Der Basar des Schicksals

Roman

(7)
Paperback
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Mai 1897: Der große Brand von Paris bedeutet für viele den Tod. Für vier Frauen ist er die Rettung

Während einer Wohltätigkeitsveranstaltung, einem prächtigen Basar mitten in Paris, bricht ein Feuer aus, das schnell auf die Kleider und Hüte der vorwiegend weiblichen Besucherinnen überspringt. Die Türen, die sich nur nach innen öffnen lassen, werden von den Massen blockiert. Innerhalb weniger Minuten sterben mehr als 120 Menschen. Für Alice und Adrienne, zwei Frauen der Oberschicht, bedeutet diese Katastrophe auch die Chance, sich von den Fesseln, die ihnen die Gesellschaft auferlegt, zu befreien, ihren ungeliebten Männern zu entfliehen und ihrem Herzen zu folgen. Währenddessen gelingt es der jungen Émeline und der Journalistin Lucile, im Chaos des Geschehens über sich hinauszuwachsen und sich neu zu erfinden.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Antoinette Gittinger
Originaltitel: Le Bazar de la Charité
Originalverlag: Michel Lafon
Paperback , Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-42496-8
Erschienen am  12. Oktober 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Paris, Frankreich

Rezensionen

Verlust und Chance

Von: LiteraTüren

27.02.2021

Ein Tag, ein Ereignis ist immer in der Lage, das Leben eines Individuums zu verändern. Wie viel mehr gilt diese Erkenntnis für einen Basar des Schicksals, wie es der Bazar de la Charité 1897 in Paris war. Bouhiers Roman ist mehr als ein Bericht über den Brand, bei dem mehr als 100 Menschen ihr Leben ließen. Auffällig ist die große Anzahl an Frauen und Kinder, die an diesem Tag in die Leichenhalle gebracht werden. Am 4. Mai 1897 verloren etwa 140 Menschen ihr Leben beim Ausbruch eines Feuers während des Bazar de la Charité, eines jährlich wiederkehrenden Wohltätigkeitsbasars in der französischen Hauptstadt. Sogar Sissis Schwester, die Herzogin Sophie, befand sich unter den Opfern. Ein Opfer, zumindest fühlte sie sich so, war Adrienne bereits vor diesem schicksalhaften Tag im Frühjahr 1897. Ihre Sehnsucht war es, ihrem groben, gewalttätigen Mann zu entkommen und ein Leben zu führen, dass nicht von einem Mann bestimmt wurde. Neben Adrienne sind auch Lucile, Alice und Élimene Protagonistinnen des Buches. Diese Auswahl lässt erahnen, dass Frauen und ihre Situation zum Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich das zentrale Thema des Romans sind. Bouhier zeigt, dass der Basar des Schicksals neben seiner fatalen Wucht auch eine Chance auf ein neues Leben mit sich bringt. So versteht es Adrienne und entflieht ihrem Peiniger. Der Roman diente einem großen Streamingdienst als Vorlage für die gleichnamige Serie. Der Leserin und dem Leser wird aber empfohlen, das Buch vor der Serie zu lesen. Gewöhnungsbedürftig ist Bouhiers Schreibtstil wenigstens anfänglich. Der Roman liest sich, nicht ungewollt, wie ein Tatsachenbericht. So ist der Kapitelüberschrift jeweils ein Datum und ein zeitlicher Bezug zum Brandereignis beigefügt. Dies und die dauernd wechselnde Perspektive führen die Leserin und den Leser auf die sachliche Ebene des Betrachters. Die Perspektivwechsel erfolgen zudem unregelmäßig, unangekündigt und mehrfach in einem Kapitel. Dies erfordert Aufmerksamkeit. Da sich die Leserin und der Leser aber ohnehin in einer objektiven Stellung befindet, kann dies funktionieren. Odile Bouhier schreibt mit „Der Basar des Schicksals“ ein Buch über das Leben von vier Frauen, die durch ein Ereignis Verlust und Chance zugleich erfahren. Vier starke Frauen, die es damals wie heute gibt. Der sachliche Schreibstil führt zu einer Objektivität, die es braucht, um das Thema frei von Sentimentalität zu erzählen.

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Eine facettenreiche Geschichte mit purem Spannungseffekt

Von: magic_and_crazy_reader

02.02.2021

Schon allein der Klappentext dieses Buches hat mich so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt lesen musste. Und was soll ich sagen: Die Geschichte konnte mich wirklich überzeugen. Zwar störten mich am Anfang die vielen Perspektivwechsel, die ohne große Überleitungen eingebracht wurden, aber wenn man sich mit der Zeit an die vielen Namen gewöhnt, macht es einfach nur noch Spaß. Man hat die ganze zeit mit gefiebert und wollte wissen, was jetzt nun mit Victor passiert. Die coolsten Charaktere waren meines Erachtens Matteo und Lucille, aber alle Charaktere hatten einen totalen Wiedererkennungswert. Ich mochte das Buch sehr sehr gerne und kann es nur weiterempfehlen.

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Vita

Odile Bouhier

Odile Bouhier ist eine renommierte französische Drehbuch- und Krimiautorin. »Der Basar des Schicksals« ist ihr erster in Deutschland veröffentlichter Roman.

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