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Matthias Glaubrecht

Das Ende der Evolution

Der Mensch und die Vernichtung der Arten

(2)
Paperback
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Der Mensch und die Vernichtung der Arten

In seiner ebenso umfassenden wie beklemmenden Analyse des überall spürbaren Verlusts an Biodiversität sieht der renommierte Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht mit dem sich abzeichnenden größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier eine weltweite biologische Tragödie auf uns zukommen. Der Mensch ist heute so zum entscheidenden Evolutionsfaktor mutiert, der die Existenzgrundlage aller Lebewesen – auch seine eigene – gefährdet. Ob das Ende der Evolution, das spätestens ab Mitte des 21. Jahrhunderts ein realistisches Szenario zu werden droht, noch aufzuhalten sein wird, darüber wird allein unser Tun in den unmittelbar vor uns liegenden Jahrzehnten entscheiden.

»Glaubrecht trägt den Stand des Artensterbens in Zahlen und Analysen so zusammen, dass man das Buch besser nur im stabilen Gemütszustand zur Kenntnis nimmt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (12. Januar 2020) (09. July 2020)

Originaltitel: Das Ende der Evolution
Originalverlag: C. Bertelsmann Verlag, München 2019
Paperback , Klappenbroschur, 1.072 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-55448-7
Erschienen am  28. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Lesegenuss zu einem eindringlichen Thema

Von: Marta Berger

22.01.2020

Diese durch evolutionsbiologischen Gehalt und ästhetisch narrativen Stil beeindruckende Publikation zum durch Menschen verursachten Verlust der Biodiversität beeindruckt durch assoziative Gedankengebäude und löst eine emotionale Beziehung zu diesem uns alle betreffenden Thema aus, so dass dieses Werk das Potential hat, einen Beitrag zu leisten, die notwendigen Veränderungen in der gegenwärtigen menschlichen Gesellschaft zur Abwendung eines weiteren massiven Artensterbens zu unterstützen.

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Zu lang, um überzeugend zu sein

Von: MartinS

09.01.2020

Matthias Glaubrecht ist ein deutscher Zoologe und Wissenschaftsjournalist. Er studierte Biologie an der Universität Hamburg, wo er 1990 sein Diplom erlangte und 1994 promoviert wurde. Von 1994 bis 1995 arbeitete er an der Universität Hamburg. Von 1996 bis 2009 arbeitete er in verschiedenen Museen. 2011 habilitierte er sich an der Humboldt-Universität Berlin. Er forscht über evolutionäre Systematik, historische Biogeographie, Morphologie und Wissenschaftsgeschichte der Biologie. In seinem neuesten Werk (und das kann sich mit über 1000 Seiten sehen lassen), DAS ENDE DER EVOLUTION, rechnet Glaubrecht mit der Menschheit ab. Und das mit ungeschönten, ernstzunehmenden Worten. Ich würde sagen, es ist ein wichtiges Buch, das durchaus aufrüttelt (obwohl es viele andere Bücher zum Thema gibt, sie alle aufrütteln sollten, aber wenn man ehrlich ist … der Effekt ist gleich null. Bücher zu schreiben oder zu lesen ist nur ein kleiner Tropfen auf … man kennt das Sprichwort ja). Glaubrecht gibt Beispiele, die offensichtlich sind und auch ständig in den Medien kursieren (das Verschwinden der Insekten, wobei es nicht unbedingt um die Arten selbst, sondern um die Anzahl, die Biomasse, geht; die letzten Nashörner und afrikanischen/Asiatischen Großkatzen …), aber auch andere, die zum Nachdenken anregen. Davor wirft er einen Blick auf die Menschwerdung, zeigt woher wir (vermutlich) kommen und wirft auch einen Ausblick darauf, wohin wir gehen. Und die letzten Seiten werden (so wie man es von einem Buch dieser Art erwartet) von Quellen- und Literaturhinweisen eingenommen und bieten noch mehr Interessantes zum Thema. Es hätte ein gutes Buch werden können, das aber aufgrund der Dicke schon die meisten Leser abschrecken dürfte (und mich selbst hat es etwas überrascht). Selbst ohne Literatur und Quellen sind es noch 900 Seiten, die gelesen werden wollen und Informationen bieten. Und ja, die Botschaft gefällt mir, sie ist wichtig und sollte sich endlich in den Köpfen der Menschheit durchsetzen. Das Buch hat auch seine Stärken, denn es ist verständlich geschrieben, nimmt kein Blatt vor dem Mund und zeigt teilweise sehr drastisch (aber realistisch) wie der Mensch auf seine Umwelt einwirkt. Was mir nicht gefallen hat: Ich finde den Titel irreführend. Es wird zwar immer wieder erklärt, warum wir das Ende der Evolution herbeiführen, aber so richtig ist das nicht. Evolution ist fortführend und nur weil einige (leicht übertrieben) Arten aus dem Verkehr gezogen werden (und diese Arten keine Möglichkeit mehr haben sich weiter zu entwickeln) endet für andere die Evolution nicht, nur weil ein Tier (wir) den Planeten verändert. Evolution endet erst, wenn der Planet zerstört ist (nicht mehr existiert), aber darum geht es in diesem Buch nicht. Ich finde den Titel irreführend und wenn er reißerisch sein sollte, dann verfehlt er in meinen Augen seinen Zweck. Aber vielleicht ist das auch gar nicht beabsichtigt. Was mir auch nicht gefällt (was aber vielleicht in einem mehrere hundert seiten dicken Buch nötig ist) sind die ständigen Wiederholungen von Tatsachen. Das ermüdet und langweilt auf Dauer (und zieht das Buch vermutlich nur unnötig in die Länge). Und was mich auch stört, sind die Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler. Normalerweise bin ich jemand, der darüber hinwegsehen kann (besonders bei meinen eigenen), aber manchmal stören sie mich, vor allem wenn sie gehäuft auftauchen. Die falsche Trennung des Elbufers fand ich ja durchaus erheiternd, aber die Erwähnung von madegassischen Koboldmakis (gibt es nicht) und Rehhühnern (falsche Schreibweise des Rebhuhns, taucht aber mehr als einmal auf) hat mich doch sehr gestört. Wie gesagt: Es hätte ein wichtiges Buch sein können und der Autor hat auch viel zu sagen. Aber: Kürzer wäre besser gewesen und würde vermutlich auch mehr Leser ansprechen.

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Vita

Matthias Glaubrecht, Jahrgang 1962, leitet als Evolutionsbiologe und Professor für Biodiversität das Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg. Er schreibt regelmäßig für Zeitungen und Zeitschriften und hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter „Am Ende des Archipels, Alfred Russel Wallace“ (2013).

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Pressestimmen

»Vielleicht eines der wichtigsten Bücher des Jahres.«

Standard (14. August 2020)

»Glaubrecht möchte Denkanstöße geben, und das gelingt ihm hervorragend.«

Riffreporter (14. August 2020)

»Dieses Buch ist ein Appell: Natur und Tiere brauchen unser Handeln. Jetzt! Sonst erwischt es am Ende auch uns.«

ARD ttt (14. August 2020)