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44 TAGE - Und Deutschland wird nie mehr sein, wie es war

Thriller

(2)
Paperback
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Sein Job: das Land zu schützen. Sein Gegner: der Terror. Seine Entscheidung: die härteste seines Lebens.

5. September 1977: Der Terror in Deutschland nimmt immer brutalere Ausmaße an. Auf offener Straße wird der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer entführt. Roland Manthey, Chef des Verfassungsschutzes und mächtigster Staatsmann im Krisenfall, weiß auch ohne das Bekennerschreiben, wer dafür verantwortlich ist. Die RAF fordert die Freilassung ihrer inhaftierten Mitglieder im Austausch gegen die Geisel. Eilig beruft Manthey einen Krisenstab ein, der vor der größten Bedrohung in der Geschichte der Bundesrepublik steht. Während das verängstigte Volk den Atem anhält, sucht Manthey fieberhaft nach der Geisel. Doch als die Ereignisse eskalieren, steht er vor der schwersten Entscheidung seines Lebens …

Als Sohn des damaligen Verfassungsschutzleiters hat Stephan R. Meier die RAF-Zeit hautnah miterlebt und entwickelt daraus einen hochspannenden Politthriller.

»Empfehlenswert für all diejenigen, die den Deutschen Herbst selbst nicht miterlebt haben, aber auch für Zeitzeugen, die sich zurückerinnern an jene aufgewühlten, hysterischen Wochen.«

dpa (13. April 2021)

ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 464 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 3 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10544-2
Erschienen am  08. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Spannend erzähltes Kapitel deutscher Geschichte

Von: Sigismund von Dobschütz aus Bad Kissingen

14.05.2021

Ungemein spannend liest sich der kürzlich erschienene Roman „44 Tage“ des deutschen Autors Stephan R. Meier (63) über eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Autor schildert in seinem Buch jene hysterischen 44 Tage im September 1977, die mit der Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer (1915-1977) ihren Anfang nahmen und mit seinem Tod ihr bitteres Ende fanden. Mit Schleyers Entführung wollten die RAF-Terroristen der zweiten Generation die Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt erpressen, ihre seit fünf Jahren einsitzenden Vorbilder und Anführer um Andreas Baader und Gudrun Ensslin aus der Justizvollzugsanstalt Stammheim freizulassen. Dieser in Deutschland einmalige, von der älteren Generation bis heute unvergessene und den Staat erschütternde Terrorakt bildete den Höhepunkt jahrelanger RAF-Aktivitäten. „44 Tage“ ist nur ein Roman – dies betont der Autor zu Recht, sind doch reale und fiktive Personen vermischt, manches Geschehen nur erdacht. Allerdings muss man sich dies beim Lesen immer wieder bewusst machen, hält sich doch der Autor sogar in Details ungemein nah an den Fakten, die teilweise erst Jahre später, manche nach der Auflösung der DDR bekannt wurden. Vieles hat Autor Stephan R. Meier sogar nur in Gesprächen mit seinem Vater Richard Meier (1928-2015) erfahren. Dieser hatte als Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz jene 44 Tage in vorderster Front miterlebt und die internationalen Aktivitäten des deutschen Geheimdienstes mit dem israelischen Mossad und dem amerikanischen CIA koordinieren müssen. Dem Autor gelingt es in seinem Thriller durch Verknüpfung von Fakten und Fiktion hervorragend, auch nachgeborenen Lesern diese für den Fortbestand der Bundesrepublik so wichtige Zeit in atmosphärischer Dichte zu schildern. Immerhin stand die von den Westmächten aufmerksam beobachtete noch junge Republik vor dem kritischen Punkt, die Position eines Rechtsstaates zu verlassen und erneut in einen Polizei- und Überwachungsstaat zurückzufallen: Um Schleyer und seine Entführer zu finden, hatte der Kanzler alle Bürger aufgerufen, Verdächtiges der Polizei zu melden, womit er der Denunziation missliebiger Nachbarn Tür und Tor geöffnet hatte. Die Polizeiarbeit, eigentlich Aufgabe der Länder, wurde unter Leitung des Bundeskriminalamts in Bonn zentralisiert. Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfe wurden überwacht, Telefone möglicher RAF-Sympathisanten abgehört und deren Post kontrolliert. Die Stimmung im Staat drohte zu kippen: Zwei Drittel der Bevölkerung waren für die Wiedereinführung der Todesstrafe. „Sie spielten mit den Grundfesten der Verfassung. Es war ein verzweifeltes Ringen … um die Glaubwürdigkeit der Demokratie.“ An anderer Stelle wird die missliche Lage deutlich: „Wie sollen wir die Terroristen vor Gericht stellen, wenn wir sie freilassen? Und wie unser Land schützen, wenn Mörder und Entführer frei herumlaufen? Wir müssen abwägen, was uns wichtiger ist. Und damit sind wir automatisch schuldig.“ Trotz hektischer Aktivität war die Bundesregierung im Grunde handlungsunfähig und konnte nur abwarten. Außerdem hatte Kanzler Schmidt die Devise „Der Staat darf sich nicht erpressen lassen“ ausgegeben – im Bewusstsein, dass dies dem Todesurteil Schleyers gleichkam. Der Roman „44 Tage“ kann allen Zeitzeugen ebenso wie den Nachgeborenen, die den „Deutschen Herbst“ nicht miterlebt haben, zur Lektüre unbedingt empfohlen werden. Man erfährt viel über die Hintergründe des damaligen Geschehens und die Zusammenhänge internationaler Politik zu jener Zeit, in der es letztlich Helmut Schmidt und seinem entschlossenen „Ritt auf der Rasierklinge“ zu verdanken war, dass die Bundesrepublik vor ihrem Rückfall in den Totalitarismus bewahrt wurde.

