Rezensionen zu
Der Ickabog

J.K. Rowling

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Eine spannende Welt

Von: Lori

19.02.2021

In Schlaraffien sind alle Menschen zufrieden und ihr Leben ist perfekt! Aber nicht weit entfernt liegt das Marschland und dort lebt der Ickabog. Aber ist der nicht nur ein Mythos, ein Kinderschreck...? J. K. Rowling hat hier eine wunderbare Märchenwelt erschaffen mit vielen interessanten Charakteren. Wahre Helden und gemeine Bösewichte! Im ersten Moment mussten wir dabei an den Grinch denken. Heike Makatsch als Sprecherin ist eine sehr gute Wahl. Sie versteht es, den verschiedenen Personen eine glaubwürdige Stimme zu geben, ihre Emotionen auszudrücken und die Stimmungen einzufangen. Es wahrer Hörgenuß! Der Ickabog ist ein tolles Märchen für Kinder und Erwachsene. Aber vielleicht sollte man die Altersempfehlung auf 10 Jahre hochsetzen. Die Geschichte ist recht düster. Es geht nicht nur um die schönen Seiten, auch Mord und Totschlag kommen vor. Ähnlich wie bei den späteren Harry Potter Bänden verlagert sich der Schwerpunkt auf die älteren Kinder.

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Inhalt: Die Legende vom Ickabog, der so groß wie zwei Pferde sein soll, wird schon lange in Schlaraffien erzählt. Doch als König Fred der Furchtlose selbst einen Ickabog im Marschland, das im hohen Norden liegt, gesehen haben soll, verändert sich alles im Königreich. Angeblich soll der Ickabog Major Wonnegleich gegessen haben… Angst bricht in Schlaraffien aus. Doch gibt es den Ickabog wirklich? Und ist er wirklich so böse, wie alle immer behaupten? Meinung: Ich liebe die Bücher von J.K. Rowling, vor allem natürlich die Harry-Potter-Reihe. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses besondere Märchen, das die Autorin vor einigen Jahren für ihre eigenen Kinder geschrieben hat. Die Story selbst ist ein spannendes Abenteuer mit ganz fiesen Bösewichten und heldenhaften Protagonisten. Die märchenhafte Erzählung der Geschichte mochte ich sehr, jedoch ist mir persönlich die Story an manchen Stellen viel zu düster und deshalb würde ich es auf gar keinen Fall Kindern ab 8 Jahren empfehlen. Ich weiß, dass Märchen immer etwas blutrünstiger, fieser und grausamer als „normale“ Kindergeschichten ausfallen, aber man sollte im Vorfeld wissen, dass diese Geschichte doch recht viele Intrigen, Lügen und Mord und Totschlag beinhaltet. Daher empfehle ich das Hörbuch eher ab 10 Jahren. Die etwas gewöhnungsbedürftigen Namen wie Lord Spuckelwert und Lord Schlabberlot haben mich amüsiert und ich musste an einigen Stellen herzhaft lachen. Am meisten beeindruckt hat mich allerdings Lilli Lerchensporn, denn sie ist sehr mutig, gibt nie die Hoffnung auf und setzt sich für andere ein. Besonders das Ende der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, das war wirklich schön. „Der Ickabog“ ist eine rundum gelungene Geschichte, die man keinesfalls mit den Büchern der Harry-Potter-Reihe vergleichen sollte. Dieses Märchen mit wichtigen Botschaften zeigt uns, wie wichtig es ist, seine Stimme gegen Ungerechtigkeiten zu erheben. Fazit: Mit ihrem neuen Kinderbuch „Der Ickabog“ ist der Autorin J.K. Rowling ein humorvolles, wenn auch etwas blutrünstiges Märchen mit lehrreichen Botschaften gelungen. Das Buch fand ich schon richtig klasse, aber die von Heike Makatsch grandios umgesetzte Lesung ist ein spannendes Hörvergnügen für die ganze Familie. Ich empfehle dieses Hörbuch Kindern ab 10 Jahren und vergebe 5 von 5 Sternchen.

