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Frank Tallis

Der Tod und das Mädchen

Ein Fall für Max Liebermann

(2)
Paperback
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Ein diabolischer Mord in Wien der Jahrhundertwende

Wien 1903: Die Starsängerin der Hofoper wird tot aufgefunden. Zunächst scheint es, dass sie an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben ist. Doch der Pathologe stellt einen Rippenbruch fest: Jemand muss sie erstickt haben. Der Verdacht fällt auf ihre Konkurrentin in der Oper, der sie die Rolle der Senta im »Fliegenden Holländer« weggeschnappt hat. Doch dann stellt sich heraus, dass sie schwanger war vom Wiener Oberbürgermeister, der gerade eine beispiellose Kampagne gegen Juden beginnt. Inspektor Rheinhardt und sein Freund, der Psychoanalytiker Liebermann, müssen sich wappnen, um gegen die politischen Ränkeschmiede bestehen zu können.

"Ein wunderbarer Krimi aus dem alten Wien!"

Bücherschau zu "Die Liebermann-Papiere"

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Holger Wolandt, Lotta Rüegger
Originaltitel: Death and the Maiden
Paperback , Broschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-74250-9
Erschienen am  11. July 2011
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein teuflischer Fall für Max Liebermann

Von: Manuela Candal

05.10.2021

ACHTUNG! SPOILER! Wien 1903: Die Starsängerin der Hofoper wird tot aufgefunden. Zunächst scheint es, dass sie an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben ist. Doch der Pathologe stellt einen Rippenbruch fest: es muss Mord sein. Der Verdacht fällt auf ihre Konkurrentin. Doch dann stellt sich heraus, dass sie schwanger vom Wiener Oberbürgermeister war, der gerade eine beispiellose Kampagne gegen Juden beginnt. Inspektor Rheinhardt und sein Freund, der Psychoanalytiker Liebermann, stehen einem schweren Fall gegenüber. Die dunkle Seite Wiens wie Diebstahl, Mord und Totschlag sind hier allgegenwärtig. Aber auch die große Kreise drehende Korruption – auch in den eigenen Reihen der Polizei und dem inneren Kreis der Regierung sowie das Thema des Antisemitismus wird hier behandelt. Aber es gibt auch die andere Seite, die intellektuelle Seite Wiens. So spielt hier neben Sigmund Freud auch Gustav Mahler eine wichtige Rolle, er ist hier nämlich noch Direktor der Wiener Oper und muss sich gegen althergebrachte Rituale und Sitten des Orchesters wehren und dagegen ankämpfen. Fazit Auch wenn es sich hierbei nicht um einen „blutrünstigen“ Krimi handelt, so ist er doch spannend und fesselnd. Vor allem die historischen Hintergründe machen diesen Roman lesenswert – und das auch für Nicht-Krimi-Fans!

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Opulent und dekadent

Von: Tina

10.12.2020

Wien zur Jahrhundertwende scheint ein ganz besonderer Ort zu sein. Alles scheint einen etwas opulenter und dekadenter zu sein, als anderswo. Das fängt bei den großen, wunderschön gestalteten Häusern an und endet noch lange nicht bei den köstlichen Kuchen und Süßspeisen zum Kaffee. Es herrscht passend dazu auch eine gewisse Leichtigkeit im Umgang miteinander und im Umgang mit den gängigen Konventionen. Intellektuell reichhaltig Genauso reichhaltig wie die Auswahl an Süßspeisen ist hier auch die Auswahl an intellektueller Anregung in Form von Wissenschaft, Literatur und Musik. Sigmund Freud versucht hier seine noch recht neue Arbeit und die daraus resultierenden Erkenntnisse publik zu machen. Aber auch ein Gustav Mahler, damals noch Direktor der Wiener Oper, kämpft gegen althergebrachte (Un)Sitten im Orchestergraben. Dunkle Seiten Es gibt natürlich auch die andere, die dunkle Seite Wiens. Nicht nur, dass Verbrechen wie Diebstahl, Mord und Totschlag immer weiter und sich greifen, sondern auch die Korruption ist überall zu finden und hat längst auch den inneren Zirkel der Regierung erfasst. Der Antisemitsmus wird nicht nur in Wien immer salonfähiger, sondern verbreitet sich über ganz Europa und unser Hauptverdächtiger im vorliegenden Fall ist daran kräftig beteiligt. Gute Mischung Der Kriminalfall ist spannend und gut durchdacht, aber ich habe viel mehr Spaß an dem ganzen drumherum. Die Mischung aus den fiktiven und tatsächlichen historischen Persönlichkeiten wie Kaiser Franz Joseph, Sigmund Freud, Gustav Mahler und vielen mehr hat mir super gefallen. Auch die sehr detaillierten Beschreibungen der historischen Verhältnisse, der stets sachte vorhandene Glaube an esoterisches und gleichzeitige Hinwendung an weltliche Freuden fand ich wirklich gut gelungen. Wenig Krimi Für reine Krimifans ist der kriminalistische Part vielleicht etwas zu einfach und zu durchschaubar, die Lösung vielleicht ein bisschen zu psychologisch. Gegenüber all den anderen Teilen dieses Buches wirkt der Fall vielleicht auch etwas spärlich - aber ich fand das nicht weiter schlimm. Ich bin ohnehin ein Fan von guten Beschreibungen der Umgebung und gerade bei historischen Krimis macht das für mich auch einen Teil des Reizes aus. Mein Fazit: Der Tod und das Mädchen von Frank Tallis ist ein Krimi, in dem der Kriminalfall ein bisschen wenig Raum bekommt. Aber all die detaillierten und liebevollen Beschreibungen des Drumherums haben mir soviel Spaß gemacht, dass ich auf jeden Fall noch weitere Bücher der Reihe lesen werde.

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Vita

Frank Tallis ist Schriftsteller und praktizierender klinischer Psychologe. Für seine Romane, vor allem für seine Erfolgsserie um den Psychoanalytiker und Detektiv Max Liebermann, erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den “Writers' Award from the Arts Council of Great Britain” und den “New London Writers' Award”. Tallis lebt in London.

Zum Autor

Pressestimmen

"Ein besonderer Genuss für Kenner des Genres sowie für Liebhaber atmosphärisch dichter Schilderungen."

Kölner Illustrierte zu "Wiener Blut"

"Auf 536 Seiten entsteht ein Sittengemälde aus einer Zeit, als die neuen Erkenntnisse der Wissenschaften auch die Kriminologie revolutionierten."

Der Standard zu "Wiener Blut"

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