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Spannend erzähltes Kapitel deutscher Geschichte

Von: Buchbesprechung

14.05.2021

REZENSION – Ungemein spannend liest sich der kürzlich im Penguin Verlag erschienene Roman „44 Tage“ des deutschen Autors Stephan R. Meier (63) über eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Autor schildert in seinem Buch jene hysterischen 44 Tage im September 1977, die mit der Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer (1915-1977) ihren Anfang nahmen und mit seinem Tod ihr bitteres Ende fanden. Mit Schleyers Entführung wollte die RAF-Terroristen der zweiten Generation die Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt erpressen, ihre seit fünf Jahren einsitzenden Vorbilder und Anführer um Andreas Baader und Gudrun Ensslin aus der Justizvollzugsanstalt Stammheim zu entlassen. Dieser in Deutschland einmalige und von der älteren Generation unvergessene und den Staat erschütternde Terrorakt bildete den Höhepunkt jahrelanger RAF-Aktivitäten. „44 Tage“ ist nur ein Roman – dies betont der Autor zu Recht, sind doch reale und fiktive Personen vermischt, manches Geschehen nur erdacht. Allerdings muss man sich dies beim Lesen immer wieder bewusst machen, hält sich doch der Autor sogar in Details ungemein nah an den Fakten, die teilweise erst Jahre später, manche nach der Auflösung der DDR bekannt wurden. Vieles hat Autor Stephan R. Meier sogar nur aus Gesprächen mit seinem Vater Richard Meier (1928-2015) erfahren. Dieser hatte als Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz jene 44 Tage in vorderster Front miterlebt und die internationalen Aktivitäten des deutschen Geheimdienstes mit dem israelischen Mossad und dem amerikanischen CIA koordinieren müssen. Dem Autor gelingt es in seinem Thriller durch Verknüpfung von Fakten und Fiktion hervorragend, auch nachgeborenen Lesern diese für den Fortbestand der Bundesrepublik so wichtige Zeit in atmosphärischer Dichte zu schildern. Immerhin stand die von den Westmächten aufmerksam beobachtete noch junge Republik vor dem kritischen Punkt, die Position eines Rechtsstaates zu verlassen und erneut in einen Polizei- und Überwachungsstaat zurückzufallen: Um Schleyer und seine Entführer zu finden, hatte der Kanzler alle Bürger aufgerufen, Verdächtiges der Polizei zu melden, womit er der Denunziation missliebiger Nachbarn Tür und Tor geöffnet hatte. Die Polizeiarbeit, eigentlich Aufgabe der Länder, wurde unter Leitung des Bundeskriminalamts in Bonn zentralisiert. Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfe wurden überwacht, Telefone möglicher RAF-Sympathisanten abgehört und deren Post kontrolliert. Die Stimmung im Staat drohte zu kippen: Zwei Drittel der Bevölkerung waren für die Wiedereinführung der Todesstrafe. „Sie spielten mit den Grundfesten der Verfassung. Es war ein verzweifeltes Ringen … um die Glaubwürdigkeit der Demokratie.“ Einen Staatssekretär lässt der Autor sagen: „Wie sollen wir die Terroristen vor Gericht stellen, wenn wir sie freilassen? Und wie unser Land schützen, wenn Mörder und Entführer frei herumlaufen? Wir müssen abwägen, was uns wichtiger ist. Und damit sind wir automatisch schuldig.“ Trotz hektischer Aktivität war die Bundesregierung im Grunde handlungsunfähig und konnte nur abwarten. Außerdem hatte Kanzler Schmidt die Devise „Der Staat darf sich nicht erpressen lassen“ ausgegeben – im Bewusstsein, dass dies dem Todesurteil Schleyers gleichkam. Der Roman „44 Tage“ kann allen Zeitzeugen ebenso wie den Nachgeborenen, die den „Deutschen Herbst“ nicht miterlebt haben, zur Lektüre unbedingt empfohlen werden. Man erfährt viel über die Hintergründe des damaligen Geschehens und die Zusammenhänge internationaler Politik jener Zeit, in der es letztlich Helmut Schmidt und seinem entschlossenen „Ritt auf der Rasierklinge“ zu verdanken war, dass die Bundesrepublik vor ihrem Rückfall in den Totalitarismus bewahrt wurde.