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Die Legende vom Ickabog ist in ganz Schlaraffien bekannt, schon den Kleinsten wird eingebläut sich vom Marschland – dem Lebensraum der Bestie – fernzuhalten. Was aber passiert, wenn ein Mythos sich verselbstständigt und plötzlich niemand mehr so recht weiß was nun wahr und was erfunden ist? Bevor es mit der Geschichte so richtig losgeht, erhält der Hörer erst einmal einen Überblick der Charaktere und der sonstigen Gegebenheiten, die innerhalb der Handlung mal mehr mal weniger relevante Rollen innehaben. Somit ist aber gleich zu Beginn ein hohes Maß an Konzentration gefragt, damit die Namen nicht gleich wieder in Vergessenheit geraten. Sicherlich erhält man im weiteren Verlauf weiterführende Informationen, den ersten Eindruck allerdings möchte man ungern verpassen. Was mehr oder minder harmlos beginnt und schon den Anschein einer langwierigen Erzählung macht, zeigt peu à peu Abgründe der menschlichen Seele auf. Mitunter stellt man sich die Frage, ob die dargestellten Ereignisse tatsächlich bereits für die angegebene Zielgruppe geeignet sind oder ob hier etwas weniger nicht doch mehr gewesen wäre. Denn die Brutalität nimmt stetig zu und erreicht Ausmaße, bei denen dem Hörer nur noch der Atem stocken kann. Ungläubigkeit und Unverständnis machen sich breit. Heike Makatsch nimmt den Hörer mit in dieses seltsam anmutende Königreich. Sie hat ein breites stimmliches Repertoire zu bieten, welches sie gekonnt ausschöpft und somit die Atmosphäre in die heimischen Zimmer überträgt. Gemeinsam wird gehofft, gebangt, gezittert, geflucht und noch vieles mehr, die emotionale Bandbreite scheint unerschöpflich. Ob die Geschichte allerdings selbst gelesen ebenso funktioniert, ist fraglich. Märchenhaft und bildgewaltig wird hier eine Geschichte erzählt, die mehr als nur einen wahren Kern besitzt und viele Aspekte des menschlichen Miteinanders beleuchtet.

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Das Gute und das Böse

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

10.02.2021

Klappentext: „Schlaraffien war einst das glücklichste Königreich der Welt. Es gab Gold zuhauf, einen König mit einem unglaublich schneidigen Schnurrbart und dazu Metzger, Bäcker und Käser, die mit den erlesenen Produkten ihrer Handwerkskunst Menschen vor Begeisterung zum Tanzen brachten, wenn diese davon aßen. Alles war perfekt – ausgenommen das neblige Marschland im Norden, wo einer Legende zufolge der schreckliche Ickabog hauste. Alle wussten natürlich, dass der Ickabog nur ein Mythos war, mit dem man kleinen Kindern Angst machte. Das Lustige an solchen Geschichten ist aber, dass sie manchmal ein eigenes Leben entwickeln. Kann ein Mythos zur Absetzung eines beliebten Königs führen? Kann er ein Land an den Rand des Verderbens bringen? Und kann er zwei Kinder völlig unerwartet in ein gefährliches Abenteuer stürzen? Der Ickabog kommt ...“ Eine neue Geschichte aus der Feder von J.K. Rowling und was soll man dazu sagen? Es ist, mal wieder, grandios! Die neue Welt, Schlaraffien, die Rowling hier mit ihren Bewohnern geschaffen hat, lässt einen, Dank Sprecherin Heike Makatsch, sofort zum Besucher werden. Typisch für „Märchen“ gibt es auch hier eine gute und eine dunkle Seite. Auf der dunklen Seite „wohnt“ laut einer Legende der Ickabog. Die Geschichte nimmt nach anfänglicher Ruhe, schnell an Fahrt auf und nimmt uns mit auf eine spannende Reise. Ich muss gestehen, das Heile Makatsch hier eine Glanzleistung vollbracht hat, denn nur sie konnte die Gefühle und den Ausdruck der Situationen so gut einfangen und erzählen wie niemand sonst. Ihr Stimmvolumen und die Möglichkeiten, die Stimmlagen so authentisch zu verändern, lassen den Hörer regelrecht am Lautsprecher kleben. Aber, es gibt ein kleines „aber“. Für meine Begriffe war es hier und da einfach zu düster und die Altersfreigabe ab 8 Jahre finde ich etwas zu weit unten angesetzt. Es ist keine Gruselgeschichte aber sie hat ein gewisses Potential dafür und könnte so manches Kind um den Schlaf bringen....Denn wie wir Hörer jetzt ja alle wissen, können aus Mythen manchmal auch Wahrheiten werden und Mythen entwickeln ein Eigenleben, das man nicht mehr kontrollieren kann....lauschen Sie der Geschichte vom Ickabog und lassen sie sich eines besseren belehren! 4 von 5 Sterne gibt es hier von mir!

