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Rezension zu
Die Katze des Dalai Lama und die vier Geheimnisse des Glücks

Wieder ein äußerst empfehlenswerter Teil der Reihe

Von: taja von die librellis
14.12.2020

Einleitung/Titel Vier Pfoten und ein neugieriges Näschen – die Katze des Dalai Lama ergründet die Glücksgeheimnisse Um was geht es? Auch in ihrem vierten Abenteuer macht sich die Katze seiner Heiligkeit (KSH) auf, um uns auf 283 Seiten auf humorvolle und leicht verständliche Art das Wesen des Buddhismus näher zu bringen. Dabei konzentriert sich das Buch von Erfolgsautor David Michie dieses Mal besonders auf „Die vier Geheimnisse des Glücks“. Erschienen ist es am 2. November 2020 im Lotos Verlag. Alte und neue Bekannte kreuzen die Wege der schönen und neugierigen Weisheitsjägerin und bereichern nicht nur ihres, sondern auch die Leben der Leser mit lehrreichen Alltagsgeschichten. Meine Meinung Es ist schon eine Weile her, seit ich mich das letzte Mal zusammen mit der Schneelöwin des Dalai Lama durch das Namgyal-Kloster und die Viertel von Dharamsala schlich, doch es war vom ersten Satz an, ein Gefühl von nach Hause kommen. Ein Beweis, dass der Autor die Stimme der KSH auch in ihrem vierten Spaziergang vortrefflich zu übersetzen weiß. Ihre ganz eigene, durchaus von sich überzeugte Art, und der wortgewandt verpackte Humor zogen mich erneut sogleich in den Bann. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, denn es erwarteten mich wundervolle Einblicke und Geschichten aus dem Leben dieser besonderen Katze und der Menschen ihres Reviers, die mit sehr eingängigen Methoden die Denkweise des Buddhismus vermittelten. Tatsächlich ging es mir zum ersten Mal so, dass ich einige der Figuren aus de letzten Bänden nicht mehr sofort zuordnen konnte. Dennoch ergaben sich daraus überhaupt keine Verständnisprobleme, da zum einen immer ein paar Sätze der rückblickenden Erklärungen fallen, es zum anderen meist gar nicht von Belang war, was genau diese Person schon alles in den Vorgängerbänden erlebt hat, sondern welchen aktuellen Schwierigkeiten sie entgegenblickt. Natürlich ist es sinnvoll die Reihe in der Erscheinungsfolge zu lesen, vor allem auch, weil die einzelnen Grundsatzthematiken fortschreitend immer genauer auseinandergenommen werden. Ich denke aber, dass es tatsächlich auch nicht schwerfällt, einfach mittendrin einzusteigen, was vor allem die Kunst des Autors hervorhebt, ein so solides Informationsnetzwerk zu konstruieren, dass man auch mit Wissenslücken nicht durch Löcher in den Geschichten fällt. Dabei bleibt der Unterhaltungswert auf keinen Fall auf der Strecke. Alle Episoden werden vom charmanten Erzählstil der KSH getragen und sind vor allem deshalb so authentisch, weil auch sie nach all den Jahren in unmittelbarer Näher des Quells der Weisheit nicht immer aus ihrem eigenen Fell kann und Fehler macht. Dabei lernt sie auf amüsante oder auch bewegende Art, was es genau mit den vier Geheimnissen des Glücks auf sich hat. Ich fand es sehr schön, dass Themen aus den Vorgängern noch einmal aufgegriffen und intensiviert wurden. So hat man das Gefühl Stück für Stück mit der Geschichte zu wachsen und ein immer tieferes Verständnis für die vermittelten Prinzipen zu gewinnen. Tatsächlich hat mich in diesem Band die genauere Bearbeitung des Guru-Begriffs begeistert, denn ich gestehe, dass ich bei der Widmung ein wenig misstrauisch wurde, da ich – wie es in der westlichen Kultur oft üblich ist – die Bezeichnung sofort mit etwas negativem Personenkult in Verbindung brachte. Aber die erneute Reise mit der Katze des Dalai Lama lehrte mich eines Besseres, ohne dabei in irgendeiner Weise belehrend zu wirken. Ebenso brachte mich das Ende dazu, die im Buch vermittelten Lektionen gleich mal in die Praxis umzusetzen, denn im ersten Augenblick war mir der Ausgang der Geschichte einfach zu kitschig und abgedroschen, weil plötzlich alles gut war. Als ich darüber nachdachte, kam mir aber ein, dass die Figuren tatsächlich ihr happy HappyEnd verdient hatten, weil sie das was sie lernten, auch in die Tat umgesetzt hatten, und dass es meine eigene negative Einstellung war, die mir das Gefühl vermittelte, das Ende wäre zu unrealistisch. Also verabschiedete ich mich von dem Gedanken und schon erstrahlte das Kapitel in einem ganz anderen Licht. Die KSH hat also auch mit diesem Band einen spürbaren Pfotenabdruck in meinem Leben hinterlassen, ohne dass ich gleich das Bedürfnis habe zum Buddhismus zu konvertieren. Genau dieses Flair ist es, was die Buchreihe um die Katze des Dalai Lama so Besonders macht und auch zum Immer-wieder-Lesen anregt. Denn auch die weiseste Katze lernt nie aus Das Cover ist wie seine Vorgänger auch ein Hingucker ohne aufdringlich oder effekthascherisch zu wirken, spiegelt also den Inhalt sehr gut wieder. Fazit des Buches Wieder ein äußerst empfehlenswerter Teil der Reihe. Gerade, wer sich in der aktuell sehr stressigen Zeit nach ein wenig mehr innerer Ausgeglichenheit sehnt oder einfach nur von den amüsanten Abenteuern einer charmanten und herrlich „menschlichen“ Katze unterhalten werden will, der kann bei diesem Buch und der gesamten Reihe bedenkenlos zugreifen. Der Lerneffekt tritt dabei praktisch als positive Nebenwirkung ein und wird zu keiner Zeit erzwungen. eure Taja von >Die Librellis<