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Rezension zu
Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Ein spannender Fantasyroman für Jung und Alt - einfach magisch!

Von: Lena von Awkward Dangos
27.04.2019

~ Cover & Aufmachung ~ "Laqua" ist bereits 2012 als gebundenes Buch erschienen. Die Neuauflage kommt im Taschenbuch und mit neuem Covermotiv daher. Während das ursprüngliche Cover eine Gondel zeigte, wurde das neue Motiv an Nina Blazons andere Kinderbücher aus dem cbt Verlag ("Lillesang", "Silfur" & "Fayra") angepasst. Es ist überwiegend blau gehalten, was direkt an Wasser erinnert und somit sehr schön zum Setting Venedig passt. Um den Buchtitel herum ranken sich Wassertropfen, Muscheln und Verzierungen, die entfernt an Korallen erinnern. Das alte Cover wirkte auf mich einen Tick verwunschener und magischer, aber das neue ist auch ein richtiger Hingucker. Ich finde beide Ausgaben auf ihre eigene Art und Weise sehr hübsch und ansprechend. ~ Meine Meinung ~ Nina Blazon ist nun schon seit vielen Jahren meine absolute Lieblingsautorin. Obwohl ich überwiegend Fantasy für Erwachsene und ältere Jugendliche (14+) lese, sind auch ihre Kinderbücher immer einen zweiten Blick wert. Mit meinen 22 Jahren gehöre ich nicht mehr ganz der Zielgruppe an, doch "Laqua" konnte mich trotzdem komplett begeistern. Diese Geschichte ist so viel mehr als ein einfaches Kinderbuch! Vor der zeitlosen Kulisse der mystischen Kanäle Venedigs präsentiert uns die Autorin ein spannendes Abenteuer für Jung und Alt - ein wahres Fest der Fantasie. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Kristina und Jan, die für einige Zeit mit ihrer Tante im alten Hotel ihrer Urgroßmutter wohnen. Die Begeisterung ihrer Nonna über den unverhofften Besuch hält sich jedoch stark in Grenzen. Nach Weihnachten kommt es plötzlich zu übernatürlichen Ereignissen, die eng mit der Geschichte des Hotels Dandolo verknüpft sind. Die Kinder werden von unheimlichen Geisterwesen verfolgt und ein dunkler Doge lauert ihnen auf seiner Gondel im Wasser auf. Doch damit nicht genug, stoßen die beiden auf das geheimnisvolle, verschlossene Zimmer 13 und einen uralten Familienfluch... Nina Blazon schafft es, mit dieser Mischung aus Geheimnissen und Familienroman eine spannende Geschichte zu spinnen, die mich direkt vom ersten Kapitel an in ihren Bann gezogen hat. Irgendwie fühlte ich mich in meine eigene Kindheit zurückversetzt, in der ich sehr viele Detektivgeschichten gelesen habe und gar nicht genug von Rätseln und Mysterien bekommen konnte. Dadurch haben wir mit Laqua einerseits ein typisches Kinderbuch vorliegen, aber es bietet auch für Erwachsene einen durchaus interessanten, intelligenten Plot. Besonders für die angegebene Zielgruppe von zehn Jahren finde ich es beeindruckend, wie komplex und tiefgründig sich die Handlung entwickelt. Die Figuren sind greifbar und man kann sich gut mit ihren Beweggründen und Problemen identifizieren. Besonders schön dargestellt finde ich die sich langsam entwickelnden Beziehungen zwischen den Charakteren - wie Kristina und Jan lernen, mit ihrer Nonna auszukommen, sich mit den Kindern der Familie Pezzi anfreunden oder Tante Sara lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Dazu bietet uns die Autorin Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Vorurteile und sogar eine kleinere Liebesgeschichte, die sich jedoch nicht in den Vordergrund spielt. Ein bisschen bedenklich finde ich zwar, dass Nonna und Sara kaum etwas von den Abenteuern der Kinder mitbekommen, obwohl sie sich sogar nachts davonstehlen. Kristina und Jan sind erst neun und elf Jahre alt, aber rund um die Uhr allein unterwegs (was nicht nur gefährlich werden kann, wenn man es mit einer übernatürlichen, dunklen Macht zu tun hat). Doch das macht das Buch in meinen Augen keineswegs schlechter, denn sonst würde die Geschichte, so wie sie sich entwickelt, einfach nicht funktionieren! Ich kann mir gut vorstellen, dass jüngere Kinder diesen Aspekt - Nervenkitzel und Abenteuer - besonders spannend finden werden. Das Buch ist aus Sicht eines personalen Erzählers geschrieben und an Kristinas Gedankenwelt gebunden. Zwischendurch wechselt die Perspektive aber zu der des Bösewichts, sodass wir Stück für Stück mehr darüber erfahren, was im Hintergrund vor sich geht. Diese Kapitelabschnitte sind immer mit kleinen Gondeln gekennzeichnet und die Seiten leicht schattiert, was ich sehr gelungen finde. Der Schreibstil zeigt sich, in typischer Blazon-Manier, wunderschön und poetisch, ist aber einem Kinderbuch angepasst. Es kommen zahlreiche italienische Namen und Bezeichnungen vor, die jedoch immer direkt übersetzt werden oder sich sehr einfach aus dem Kontext erschließen lassen. Somit lernt man nebenbei noch ein wenig über die Sprache und auch über die Geschichte Venedigs, die sehr ansprechend aufbereitet wird. ~ Fazit ~ Ein spannender Fantasyroman für Jung und Alt, der uns in die mystischen Gassen Venedigs entführt. Von der ersten bis zur letzten Seite präsentiert uns Nina Blazon eine Geschichte voller Abenteuer, Freundschaft und Geheimnisse, die ihresgleichen sucht. Unbedingt lesen! 4,5/5♥

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