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Dem Königreich Schlaraffin geht es so gut, wie man es sich nur wünschen kann, alle Menschen dort sind glücklich und leben im Überfluss. Über die düsteren Geschichten aus dem Marschland im Norden kann man hier nur lachen, denn niemand glaubt daran, dass es den Ickabog gibt, der dort angeblich Schafe und Menschen frisst. Bis zu dem Tag, an dem der König sich auf eine Reise dorthin begibt und der Mythos um den Ickabog zu neuem Leben erwacht. Die Geschichte vom Ungeheuer aus den Wäldern nimmt ihren Lauf und bringt dunkle Zeiten über Schlaraffin. Die Geschichte beginnt, wie so viele Märchen, in einem weit entfernten Königreich: Schlaraffin. Das Land und seine BewohnerInnen wurden liebevoll eingeführt, sodass wir uns den Genuss und Überfluss dort nur allzu gut vorstellen konnten und an vielen Stellen schmunzeln mussten. Die Geschichte nimmt sehr schnell an Tempo zu und ein Ereignis reiht sich an das nächste, wodurch kaum Zeit für Langeweile oder Fragen bleibt. Schnell wird klar: Nicht jeder in Schlaraffin ist ein guter Mensch, manche handeln nur in ihrem eigenen Interesse und versuchen, die Geschicke im Königreich so zu lenken, wie sie es brauchen – und das ohne jede Rücksicht. Was mit einem einzelnen, unglücklichen Ereignis beginnt, hat Folgen für alle Schlaraffiner. Jeder Gedanke, jede Lüge, jede Handlung birgt Risiken und Konsequenzen von ungeahntem Ausmaß und schon bald gibt es niemanden mehr, der nicht in das Geschehen verstrickt oder davon betroffen ist. Im Zuge dieses Geschehens steigert sich leider auch die Grausamkeit der Geschichte. Menschliche Abgründe tun sich auf, es wird über Leichen gegangen und die Frage, wer das wahre Monster in dieser Welt ist, scheint sich von selbst zu beantworten. "Der Ickabog" wird ab 8 Jahren empfohlen, für uns ist das jedoch kein (Hör-)Buch, das wir an Kinder verschenken würden. Die Grausamkeit wird zwar durch lustige Namen wie "Lord Spuckelwert" und "Schlabberlot" abgeschwächt, allerdings erscheinen uns Morde und ein paar andere Handlungen/Beschreibungen, die in dem Buch vorkommen, einfach nicht kindgerecht. Uns selbst war das Geschehen stellenweise zu brutal, um noch nachvollziehbar zu sein. So viel zu den Menschen, doch was ist nun eigentlich mit dem Ickabog? Diese Frage haben wir uns während des Hörens das eine oder andere Mal gestellt und wollen hier nicht zu viel verraten. Den Ickabog lernen wir nämlich erst sehr spät in der Geschichte so richtig kennen, er und sein Leben haben uns allerdings am Besten gefallen. Hier hat sich J. K. Rowling wirklich etwas Tolles ausgedacht. Natürlich ist die Vorlesestimme bei einem Hörbuch besonders ausschlaggebend, und Heike Makatsch liest wirklich toll! Sie kann die verschiedenen Charaktere mit ihrer Stimme einfangen und zum Leben erwecken und beweist dabei eine unglaubliche Stimmvielfalt, die das Zuhören umso schöner macht. Die Geschichte selbst hatte zwischendurch eine kleine Länge, weil einfach alles immer schlimmer und brutaler wurde, war ansonsten aber spannend und kurzweilig. Schlaraffin ist toll dargestellt, die Figuren sind durchdacht konstruiert und ihre Schicksale auf unvorhersehbare Weise miteinander verwoben. Keiner ist losgelöst von dem Geschehen und dem Handeln der anderen. Es war unglaublich spannend, dass wir als Hörende die Informationen hatten, die den BewohnerInnen Schlaraffins gefehlt haben und so miterleben konnten, welch verheerendes Ausmaß eine kleine Lüge erzielen kann. Wir geben der Geschichte vom "Ickabog" 4 Sterne für ein wundervolles Hörerlebnis, das mit ein bisschen weniger Grausamkeit eine wirklich tolle Kindergeschichte hätte sein können und uns dann noch ein bisschen besser gefallen hätte.

