»Du musst gut auf die Glasperlen aufpassen, kleiner Schatz. Eines Tages werden wir uns wiedersehen, und dann werden wir uns mit ihrer Hilfe erkennen.«



Ein besonderer Roman, der die Grenzen der Herkunft, der Hautfarbe und der Zeit sprengt – berührend und aktueller denn je!



Lisa Wingate

Die Glasperlenmädchen

1875: Nachdem der Amerikanische Bürgerkrieg das Land in Chaos gestürzt hat, werden drei Frauen auf ihrer Reise nach Texas zu unfreiwilligen Weggefährtinnen: Lavinia, die Tochter weißer Plantagenbesitzer, ihre Halbschwester Juneau Jane sowie Hannie, eine ehemalige Sklavin. Jede der drei ist in eigener Mission unterwegs. Einzig drei blaue Glasperlen sind Hannie als Andenken geblieben – und als Erkennungsmerkmal, sollte sie ihre Liebsten je wiedersehen …
1987: Als die frischgebackene Lehrerin Benedetta Silva das erste Mal die Schule in Augustine, Louisiana, betritt, ist nichts wie erwartet: Statt moderner Klassenzimmer und lernfreudiger Schüler begegnen ihr Armut sowie Skepsis gegenüber Fremden und jeder Art von Fortschritt. Eines Tages kommt ihr eine Idee: Wenn die Schüler Neuem gegenüber so unaufgeschlossen sind, wie verhält es sich dann mit der Vergangenheit? Kurz darauf ruft sie ein Ahnenforschungsprojekt ins Leben – und stößt dabei auf eine alte Geschichte, die alles verändert ...

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Die wahre Geschichte hinter "Die Glasperlenmädchen"

Der Funke für Hannies und Bennys Geschichte kam auf ganz moderne Art und Weise – per E-Mail. Eine Frau, die gerade meinen Roman »Libellenschwestern« gelesen hatte, schrieb mir, weil sie mir ein anderes geschichtliches Detail näherbringen wollte. In ihrer Funktion als Freiwillige der »Historic New Orleans Collection« fütterte sie eine Datenbank mit den Angaben aus über hundert Jahre alten Zeitungsannoncen. Ziel des Ganzen war, eine Vermissten-Rubrik zu erhalten und all jenen zur Verfügung zu stellen, die via Internet genealogische und historische Recherchen anstellten. Allerdings sah die Frau sehr viel mehr in den Vermisstenanzeigen als reines Recherchematerial. »Hinter jeder dieser Annoncen steckt eine Geschichte«, schrieb sie mir. »Die fortwährende Suche nach geliebten Menschen, die man teilweise vierzig Jahre oder länger nicht mehr gesehen hatte.«

Auf meine Bitte hin verschaffte sie mir Zugang zu der Datenbank, wo ich regelrecht in einen Kaninchenbau fiel, in ein Wunderland aus längst vergangenen Leben, aus Geschichten und Gefühlen und Sehnsüchten, festgehalten mit den leicht verschwommenen Lettern alter Druckerpressen. Manche der Menschen, die hier genannt sind, lebten möglicherweise nur noch in diesen verzweifelten Bittschriften, verfasst in behelfsmäßigen Klassenzimmern, an Küchentischen oder auf Kirchenbänken und anschließend weitertransportiert mit Zügen, Postkutschen, auf Raddampfern und in den Satteltaschen von Reitern, die die Post in die entlegensten Landesteile einer sich immer weiter ausbreiteten Nation brachten. Und stets waren die Schreiben von Hoffnung und Sehnsucht beflügelt.

In der Hochphase der Annoncen, die im »Southwestern Christian Advocate«, einer methodistischen Zeitung, veröffentlicht wurden, ging das Blatt an fast fünfhundert Prediger, achthundert Postämter und mehr als viertausend Abonnenten im ganzen Land. In der Einführung wurden die Pastoren gebeten, die Schreiben von der Kanzel herab zu verlesen, um so die Namen all jener publik zu machen, die nach ihren vermissten Angehörigen suchten. Zudem wurden auch all jene gebeten, deren Suche von Erfolg gekrönt war, dies der Zeitung zu melden, um so andere zur Mithilfe zu ermutigen. Die »Lost Friends«-Vermisstenannoncen waren quasi das Äquivalent zu unseren heutigen Social-Media-Plattformen – ein Mittel, um selbst die abgelegensten Teile eines zerstückelten, von Not und Ängsten gebeulten Landes zu erreichen, das nach dem jahrelangen Krieg noch immer Mühe hatte, seine eigene Identität zu finden.

Über 90 Fünf-Sterne-Bewertungen: Die Libellenschwestern

Eine Familie, vier Schwestern. Ein Unglück, das sie für immer trennt. Eine Liebe, die sie auf ewig eint.
Der bewegende SPIEGEL-Bestseller, inspiriert von einer wahren Geschichte.

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Lisa Wingate
© Wyatt McSpadden Photography

Wer ist Lisa Wingate?

Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Ihren großen Durchbruch feierte sie mit »Die Libellenschwestern«. Der Roman führte nicht nur die »New York Times«-Bestsellerliste über ein Jahr hinweg an, er eroberte auch die SPIEGEL-Bestsellerliste sowie Tausende Leserherzen im Sturm. Die Autorin lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.

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