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Rezension zu
Die Katze des Dalai Lama und die vier Geheimnisse des Glücks

Auf Samt-Pfoten zur Erkenntnis und zum wahren Glück – an der Seite Seiner Heiligkeit!

Von: M.
21.12.2020

Die Katze des Dalai Lama und die vier Geheimnisse des Glücks Roman David Michie Lotos Auf Samt-Pfoten zur Erkenntnis und zum wahren Glück – an der Seite Seiner Heiligkeit! Das Buch ist schon sehr anrührend und auch sehr rührselig. Und dabei kann man die Lektüre als "normalen Roman" lesen oder sie als Weisheits-Lehre begreifen, die hier aus der Sicht der Katze des Dalai Lama geschildert wird. Denn die Katze des Dalai Lama kann man einfach als Katze des Dalai Lama sehen, die halt viel mitbekommt oder aber als Platzhalter quasi für alle Lebewesen (auch Menschen), die auf einem schmalen Grat zwischen Trieb und der Möglichkeit zur Weisheit wandern. Denn einerseits ist die Katze voll ihren Trieben und ihren Bedürfnissen ausgeliefert, wie es bei uns Menschen im Grunde nicht recht anders ist - bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger -, aber in uns tragen wir alle diese Möglichkeit, dass wir durchaus auch zur Weisheit und sogar zur Erleuchtung fähig sind. Möglich ist alles! Es kommt auf den Input an und auch auf unsere Bereitschaft und natürlich auf die Energie und Zeit, die wir bereit sind, zu investieren. Und die Katze im Buch hat natürlich einen optimalen Input und die ideale Umgebung, um neben der Triebgesteuertheit auch sowas wie echte Weisheit abzubekommen. Denn sie ist stets an der Seite Seiner Heiligkeit, hört die Gespräche und erlebt, wie der Dalai Lama seine Tage und Nächte verbringt und ist dadurch natürlich schon stets in der Nähe der Erleuchtung. Und sie bekommt nicht nur das Leben Seiner Heiligkeit mit, sondern dadurch, dass sie natürlich unabhängig ist und sich völlig frei bewegt, auch anderes, was so rund herum vor sich geht. Und das ist das „Himalaja-Buch-Café“, in dem es interessante Gespräche zu belauschen und allerhand zu beobachten gibt und das Altenheim in der Nähe, in dem sich rührselige Geschichten abspielen und die Katze auch mal eine Therapie-Katze ist. Und da gibt es die Yoga-Schule, in der auch viel philosophiert und von der Suche nach dem Glück geplaudert wird, aber vor allem ist da natürlich der Tempel, in dem der Dalai Lama lebt und auch sonst interessante Menschen ein und aus gehen. Und auch die Küche ist stets ein zentraler Ort, nicht nur zur bloßen Nahrungsaufnahme, sondern auch für allerhand erleuchtende Konversation und nächtliche Beobachtungen. Die Katze Seiner Heiligkeit ist genau so arrogant und selbstgefällig, wie Katzen eben oft sind, sie spürt aber stets in seiner Nähe die Besonderheit, die Güte, die spirituelle Aura, die Seine Heiligkeit umgibt und profitiert natürlich davon. Und sie profitiert von allem, was sie auch an anderen Orten erlebt und sieht. Und sie wird auch mit ihren eigenen - eher negativen - Gefühlen konfrontiert, mit ihrem Alter Ego, sie wird gefordert - in ihrer Barmherzigkeit und eben in dieser Möglichkeit, auch weise zu handeln oder eben ganz banal, ganz animalisch. Es ist stets eine Gratwanderung und durch die Präsenz des Dalai Lama wird diese spannende Gratwanderung zu einer spirituellen Reise, die bestenfalls zur Erleuchtung, zum wahren Glück führt bzw. jedenfalls zu mehr Demut, Mitgefühl und Verständnis für andere und sich selbst. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, das voller spiritueller Erkenntnisse ist - in Roman-Form verpackt - aus der Sicht einer Katze. Zeitlos und zeitgemäß zugleich. Und so fällt es hier nicht schwer, zu verstehen, dass die grenzenlose Weisheit Seiner Heiligkeit auf ein "normales" Wesen durchaus abfärben kann. Und so erhaschen wir einen Blick in das grenzenlose Sein, in die grenzenlose Liebe, in die spirituelle Fröhlichkeit und sogar in die absolute Erleuchtung - und fallen, wie die Katze, immer wieder auf Beine und sehen uns konfrontiert mit dem Alltag und unseren "bad vibes". Aber am Ende bleibt diese Möglichkeit, diese Möglichkeit zur wahren Erkenntnis ... und die Katze zeigt uns den Weg. Danke! c) M. / 19.12.2020 _______________