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Rezension zu
Mein bester letzter Sommer

Ein unglaublich emotionaler letzter Sommer.

Von: Claudis Gedankenwelt
23.04.2020

Lange Zeit lag dieses Buch auf meinem Sub. Warum? Kurz bevor meine Vorbestellung bei mir eintraf musste ich meine Oma gehen lassen. Da sie ein absoluter Herzensmensch war, war es mir lange nicht möglich zu diesem Buch zu greifen, denn ich wusste wie emotional Anne schreiben kann und hatte Angst was das Buch bei mir auslösen würde. Und genau so war es auch. Ich bin einerseits froh mit dem Buch gewartet zu haben, da es kurz nach dem Verlust zu früh gewesen wäre und Bücher mit dem Thema Tod gar nicht mehr auf der Liste standen. Andererseits tut es mir auch wahnsinnig leid, dass ich dieses must-read so lange habe liegen lassen. Es geht um die gerade einmal 17 jährige Tessa, die immer dachte sie hat noch ihr ganzes Leben vor sich. Doch dann erfährt sie, dass sie nur noch eine ganz kurze Zeitspanne zu leben hat. Es ist ihr Herz, das sie töten wird. Denn trotz aller Medikamente die sie einnimmt, wird sie nie wieder gesund werden. Gerade als sie dabei ist sich aufzugeben, ihre Beerdigung zu planen, all ihre Abos zu kündigen und auch ansonsten versucht ihren Tod zu planen, begegnet sie Oskar. Oskar ist ab dem ersten Moment ein wahnsinnig sympathischer und herzlicher Protagonist. Er verliebt sich in Tessa ohne zu wissen was für eine Bürde sie tragen muss. Und als er es erfährt entschließt er sich nicht ihr Freund zum Leben zu werden, sondern ihr Freund zum Sterben. Beide Charaktere sind noch so jung und müssen so viel Last mit sich herumtragen. Da reagiert der Protagonist natürlich auch mal irrational und wirkt vielleicht einen Moment unsympathisch, aber ich habe jede der Reaktionen nachvollziehen können und bin froh, dass Anne Freytag beiden ihre Ecken und Kanten gegeben hat. So kam die Geschichte im Gesamtbild viel authentischer rüber. Gleichzeit schaffte es die Autorin mich mit ihrem Buch zum seufzen, zum lachen und zum weinen zu bringen. Ich bin durch ein wahres Wechselbad der Gefühle gegangen mit Teskar und konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Verarbeitung von Verlusten ist schon schwer genug, aber wenn man genau weiß, dass man nicht mehr lange zu leben hat... Diese Qual ist unvorstellbar. Was möchte man noch unbedingt erleben? Mit wem seine Zeit verbringen und welche letzten Worte den Angehörigen mit auf den Weg geben? Vor all diesen Fragen steht Tessa als sie sich in Oskar verliebt. Und so erleben Teskar ihren besten letzten Sommer gemeinsam. Fazit: Bewegend, fesselnd und emotional. Wer mit Tessa und Oskar den besten letzten Sommer erleben will, der benötigt dringend Taschentücher. Ich habe unzählige verbraucht. Teskar werden noch lange in meinem Kopf und meinem Herzen nachhallen.