Der Pinguin

A Very Graphic Novel

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Paperback
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»Der Pinguin« ist wieder da – erstmals in Farbe!

In der Arktis hört dich niemand schreien: Ein verliebtes Eskimopärchen, Alkohol, Drogen und ein geiler Pinguin bei minus 30 Grad – kann das gut gehen? Nicht wirklich – wie Walter Moers in seinem extremsten Comic erzählt. Dieser erscheint nun erstmals in Farbe und mit zusätzlichen Bildern. Ganz ohne Worte, aber in einer Bildersprache, die ihresgleichen sucht. Eine »very graphic novel« mit Sex, Gewalt und guter Laune – denn »Blut ist komisch« (Walter Moers).

„Der neu aufgelegte frühe Comic (…) strotzt vor morbidem Grenzüberschreitungen und zum Kreischen komischen Pointen – ohne dass ein Wort fällt. Eine überfällige Wiederentdeckung.“

Der Tagesspiegel, Ralph Trommer (30. Januar 2013)

Paperback , Klappenbroschur, 108 Seiten, 21,0 x 21,0 cm
durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-8135-0528-3
Erschienen am  19. November 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Walter Moers – Der Pinguin - A Very Graphic Novel

Von: SocMag Society Magazine Book Corner

21.11.2020

Walter Moers ist zum einen für seine kindlichen Geschichten von Käpt’n Blaubär allerdings auch für seine nicht jugendfreien Comics wie Das Kleine Arschloch, Der Alte Sack, Adolf, oder etwa auch Der Pinguin die viele Erwachsene gefüllt mit schwarzem Humor belustigen und alles andere als kindergeeignet sind. Das Comic-Buch „Wenn der Pinguin zweimal klopft…“ wurde bereits vor Acht Jahren beim Albrecht Knaus Verlag unter dem Titel „Der Pinguin- A Very Graphic Novel“ neu aufgelegt und ist nach wie vor in seiner Erstauflage im gut sortierten Buchhandel sowie auch dem Onlinehandel erhältlich. Anders als in der ursprünglichen Fassung sind die Illustrationen in der Neuauflage färbig gehalten, sodass diese um einiges ansprechender sind als die schwarz-weiße Fassung, die rund fünfzehn Jahre davor erschienen ist. In Der Pinguin stehen auch dieses Mal wieder Sex, Gewalt aber auch gute Laune im Mittelpunkt, denn der hierin befindliche rabenschwarze Humor seitens Moers Zeichnungen springt auf jeden Fall auf einen über, sodass man beim Betrachten der Seiten durchaus ins Schmunzeln kommt. Betrachten ist ein Wortlaut, der hier bewusst von uns gewählt wurde, da sich einem hier in erster Linie Comics bieten, die jedoch keine wirklichen Dialoge mit sich bringen und dennoch sehr aussagekräftig sind. Der Pinguin hat eine kriminelle Ader und steht auf einmal in einem Iglu eines ahnungslosen Eskimopärchens, welches sich unter seiner warmen Bettdecke gemütlich gemacht hatte, was bei eisigen Temperaturen von minus dreißig Grad, die in der Artis herrschen durchaus verständlich ist. Alkohol, Drogen und der Drang nach Befriedigung treiben den Pinguin, sodass dieser vor nichts zurückschreckt und auch Gewaltbereit ist. So wundert man sich auch nicht weiter, dass dieser bereits von der Polizei gesucht wird, jedoch findet der Pinguin für all seine Probleme, die sich ihm in den Weg stellen die passende Lösung, um diese zu beseitigen. Ende gut, alles gut – oder etwa doch nicht? Was man hier zu sehen bekommt ist eine sehr unterhaltsame Geschichte, die von schwarzem Humor nur so trieft und in welcher das Blut nur so trieft. Wer bereits den einen oder anderen Comic oder vielleicht sogar Film gesehen hat, der von Walter Moers produziert wurde, weiß worauf er sich einlässt und weiß vermutlich auch den doch sehr speziellen Humor mit Sicherheit zu schätzen und zu lieben. Die langen Nasen von Moers Figuren haben einen enormen Wiedererkennungswert und ist in der Tat auch sein Markenzeichen, denn selbst wenn man möglicherweise an die eigenen Kindheit zurückdenkt, dann weiß man, dass auch Käpt’n Blaubär und sein Matrose Hein Blöd im unverkennbaren Stil gezeichnet wurden. Optisch als auch inhaltlich ist dieser Comic sehr unterhaltsam und sehr gut in seiner Gestaltung. Der Pinguin braucht keine großen Worte um letztendlich eine abenteuerliche Geschichte die sich schnell als Krimi entpuppt, zu bieten. Unserer Ansicht nach ist dem Zeichner und Autor auch hier wieder ein wahres Meisterwerk gelungen, welches sowohl für Fans als auch für Neuankömmlinge auf jeden Fall geeignet ist, sofern man das achtzehnte Lebensjahr überschritten hat, denn hier ist auf jeden Fall darauf zu achten, dieses außer Reichweite von Kindern aufzubewahren, da diese aufgrund der bunten Bilder sicherlich sonst leicht in Versuchung kommen hier hinein zu blättern. Alles in allem sind wir bereit dem Comic Buch „Der Pinguin – A Very Graphic Novel“ acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte zu geben, sodass wir euch diesen sehr gerne weiterempfehlen können. Wer ein Freund des schwarzen Humors und keineswegs prüde ist, der wird von den hier enthaltenen einhundertacht Seiten regelrecht begeistert sein. Ein klassischer Comic von Walter Moers wie man sie seit über zwei Jahrzehnte bereits kennt und vor allem in Zeiten wie diesen eine Erheiterung in der kalten Jahreszeit darstellt.

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Vita

Walter Moers ist der Schöpfer des „Käpt´n Blaubär“ und anderer großer Charaktere wie „Das kleine Arschloch“, „Der alte Sack“, „Der Fönig“, „Adolf“ sowie der kongeniale Übersetzer und Illustrator von Zamoniens größtem Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz. Zuletzt erschien seine Übersetzung von Mythenmetz` „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“.

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