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Marion Herzog

Algorytmica

Roman

Paperback NEU
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Wir schreiben das 24. Jahrhundert: Nach einer globalen Katastrophe haben sich die Überlebenden in riesige unterirdische Bunkeranlagen, sogenannte Archen, zurückgezogen. Dank hochmoderner Technologie und fähiger Programmierer sind die Arche-Bewohner vierundzwanzig Stunden am Tag in virtuelle Welten eingeloggt und können so vergessen, dass sie tief unter der Erdoberfläche in winzigen Zellen an lebenserhaltende Systeme angeschlossen sind. Dann kommt es eines Tages zu einem Black-out, die Systeme fallen aus und es wird klar, wie verletzlich die unterirdische Gesellschaft eigentlich ist. Die Informatikstudentin Kaja wittert eine Verschwörung, aber niemand nimmt sie ernst. Sie erhält jedoch Unterstützung von unerwarteter Seite: Liam Turner ist ein brillanter Kopf, der Verbindungen ins Darknet hat, und er glaubt Kaja. Und tatsächlich kommen die beiden einem gewaltigen Komplott auf die Spur ...


ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-42451-7
Erschienen am  13. December 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Gefangen in einer Vision

Von: Zitro

16.01.2022

Nach einer nicht benannten Katastrophe sind einige Menschen in Archen unter die Erde gezogen. Dort werden die Körper in Tanks mit Nährstoffen versorgt und am Leben gehalten. Nur als visuelle Form leben sie ihr Leben. Dabei ist ein Chip im Kopf und überwacht alle Daten. Aber was geschieht mit diesen Daten?! Wir begleiten Katja, eine Studentin der Informatik. Ihre Eltern sind wahre Könner darin und betreiben eine Firma, die künstliche digitale Welten erschafft. Ihr Vater ist auch Vorsitzender des Rates der Arche. Also könnte doch dieses Leben ein Traum sein. Ohne Gefahren alle möglichen Dinge ausprobieren, medizinisch überwacht und perfekt versorgt. Und dennoch hat das Leben Nachteile. Wegen der langen Lebenserwartung gehen die Nährstoffe schneller zu Ende. Auch hier gibt es Mächtige, die ihre Sicht der Dinge durchsetzen wollen. Als Katja Zweifel am visuellen Leben kommen, bestätigt Liam sie in der Entscheidung, die Arche zu verlassen. Die Autorin Marion Herzog hat mich mit den ersten Seiten in diese Zukunftsvision entführt. Das Buch ist in der Zukunft angesiedelt. Aber keine unrealistische Möglichkeit. Wir bekommen immer wieder Einblick in die Gesetzgebung der Arche und durch Newsfeed die der Öffentlichkeit zugängliche Informationen. Umso beklemmender ist das tägliche Leben der Protagonisten. Was anfangs wie ein Paradies erscheint, wird nach und nach beklemmend. Da verwundert es nicht, dass einige Bewohner zurück an die Erdoberfläche wollen. Aber wird ihnen die Flucht gelingen?! Ob sie erfolgreich sind, erfahren wir am Ende nicht ganz. Es bleibt Platz für Spekulationen. Aber ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen.

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Dystopie mit offenem Ausgang

Von: Buecherwurm2

10.01.2022

Von zehn Milliarden Menschen, die im 22. Jahrhundert auf der Erde leben, waren binnen Monaten nur noch eine halbe Million übrig und gezwungen, unter Tage zu leben, so wird es den reproduzierten Nachkommen erzählt. Die Überlebenden haben es geschafft, sich unter Tage maschinell in Einzel-Nährstofftanks zu versorgen und parallel eine digitale „Hologrammwelt“ aufzubauen, einschließlich Elektronik und Energieversorgung, welche die Realität inklusive Luxuseinrichtung und virtueller Verpflegung perfekt nachbilden soll. Der Alltag darin bietet viel Zerstreuung, man „fährt“ virtuell in Sandalen in eine eisige Stadt, ohne Selbstbestimmung über Nervenzustand und das programmierte Gepäck, lässt Avatare Scherben kehren... Angenehmer Schreibstil, weitgehend (aber nicht vollständig) ohne Gewaltszenen (anders als in der Matrix), spart nicht an detaillierten Eindrücken. Und nicht an Grusel, als ein Mädchen wieder zu Mama "zurückkommt", als dieser das Geld für die Röstaromen der aufwändigen Gebäck-Codes schon fehlt. Sie bleibt nicht das einzige Opfer skrupelloser Machenschaften, deren eigentliches ideologisches Ziel allerdings mir nicht klar geworden ist. Trotz oder gerade wegen der spannenden Geschichte braucht man zwischendurch umso mehr ein Tässchen „Realität“, noch selbst den Staub zu wischen und zu wissen, dass das Tageslicht im Stromaus-Falle immer noch da wäre.

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Vita

Marion Herzog studierte Literaturwissenschaften und Anglistik in München und verbrachte einige Zeit in London und Auckland. Sie betreute viele Jahre als Redakteurin erfolgreich Buchprojekte, bevor sie ihre eigene Liebe zum Schreiben entdeckte. Unter anderem Namen hat sie bereits mehrere Krimis veröffentlicht, nun wagt sie mit »Algorytmica« den Aufbruch in die ferne Zukunft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

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