Leserstimmen zu
Lautloses Duell

Jeffery Deaver

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Lara Gibson wird tot aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass ein Hacker ihren PC schon länger ausspioniert und sie so als Opfer ausgewählt hat. Unter dem Codenamen Phate hackt der Mörder sich in die Computer seiner zukünftigen Opfer ein. Detective Anderson geht einen ungewöhnlichen Weg und holt sich Hilfe bei einem Häftling. Wyatt Gillette, Computergenie, soll helfen, Phate aufzuspüren. So beginnt ein nervenzerreißender Hackerkrieg zwischen den Beiden. Dies ist die Neuauflage des Buches von Jeffery Deaver aus dem Jahr 2002. Das Cover ist etwas hübscher, der Inhalt natürlich der Gleiche. Der Thriller benötigt etwas Zeit um an Fahrt aufzunehmen und ich tat mir durch die ganzen Hackerbegriffe zu Beginn schwer reinzukommen, auch wenn der Autor es immer wieder schafft, die nötigen Erklärungen gut einzubauen. Wenn es mir mit den Beschreibungen zu ausufernd wurde, habe ich die Absätze überflogen. Die Charaktere sind detailliert und glaubwürdig gezeichnet und auch das Silicon Valley mit den ganzen Computerfirmen wird gut beschrieben. Man hatte das Gefühl, dass der Autor gut recherchiert hat und mit seinem flüssigen Schreibstil auch ordentlich Fachwissen in die Geschichte eingebracht hat. Besonders hat mir Wyatt Gillette gefallen. Man konnte sich durch die Beschreibung seiner Persönlichkeit den Hacker, seine Gedanken und Gefühlswelt super vorstellen. Die Ermittlungsarbeit gefiel mir sehr gut und ich war oft genug, genau wie die Polizei auf dem falschen Weg. Es gab viele überraschende Wendungen, die die Handlung spannend gehalten haben und die Jagd im blauen Nichts lebendig gehalten haben. Ab der Hälfte des Buches war der Krieg zwischen Phate und Gillette so spannend, mitreißend und authentisch geschrieben, dass man das Buch kaum weglegen konnte. Es war genial, dieses Hin und Her zwischen den beiden Hackern zu lesen und ich fand es toll, dass sich die Schlinge um Phate immer weiter zugezogen hat, es ihm aber dennoch immer wieder gelungen ist, sich gerade noch zu retten. Auch wenn sich der Beginn etwas schwer lesen ließ, war das Buch ab der Hälfte an Spannung kaum zu überbieten. Vielleicht eher für Computernerds, doch wenn man über die erste Hürde des Hacker-Alphabets hinwegkommt, ist es sehr zu empfehlen.

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In Silicon Valley werden brutale Morde verübt. Der Killer ist jedoch anders, als die bisher bekannten Täter. Er hackt sich vorab in die Computer seiner Opfer ein und spioniert somit ihre geheimsten Gedanken, Wünsche und Ziele aus. Detective Anderson weiß sich nicht anders zu helfen und holt den begabten und aktuell im Gefägnis sitzenden Wyatt Gillette in seine Truppe. Der Kampf Hacker gegen Hacker beginnt! "Lautloses Duell" ist ein alleinstehender Roman von Jeffery Deaver und konnte mich nach einer längeren Aufwärmphase begeistern. Obwohl der Roman bereits 2001 erschien, was man ihm auch deutlich anmerkt, entführt der Autor seine Leser in eine digitale Welt, die nicht nur Gutes, sondern auch Grausames hervorbringt. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man nicht nur Anderson und seiner Einsatztruppe, sondern auch Wyatt Gillette, der als Hacker im Knast saß und nun der Polizei dabei helfen soll, einen Mörder festzusetzen. Die Ermittlungen konzentrieren sich dabei fast vollkommen auf die Angriffe, die der Killer namens Phate online ausführt. Die offline stattfindende Polizeiarbeit wird nur am Rande beschrieben. Für mich war das eine willkommene Abwechslung, da ich eine Affinität für das Digitale habe. Und die sollte man auch besitzen, da man sich ansonsten schnell langweilen wird. Zugegeben, auch ich wollte zu Beginn aufgeben, dachte ich doch, dass Jeffery Deaver mir auf den ersten 150 Seiten schon alles präsentiert hat. Da hatte ich mich aber gründlich geirrt und das, obwohl ich Deavers Stil und Erzählweise schon lange kenne. Gerade hatte ich mich damit abgefunden, dass der Thriller linear verläuft..PENG! Haut mir der Autor eins mit dem Knüppel drüber und gibt seinem Werk eine vollkommen andere Richtung. Chapeau! Die Figuren sind in meinen Augen lebensnah und realistisch beschrieben. Ich fand sehr schnell Zugang zu allen Charakteren. Besonders ins Herz geschlossen habe ich aber Wyatt Gillette, den Hacker. Er gibt mit einer Engelsgeduld Einblick in die digitale Welt, erklärt, nach welchem Codes Hacker handeln und zeigt bei dem allen auch noch ein ermittlerisches Gespür. Das fand ich großartig. Denn obwohl die Beschreibung nach einem Superheld klingt, ist Gillette das ganz und gar nicht. Auch er hat seine Schwächen, Fehler und tappt so manches Mal im Dunkeln. Insgesamt emfpand ich das Figurenensemble als ausgewogen und toll gemischt. Die Story benötigt eine gewisse Anlaufphase, um dann richtig ins Rollen zu kommen. Nachdem ich über einen gewissen Punkt hinaus war, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und habe das Buch innerhalb von 2 Tagen inhaliert. Deaver versteht es, Dinge im Ungewissen zu lassen, seine Leser zu verunsichern und ihnen dann mit einer Wendung den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Grandios! Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist detailreich, aber dennoch mitreißend und erzeugt immer wieder den Drang, weiterzulesen. Fazit: Lautlos kommt der Tod. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen Hang fürs Digitale hat!

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