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Felix Weber

Staub zu Staub

Roman

Paperback
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Der Krieg hat ihn gebrochen. Seine große Liebe hat man ihm genommen. Jetzt ist es an ihm, ein großes Unrecht aufzuklären.

Niederlande, 1949: Der ehemalige Widerstandskämpfer Siem Coburg lebt nach dem Krieg und dem tragischen Verlust seiner großen Liebe zurückgezogen und als gebrochener Mann auf einem Hausboot. Erst als ihn der alte Bauer Tammens bittet, den Tod seines Enkels aufzuklären, kehrt Coburg in die Stadt zurück. Der siebzehnjährige Siebold starb unter mysteriösen Umständen in einem katholischen Heim für geistig behinderte Kinder, und sein Großvater ist sicher, dass mehr dahintersteckt, als die Heimleiter ihn glauben machen wollen. Während Coburg immer tiefer in die Vergangenheit des Heims eintaucht, muss er feststellen, dass Siebold nicht der einzige Schutzbefohlene mit ungeklärter Todesursache ist. Und auch Coburgs eigene düstere Vergangenheit droht, ihn wieder einzuholen …

Brillant und preisgekrönt – der Bestseller aus den Niederlanden

»Felix Webers Schreibstil ist düster und packend, man hat die Bilder direkt vor Augen. Die Charaktere sind glaubhaft und es gibt viele unerwartete Wendungen.«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Niederländischen von Simone Schroth
Originaltitel: Tot stof (Dust to Dust)
Originalverlag: Boekerij, Amsterdam 2016
Paperback , Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-328-10499-5
Erschienen am  09. June 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Niederlande

Rezensionen

Guter Plot, aber mäßige Umsetzung

Von: Benedikt Bögle

26.11.2021

Siem Coburg hat in den Niederlanden Widerstand gegen die Nazis geleistet. Unter großen Gefahren, immer wieder von Verrätern umgeben, hat er führende NS-Funktionäre getötet. Doch er hat seine große Liebe im Krieg verloren - und hat nach dem Krieg keinen großen Lebenswillen mehr. Da bekommt er einen Auftrag: Ein alter Bauer will, dass Coburg den Tod seines Enkels untersucht. Er war aufgrund einer Behinderung pflegebedürftig und kam im Kinderheim eines katholischen Ordens unter. Doch plötzlich starb der Enkelsohn - und der alte Bauer ist sich sicher, dass er misshandelt und zu Tode geschlagen wurde. Also macht sich Coburg auf den Weg zum Kloster und tastet sich langsam vor. Schnell merkt er: Tatsächlich gibt es einen besonders gewalttätigen Mann im Kinderheim, dem er den Totschlag an dem behinderten Enkelsohn zutrauen würde. Doch es wird für Coburg immer gefährlicher im Klosterdorf. Die Menschen leben vom Orden und seinem Kinderheim, viele sind dort in den entbehrungsreichen Jahren nach dem Krieg beschäftigt. Und keiner mag es, wenn den Ordensleuten zu genau auf die Finger geschaut wird. Am Ende wird es für Coburg knapp. Sehr knapp. "Staub zu Staub" von Felix Weber ist ein Kriminalroman mit einem guten Plot. Weber schafft es, Schwarz-Weiß-Zeichnungen zu vermeiden und verwebt die Geschichte des niederländischen Widerstands mit einer Kriminalgeschichte nach wahren Begebenheiten. Doch das Ergebnis kann nicht ganz überzeugen. Denn "Staub zu Staub" ist eben nichts von beidem: Weder ein purer Kriminalroman noch ein Roman über den Widerstand in den Niederlanden. Die Verbindung beider Geschichten gelingt streckenweise eher schlecht, gerade in der Mitte des Buches zieht sich die Erzählung besonders. Daher: Guter Plot, aber nur mäßige Umsetzung.

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Widerstand und Euthanasie in Zeiten des Nationalsozialismus

