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Paul Seesequasis

Unter der Mitternachtssonne

Porträts indigener Gemeinschaften in Kanada

(9)
Paperback
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Das beeindruckende Porträt von acht indigenen Gemeinschaften in Kanada. Paul Seesequasis, Journalist und Autor, gibt mit seinem ungewöhnlichen und spektakulären Social-Media-Projekt der »vergessenen Generation« der First Nations, Metis und Inuit ein Gesicht. Er erzählt anhand verschwunden geglaubter Fotos von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Widerstand. Dazu sammelte er über drei Jahre hinweg die eindrücklichsten Archivbilder und die Geschichten der Menschen hinter den Porträts. Damit stößt er die Tür zu einer verborgenen Wahrheit auf und bringt eine andere, eine neue Seite der Geschichte von Kanadas indigener Bevölkerung ans Licht.

»Indigene Gruppen in Kanada, jeweils differenziert dargestellt in Texten und in großartig ausgewählten Fotos aus vielen Jahrzehnten.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tilmann Spreckelsen (03. December 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Leon Mengden
Originaltitel: Blanket Toss Under Midnight Sun
Originalverlag: Knopf
Paperback , Klappenbroschur , 192 Seiten, 21,5 x 28,0 cm
durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-442-75889-0
Erschienen am  12. October 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Verlorene Kulturen und Traditionen der *First Nation* Kanadas

Von: Angela Busch

28.03.2021

Meine Meinung: Es ist ein absolut gelungenes Buch des Geschichten-Sammeln, des Recherchieren nach verschwundenen Wurzeln, Fotos und Schicksalen indigener Familien. Der Autor hat sorgfältigst Nachforschungen betrieben und bislang unbekannte Bilder von verschollenen und/oder unbekannten Stammesmitgliedern von acht indigenen Völkern Kanadas, der *First Nation*, der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Es ist die tragische Geschichte eines einzigartigen Volkes, deren grausame Ausmerzung ihrer Kultur, Tradition und Bevölkerung durch die Kolonialmächte nicht mehr rückgängig zu machen ist. Generationen ganzer Familien werden bildhaft dargestellt , aus Archiven befreit und von Zeitzeugen und/oder Familienangehörigen wiedererkannt. Im fast zweihundert Seiten des beeindruckenden Bildbandes sind informative, fesselnde - aber auch erschreckende Fotos einer für immer vergangenen Welt zu sehen. Mit einfühlsamen Worten führt der Autor den Leser*in in eine unbekannte , fremde, vor allem aber verschwundene Welt der *First Nation* ein. Er hat die Bilder und zugehörigen Erklärungen verschiedenen Landschaften zugeordnet , die da heißen: Cape Dorset und Nunavik James Bay und die kontinentale Wasserscheide der Hudson Bay Saskatchewan, Montana und Alberta Die Nordwest-Territorien und der Yukon Abgerundet wird dieser prächtige Bildband mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis, Bildnachweisen, einem Epilog , der den Blick der *First Nation* und der Leser*rinnen nach vorne in die Zukunft lenkt, sowie einer Danksagung an zahlreiche Menschen und Institutionen , die den Autor bei seinen Nachforschungen unterstützt haben. Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich viele der ungewöhnlichen Fotos hier zeigen würde. In jeder gut sortierten Buchhandlung können interessierte Leser*innen bestimmt einen Blick in diesen wunderbaren und ungewöhnlichen Bildband werfen. Mein Dank geht an den Autor, die vielen unbekannten Menschen für ihr unverhofftes Mitwirken am Bildband nach Jahrzehnten - und die Penguin Random House Verlagsgruppe für die Zusendung des Buches. Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diese ungewöhnliche und faszinierende Darstellung einer verschwundenen Welt!

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Unter der Mitternachtssonne: Porträts indigener Gemeinschaften in Kanada

Von: Dani's Reziseite

09.03.2021

Was ein tolles Buch. Ich hätte noch Std. blättern und lesen können. Man fühlt sich so nah, so mittendrin, einfach toll! Die Bilder sind farbenfroh dargestellt. Dieses Porträt ist unfassbar fesselnd , informativ und auch erschreckend.

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Vita

Paul Seesequasis ist ein »nîpisîhkopâwiyiniw«, ein Angehöriger des Stammes der »Willow Cree«. Er arbeitet als Autor und Journalist und setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte der indigenen Bevölkerung Kanadas ein. Seit 2015 ist er der Kurator des »Indigenous Archival Photo Project«, das sowohl online, als auch offline Bilder und Geschichten sammelt und damit die kulturelle Identität der indigenen Bevölkerung Kanadas lebendig macht. Er veröffentlichte Artikel in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen, unter anderem in »The Globe and Mail«, »The Walrus«, »Brick« und »Granta«, und ist seit den 1990er-Jahren künstlerisch und politisch aktiv. Er lebt derzeit in Saskatoon, in der kanadischen Provinz Saskatchewan.

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