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Rezension zu
Das Licht vergangener Tage

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Gelungenes Debüt!

Von: Tausendléxi
01.02.2020

Budapest 1949 – Der mittellose Kunststudent István und die junge Rebeka aus gutem Hause, begegnen sich und fühlen sich zu einander hingezogen. Doch beider gegensätzlichen Lebensauffassungen erschweren immer wieder die positve Annäherung. Die politischen Ereignisse im sozialistischen Ungarn verändern sich geradezu rasant. Nach Scheinwahlen steht Ungarn Kopf. Lebensträume werden in andere Bahnen gelenkt. Der Zug des – irgendwie – Überlebens hat das Steuer fest im Griff. Rebeka und István geraten in die Mühlen der Politik. Es ist István der Haltung zeigt und Rebeka zur Seite steht. Berlin 2017 – Die Galeristin Anna ist sehr überrascht als ihr durch einen Nachlassverwalter, ihr ein Porträt eines sehr bekannten ungarischen Künstlers angeboten wird. Doch die Frau auf dem Porträt ist ihr mehr als bekannt. Privat und beruflich ist Anna mit Michael verbunden. Beide führen ein sehr unabhängiges Leben. So sollte es auch gerne bleiben. Jedoch geschieht das unerwartete – Anna wird schwanger. Michael und sie haben nun verschiedene Auffassungen ihrer beider Zukunft betreffend. Wie wird sich Anna entscheiden….. Nikoletta Kiss beschreibt sehr feinfühlig in ihrem Debütroman, das Leben zweier Frauen mit allen seinen Höhen und Tiefen. Rebeka und Anna auf der Suche nach der Liebe und dem Sinn des Lebens. Jede von ihnen auf ihre Art und dennoch mit einigen prägnanten Parallelen. Die Geschichten sind sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die verschiedenen Zeitgeschehnisse, insbesondere der politischen Lage Ungarns ab 1949, sind interessant und mit Spannung beschrieben. Ein kurzweiliger, ein lesenswerter Roman.