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Nach langer Zeit bekommen wir wieder ein Kinderbuch von J.K. Rowling Es war quasi vorprogrammiert, dass ich mir dieses Buch kaufen würde und ebenso klar, dass ich es nicht ungelesen in mein Regal stellen würde. Also habe ich es zwischen meine Rezensionsexemplare geschoben und bin sehr froh darüber. In der Geschichte begleiten wir die Kinder Wim Wonnegleich und Luzie Lerchensporn. Beide wohnen in der Nähe des Königspalastes. Ein Ort, an dem es den Menschen im Königreich besonders gut geht. Zu Beginn der Geschichte ist Schlaraffien ein Land voller Wohlstand. Das Essen ist traumhaft und die Lebensbedingungen sind angenehm. Außer hoch im Norden. Dort ist das Land so karg, dass die dort lebenden Marschländer wirklich zu kämpfen haben. Aus diesem Landstrich stammt auch die Legende vom Ickabog. Ein gefährliches riesenhaftes Wesen, welches viel Schaden anrichtet. In der Hauptstadt interessiert man sich jedoch kaum dafür. Hier reitet der König gern zur Jagt, lässt sich stets nach der neuesten Mode einkleiden, wird viel umjubelt und lässt es sich auch sonst richtig gut gehen. Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Lillis Mutter, die oberste Schneiderin bei Hofe über einem Auftrag für den König tragisch verstirbt. Wusste der König wirklich nicht, dass sie zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich nicht auf der Höhe war? Die einen glauben so, die anderen so. Darüber wird manche Freundschaft entzweit. Lilli hält den König für einen verwöhnte Egoisten, während Wim der Ansicht ist, dass man dem König vergessen hat den Zustand von Lillis Mutter mitzuteilen. Auch dem König kommt dies zu Ohren. Als ein armer Schäfer am Tag der Königssprechstunde in die Hauptstadt reist um vom Ickabog zu berichten, ist der König bereits so verunsichert, dass er dessen Erzählung - der Ickabog habe seinen treuen Hund gefressen - glauben schenkt und mit einem Trupp zum ersten Mal in den Norden des Landes reist. Der Ickabog soll zur Strecke gebracht werden. Doch was dort oben im Norden geschieht, ist dramatisch. Zuletzt weiß keiner mehr, ob er den gefählichen Ickabog nun gesehen hat, oder nicht. Wims Vater kommt in dem Durcheinander zu Tode. Doch wer ist hieran wirklich schuld? Lord Spuckelwert, der ein enger Freund des Königs ist, sieht seine Stunde gekommen. Wenn er dafür sorgen kann, dass der Ickabog ernst genommen wird, anstatt für eine Legende gehalten zu werden... wenn er es schafft, den König einzuschüchtern und von der Außenwelt abzuschirmen... wenn, ja wenn... dann könnte er selbst die Macht an sich reißen und ein schrecklich wichtiger und reicher Mann werden. Und so türmt Spuckelwert Lüge auf Lüge und verstrickt sich immer tiefer. Der gerissene Mann hat für jedes auftauchende Problem eine Lösung. Die Lage spitzt sich zu. Das einst so blühende Land versinkt in Traurigkeit und Armut und nichts scheint das ändern zu können. Und zuletzt stehen wir vor der Frage: Gibt es den Ickabog wirklich, oder ist er nur erfunden? Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht verraten. In diesem Buch stecken viele wertvolle Weisheiten. Es geht um Wahrheit, Lüge, Bestechung, Verleumdung, Mord, Mitläufertum, jene die Aufstehen und NEIN sagen, Mut, Freundschaft, Liebe, Stärke und Ehrlichkeit. Wir erleben, was geschehen kann, wenn das Böse die Überhand gewinnt und auch, wie es den Guten darunter ergeht. Wie wir es von J.K. Rowling kennen, wird es zu einer Wendung kommen, bei der alle das ernten, was sie gesät haben. Obwohl das vorher bereits fest steht, ist doch der Weg dahin ein sehr spannender und auch der Ausgang ist etwas ganz neues und unerwartetes. Zwei Funfacts am Rande Dieses Buch hat mich streckenweise ein wenig an die Geschichte vom Grüffelo erinnert. Ein bekanntes Kinderbuch von Julia Donaldson und Axel Scheffler. Dort wird den Tieren des Waldes von einem Monster berichtet, von dem niemand so recht weiß, ob es existiert oder nicht. Wie auch in der Geschichte vom Ickabog wird der Grüffelo dazu benutzt, anderen Angst einzujagen. Wem der Name Ickabog bekannt vorkommt, ohne dabei an dieses Buch zu denken, der kennt vermutlich einen sehr alten, in Vergessenheit geratenden, Disney-Film namens: Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte.