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Vita

Stephan R. Meier, geboren 1958, hat in der Schweiz studiert und in China, Frankreich, Italien, Spanien, Thailand und den USA als Hotelier gearbeitet. Neben dem Thriller »NOW« veröffentlichte er zwei biografische Sachbücher, darunter eines über seinen Vater Richard Meier, der in den Siebzigerjahren Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz war. In »44 TAGE« verarbeitet er sein exklusives Insiderwissen über den Höhepunkt der RAF-Zeit zu einem großen Politthriller.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Meier konzentriert sich auf die Spannungen hinter den Kulissen. [...] Das Ergebnis ist ein gut konstruierter, lebendiger und spannungsgeladener Politthriller.«

Hamburger Morgenpost (22. April 2021)

»Ein Politthriller [...], der neben einer spannungsgeladenen Lektüreunterhaltung unbedingt dazu anregt, sich noch einmal mit den tatsächlichen Geschehnissen rund um den Herbst 1977 auseinanderzusetzen.«

B5 aktuell Neues vom Buchmarkt (07. April 2021)

»Ein Roman über die größte sicherheitspolitische Krise der Bundesrepublik. Meiers Roman ist Fiktion, aber er fußt auf langen Gesprächen, die er mit seinem Vater über jene 44 Tage führte. Wie die Geheimdienste gemeinsam gegen die Terroristen kämpften? Der Roman liefert spannende, neue Einblicke.«

»Ein brisantes Kapitel der Zeitgeschichte aus einer interessanten Perspektive geschildert.«

ORF Burgenland (29. March 2021)

»Meier findet für seinen Thriller einen eigenen Blickwinkel. Er erzählt aus der Sicht der Krisenstäbe gespickt mit Insiderwissen.«

»Ein aufregendes, anregendes Buch.«

egoFM Buchhaltung (12. April 2021)

»Eine gute Ablenkung und Inspiration gleichzeitig.«

»Es wäre an der Zeit mithilfe des Buches über das ein oder andere neu nachzudenken und danach zu recherchieren.«

»Verstörend realistisches Szenario.«

Die Welt über »NOW«

»Eine beunruhigende, aktuelle Zukunftsvision. Brisant!«

HÖRZU über »NOW«

»Unerhört spannend.«

Sächsische Zeitung über »NOW«

»Lesenswert.«

Münchner Merkur über »NOW«

»Fulminante Hochspannung!«

Madame über »NOW«

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