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Rezension zu
Dieses entsetzliche Glück

Dieses entsetzliche Glück!

Von: librovore
25.09.2020

In ihrem dritten Roman „Dieses entsetzliche Glück“ schreibt Annette Mingels von fünfzehn Menschen, die auf den ersten Blick nur eines gemeinsam haben: die Kleinstadt Hollyhock in Virginia. Auf den zweiten Blick haben unsere fünfzehn Protagonisten deutlich mehr Gemeinsamkeiten, als es zuerst scheint. Fünfzehn Protagonisten hört sich natürlich erstmal viel an und ich dachte anfangs auch, dass ich mit so vielen Personen und Namen durcheinander komme. Sehr schnell wurde ich eines Besseren belehrt! Annette Mingels schreibt so ruhig, fast schon melancholisch anmutend, über das Leben in der Kleinstadt Hollyhock. Der Leser kommt in den Genuss vom Suchen und Finden des Glücks. Wir lesen davon, wie zerbrechlich das Glück doch sein kann und an welchen Ecken wir nach unserem Glück Ausschau halten müssen. Dieser ruhige, unaufgeregte Erzählton, den die Autorin anschlägt, passte hervorragend zu den einzelnen Geschichten. All unsere Figuren treffen sich im Roman auf eine Weise, mal in ganz kurzen Sequenzen und Augenblicken, mal kreuzen sich ihre Wege dauerhaft. Seien es Geschwister oder ein Ehepaar. Mal sind es Freunde, die getrennte Wege gehen oder sogar gehen müssen. Mal ist es eine alte Liebe oder eine neue Liebe, die Familie, Arbeit, Scheidung. Eine Geschichte reiht sich an die nächste. Jeder der Personen hat einen anderen Hintergrund. Ihre eigenen Gründe führen sie raus aus Hollyhock oder (wieder) rein in die amerikanische Provinz. Jede der Personen kommt auf ihre Kosten und ich als Leser habe genau so viel erfahren, wie ich erfahren musste, um eine kurze, aber intensive Beziehung aufzubauen. Auch in „Dieses entsetzliche Glück“ ist es wie immer bei Kurzgeschichten: Einige gefallen mir unglaublich gut, wiederum andere sind nicht so spannend oder herausragend. Nichtsdestotrotz fand ich es außergewöhnlich interessant, wie die einzelnen Geschichten und Figuren in Verbindung miteinander stehen. Fazit Ein kurzweiliger Roman in Kurzgeschichten erzählt, der mit einem ruhigen, melancholischen Erzählton besticht und viele Themen behandelt, die jede der Figuren ihre eigene Geschichte erzählen lässt. „Dieses entsetzliche Glück“ von Annette Mingels verdient vier von fünf Sternen.

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