Von: claudi-1963 aus Schwaben

25.05.2021

"Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch. Wenn der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch." (Friedrich Schiller) Niederlande 1949: Nach dem tragischen Verlust seiner Lebensgefährtin Rosa, lebt der Partisan Siem Coburg als gebrochener Mann in einem Hausboot. Bis Bauer Tammens ihn darum bittet aufzuklären wie sein 17-jähriger Enkel Siebold gestorben ist. Dieser lebte unter Mönchen in einem katholischen Heim für geistig Behinderte. Jedoch Tammens ist sich sicher das dort und besonders mit Siebolds Tod nicht alles mit rechten Dingen zuging. Erste Einblicke Coburgs geben Tammens Zweifel recht, den in den letzten Jahren sind in diesem Heim noch viele weitere Kinder unter mysteriösen Umständen gestorben. Meine Meinung: Das düstere Cover mit den Windmühlen passt sehr gut zu der Geschichte, die in den Niederlanden spielt. Der Schreibstil ist für mich gewöhnungsbedürftig, zu viele Handlungsstränge, Charaktere und meiner Ansicht nach viel zu viel Stoff, den der Autor hier verarbeiten wollte. Leider werden die verschiedenen Handlungsstränge oft wahllos, in Zeit, Geschehen oder Ort miteinander verbunden, sodass ich meist nicht mehr wusste, wo ich den nun von der Handlung gerade bin. Ebenso tat ich mich oft mit den niederländischen Begriffen und Namen schwer. Auch der Klappentext, der anzeigt, das es eigentlich um die Zustände in einem Heim für geistig Behinderte gehen soll, nahm viel zu wenig Raum in diesem Buch ein. Hauptsächlich ging es um den Partisan Siem Coburg und Rosa Barto die beide, maßgeblich in Widerstandskämpfen ihre Gegner liquidiert. Der Autor in den Niederlande sonst eher bekannt für Krimis, wollte hier brisante historische Themen ab dem Ersten Weltkrieg erfassen. Dabei geht es in erster Linie um den Widerstand in den Niederlanden und um Euthanasie im Nationalsozialismus. Warum man das Buch als Kriminalroman führt, kann ich nicht nachvollziehen, den es fehlt dem Ganzen jegliche Spannung. Der gesamte Inhalt plätschert so vor sich hin und ist meiner Ansicht nach eher ein historischer Roman. Dass man sicher alleine über den Widerstand ein ganzes Buch füllen könnte, kann ich mir vorstellen. Von daher ist es mit unbegreiflich wie der Autor hier mehrere brisante Thematiken hier aufarbeiten will. Genauso kann ich mich nicht mit den Protagonisten anfreunden, sie bleiben für mich alle recht düster und oberflächlich. Coburg selbst scheint sich hier selbst eher als Retter der Niederlande zu sehen. Ich dagegen empfinde ihn eher als einen brutalen, kalten und gebrochenen Mann. Selbst unter den Mönchen habe ich kaum jemanden gefunden, der mir wirklich sympathisch war. Die einzige wo noch etwas Wärme zeigt in dem ganzen Buch ist Rosa Barto, die jedoch für mich trotzdem viel zu unscheinbar blieb. Für mich ist das Buch im Grunde als Krimi Thema verfehlt und als historischer Roman eigentlich alles nur angerissen. So kommt wie schon erwähnt die Thematik der Euthanasie und des Heims viel zu kurz. Deshalb ist für mich der Klappentext total irreführend, weil ich etwas ganz anderes erwart habe. Am Ende des Buches befinden sich noch Begriffserklärungen, Notizen und im Nachwort gibt uns der Autor einen Einblick warum dieses Buch geschrieben hat. Mich konnte es leider bis zum Ende nicht packen, was sicher daran lag, das ich mir etwas vollkommen anderes vorgestellt hatte. Eigentlich sehr schade, den schriftstellerisch ist der Autor sicherlich sehr gut. Deshalb leider nur 2 von 5 Sterne von mir.

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Vita

Felix Weber ist das Pseudonym des preisgekrönten niederländischen Autors Gauke Andriesse. Für »Staub zu Staub« erhielt er bereits zum zweiten Mal den Gouden Strop, den bedeutendsten Literaturpreis der Niederlande. Außerdem stand der Roman auf der Krimibestenliste von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. Als Weber einen Artikel über mysteriöse Todesfälle innerhalb der katholischen Kirche las, wusste er sofort, dass dies das Thema seines neuen Romans werden sollte.

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Pressestimmen

»›Staub zu Staub‹ entfaltet in düsteren Winterbildern ein Panorama struktureller Gewalt und damit verbundener persönlicher Schuld. Eines der schwärzesten und traurigsten, aber auch ergreifendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.«

»Auf mehreren Ebenen zeigt Weber die zerstörerische Macht von Kriegen, lange nach dem Waffenstillstand. Eine düstere Geschichte.«

Die Presse am Sonntag (23. August 2020)

»Diese dunkle Welt zwischen zerbombten Städten und abweisenden Klostermauern lässt einen auch nach der Lektüre nicht so schnell wieder los.«

Münchner Merkur (18. July 2020)

»Viel mehr als ein Kriminalroman. Felix Weber lässt seinen Anti-Helden tief in die düstere Vergangenheit der Niederlande schauen. Euthanasie, Hass, Machtmissbrauch – richtig starker Tobak!«

DVD Blu-Ray (14. August 2020)

»Erzählstränge tanzen umeinander herum, bis sie einander finden; die Figuren gehen unter die Haut und berühren einen im Herzen.«

Jurybewertung für den Krimi- und Thrillerpreis Gouden Strop (26. June 2019)

»Einer der besten Thriller des Jahres.«

De Volkskrant (26. June 2019)

»Mit schauriger Intensität bringt Weber die entsetzliche Herrschaft von Geistlichen und den armen Seelen, die sich in deren Obhut befinden, ans Licht.«

Vrij Nederland Krimiführer (Detective en Thriller Gids) (26. June 2019)