dreifaltigkeit im Christentum. Peterhoff versucht seine Reise in diesen Jahren in einen historischen Kontext einzubetten und liefert sehr viel Faktenwissen, welches sehr interessant, jedoch manchmal zu überladen ist. Er schildert, wie er anhand von verschiednen Menschen auf seinen reisen, den islamischen Glauben und seine Gebote und Verbote, immer mehr und besser kennenlernt und versucht zu verstehen was Gott damit bezwecken möchte. Ich fand es sehr spannend von jemanden zu lesen wie er zu seinem Glauben findet. Auch ich bin konvertiert und habe den Islam angenommen am 18. April 2014. Für mich war es auch deshalb spannend seine Geschichte, die er selbst als ein Ergebnis eines langen Dialogs beschreibt, zu lesen.