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Rezension zu
Sitzen ist fürn Arsch

Sitzt du noch, oder lebst du schon?

Von: Anna C.
27.03.2019

Sitzt du noch, oder lebst du schon? Rezension Es folgt ein Plädoyer für ein bewegtes Leben- wobei auch ich noch keine Möglichkeit gefunden habe das Schreiben irgendwie „bewegt“ vonstatten gehen zu lassen. Immerhin denke ich drüber nach, seit der Lektüre des Buches: Sitzen ist fürn Arsch, verfasst von Diplom-Psychologin Dr. Vivien Suchert. Sie stieß eher zufällig auf verschiedene Studien die sich mit den Folgen unsrer sitzenden Lebensweise auf unsre Gesundheit befassten, wurde neugierig, hat weiter recherchiert und ihre Ergebnisse in einem durchaus unterhaltsam zu lesenden Buch zusammengefasst. Ihr „Held“ ist ein Steinzeit- Mensch namens „Ottfried“, den sie immer wieder zu Vergleichen heranzieht, mal im Text, mal in kleinen Skizzen die das Gesagte noch einprägsamer machen. Auch wenn seit Ottfrieds Dasein Jahrtausende ins Land gezogen sind hat sich der menschliche Organismus die Überlebensstrategien seiner Zeitgenossen gemerkt- und diese stellen uns heute böse Fallen. So schnell wie wir uns in den letzten Hundert Jahren niedergesetzt und von körperlicher Aktivität entfernt haben kann die Evolution nicht mithalten. Sitzen ist ein unabhängiger Risikofaktor der das Leben verkürzt- und zwar bereits an dritter Stelle nach Rauchen und Mangel an Bewegung. Wer also meint den 8-Stunden-Büro-Sitz-Tag mit 2-3x wöchentlich Sport auszugleichen täuscht sich. Aufstehen, umhergehen, bewegen heißt die Devise. Und wie soll das gehen? Nun, beispielsweise statt mit den Kollegen ein Stockwerk tiefer zu telefonieren, einfach mal hingehen. Kopierer, Kaffeemaschine, Faxgerät- persönlich aufsuchen. Vielleicht finden sich Möglichkeiten Besprechungen bei einem Spaziergang abzuhalten; Frau Suchert beschreibt Firmen die zu diesem Zweck extra breite Gänge in ihre Gebäude haben bauen lassen. Zumindest jede Stunde sollte jeder Mensch einmal aufstehen und sich etwas Bewegung verschaffen. Zusätzliches Training schadet keinesfalls, Ausdauersportarten, Tabata- Training oder Bewegungstraining zieht Frau Suchert dem rein muskelaufbau-fördernden Gerätetraining vor. Übrigens, Hausfrauen die putzen, aufräumen, Wäsche aufhängen, und dergleich mehr bewegte Tätigkeiten ausüben kommen in ihrem Buch recht gut weg- wer weiß, vielleicht hängt die höhere Lebenserwartung von Frauen auch damit zusammen. Teils wiederholen sich die Inhalte, werden in verschiedenen Zusammenhängen aufgegriffen, kein Fehler in meinen Augen, denn- es geht schließlich um unser Leben und dessen Qualität. Mein Fazit- am Besten bewegt ihr euch nach dem Lesen dieses Artikels aus dem Haus, hin zu eurem Buchladen, besorgt euch das Buch, und nach jedem Kapitel steht ihr auf und bewegt euch. Auf ein langes, bewegtes, Leben!