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Wie so viele andere auch bin ich ein riesiger Fan von Harry Potter. Frau Rowling zählt für mich zu den besten Schriftstellerinnen überhaupt. Nur ihre Drehbuchfassungen konnten mich leider nicht fesseln. Aber endlich! Endlich gibt es ein neues Werk, in dem sie uns Teil an ihrem schöpferischen und schreiberischen Talent haben lässt. Entschuldigt, aber bei Theater- oder Drehbuchfassungen kann ich einfach nicht in dem Maße in die Handlung eintauchen wie bei Prosa. Außerdem ist Frau Rowling eine meisterhafte Geschichtenerzählerin. So ist „Der Ickabog“ eine jener selten vorkommenden Geschichten, die einen vom ersten Wort packt und nicht mehr loslässt. Um Kindern und Eltern während des Lockdowns im Frühjahr 2020 eine Abwechslung zu bieten, hat sie sich entschieden, den „Ickabog“ herauszubringen. Das Märchen steckt voller skurriler Charaktere, die eine breite Palette von Stereotypen abdecken. Der König ist somit ein selbstverliebter Tyrann, der sich am liebsten schmeicheln lässt. An seinem Hofe leben Schmeichler und Intriganten. Daneben gibt es tugendhafte, mutige und ehrliche Charaktere, die allesamt wunderbar wortspielerische Namen erhalten haben. Im Königreich Schlaraffien, das dem märchenhaften Schlaraffenland nachempfunden ist, geht die Sage nach dem Ickabog um. Einer schauderhaften Gestalt, mit der Kindern Angst eingejagt wird. Dabei gibt es den Ickabog doch gar nicht. Oder etwa doch? Es ist äußerst unterhaltsam, das herauszufinden. Die Hörbuchfassung wird von Heike Makatsch gelesen, die den meisten sicher als Schauspielerin („Tatsächlich…Liebe“ und vieles, vieles mehr.) bekannt ist. Ihre Stimme ist unglaublich facettenreich und klar mit einem vollen Klang. Ich konnte mit ihr wunderbar in das Märchen eintauchen und finde ihre Interpretationen der Figuren sehr passend und angenehm. Für ein Kinderbuch stecken in der Handlung reichlich Intrigen, viel Ungerechtigkeit und böse Taten. Aber letztlich ist auch Harry Potter diesbezüglich keine leichte Kost und dennoch geliebt von Kindern weltweit. Vermutlich muss jeder selbst entscheiden, wann er seinem Kind das Märchen vom Ickabog zutraut. Aber lesen sollte man es unbedingt! Vielen Dank an derHörverlag für das Rezensionsexemplar!

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Inhalt: Ein sagenumwobenes Ungeheuer, ein Königreich in großer Gefahr und zwei Kinder, die außergewöhnlichen Mut beweisen müssen. In diesem ganz besonderen Märchen geht es um den Sieg von Hoffnung und Freundschaft gegen alle Widrigkeiten, erdacht von einer der besten Geschichtenerzählerinnen der Welt, J.K. Rowling. Fazit: Der Anfang hat mich etwas überrascht, da ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt hatte. Das Cover finde ich zwar einfach, dennoch passend gestaltet. Es sticht sofort ins Auge und ist ein echter Hingucker. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Ich bin mir sicher, dass die Geschichte sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern beliebt sein wird. J.K. Rowling hat bei diesem Buch unglaublich viel Kreativität eingebracht, welche sich bei den Namen, Orte, Lebensmitteln und vielen weiteren Dingen widerspiegelte. Kritisch finde ich allerdings, dass sehr viele Protagonisten sterben (meistens ermordet werden), zwar ist man das aus bisherigen Büchern der Autorin bereits gewohnt, doch in diesem Buch waren es eine große Menge an Toten! Am besten gefiel mir die Grundidee vom Ickabog, der wirklich ein unglaubliches Wesen ist. Aber darüber will ich euch noch nichts verraten. Alles in allem bekommt das Buch eine definitive Kaufempfehlung von mir.

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