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Rezensionen zu
1984

George Orwell

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Einer der Literaturklassiker, dessen Elemente vielfach adaptiert wurden. Meine erste Begegnung mit "1984" hatte ich als Kind tatsächlich in Form einer Geschichte im Lustigen Taschenbuch Nr. 181 "Der Traum vom großen Onkel". Höchste Zeit also, den Klassiker auch mal in seiner ursprünglichen Form zu lesen. Die in der Reihe "Klassiker zum kleinen Preis" erschienene Neuübersetzung ist optisch bereits ein kleiner Bücherschatz: hochwertig gebunden mit Schutzumschlag und auch das Papier ist von sehr guter Qualität. Der Erzählstil ist zwar leicht verständlich, an die neu eingeführte Sprache "Neusprech", die die Alltagssprache "Altsprech" ersetzen soll, muss man sich allerding erst einmal gewöhnen. Das Gegenteil von gut ist ungut, die Steigerungen von gut sind plusgut bzw. doppelplusgut. Auch werden Wörter umgedeutet, was zeigt, wie sehr der Staat in das Leben und sogar in die Gedanken seiner Bürger eingreift. Die Atmosphäre ist düster und bedrückend. George Orwell zeichnet die erschreckende Vision eines totalitären Staats, in dem Gedankenpolizei, Überwachung und Angst vor der Obrigkeit allgegenwärtig sind und das karge Leben der Bürger bestimmen. Eine alternative Realität oder gar Zukunftsvision? Es ist eine erschreckende Welt in der die Arbeiterklasse mit Absicht dumm gehalten und jegliche Aktivität per Teleschirm oder Mikrophon überwacht wird. Privatsphäre gibt es nicht, denn der große Bruder sieht alles. Die Schilderungen und Denkweisen stimmen nicht nur kurzzeitig nachdenklich, sondern bleiben im Gedächtnis. "1984" wäre sogar eine Schullektüre, die ich beispielsweise in Politik/Sozialwissenschaften gerne gelesen hätte. Ein moderner Klassiker, dessen Züge erschreckend Parallelen zum Heute zeigen: Personenkult, Abhängigkeit, totale Überwachung, Gehirnwäsche, gläserne Bürger. Eine düstere und bedrückende Dystopie, die jeder gelesen haben sollte.

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"1984" ist fraglos ein Klassiker den man gelesen haben muss. Als eine der ersten Dystopien, hat dieses Buch für viele folgenden den Ton angegeben und sogar in unseren Alltag sind viele Begriffe daraus eingeflossen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass der Anaconda Verlag nun eine so passend gestaltete Neuauflage herausgegeben hat. Zu der Geschichte muss ich denke ich nicht viel sagen, die kennt sicher jeder, mehr oder weniger. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, den will ich hier gleich vorwarnen: es ist auf jeden Fall keine angenehme oder spannende Lektüre. Was man hier vor allem findet sind tiefgründige politische Betrachtungen. Dafür sind diese umso lehrreicher und ich denke man kann vieles daraus als Warnung und Lehren für moderne politische Entwicklungen mitnehmen. Genau aus diesem Grund wird "1984" meiner Meinung nach auch nie an Aktualität verlieren. Leider hat diese Anaconda Klassiker Ausgabe keine Anmerkungen oder Erläuterungen des Übersetzers, obwohl dies meiner Meinung nach gerade hier angebracht gewesen wäre, da wie schon erwähnt so viele Begriffe daraus in den modernen Wortschatz übernommen wurden und besonders für die politischen Ausführungen Querverweise hilfreich gewesen wären.

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Spannendes Buch

Von: Yanthara

03.03.2021

Da ich schon oft von dem Buch gehört habe und mein Tättoowierer mir das Buch immer wieder empfehlen hat, wollte ich es nun selbst lesen. Ich war positiv von dem Buch überrascht, zum einen fand ich die Übersetzung sehr stimmig, auch die Eigenwörter bzw Wortneuschöpfungen wurden gut übersetzt, wie beispielsweise Neusprech, Doppeldenk und alles. Wodurch der Lesefluss nicht gestört wurde, an sich lässt sich die Story sehr gut lesen. An manchen Stellen zieht sich aber leider die Story etwas. Und es dauert etwas bis die Handlung so richtig beginnt, da am Anfang ziemlich viel beschrieben wird. Das Buch ist in drei Teile unterteilt, im ersten Teil wird man quasi in die Welt eingeführt und lernt Winston kennen. Im zweiten Teil geht es um eine Art Liebesgeschichte. Hauptthema ist aber das auflehnen gegen den Großen Bruder. Teil Drei beschäftigt sich damit, dass man Winston wieder gefügig machen will, damit er wieder ein vorbildlicher Bürger ist. Diese drei Tele unterscheiden sich stark von einander, es war sehr spannend zu lesen, wie sich die Geschichte sich entwickelt. Es war auch erstaunlich, wie manche Geschehnisse und Gedanken aus den Buch auch auf unsere Gesellschaft zutreffen. 1984 ist ein Klassiker den man gelesen haben sollte, gerade auch weil er zum nachdenken anregt. Genauso sollte man Farm der Tiere gelesen haben, auch ein sehr schönes und kritisches Werk von George Orwell. Mir scheint auch, als wäre George Orwell ein Autor der immer etwas untergeht. Was ich sehr schade finde, weil seine Werke gut sind. Was mir immer noch nicht ganz klar ist, warum die Serie ‚Big Brother‘ genannt wurde. Klar der Große Bruder im Buch ist quasi die politische Übermacht, die alles überwacht und auch in jeder Wohnung eine Apparatur installiert ist, welche die Bewohner jeden Augenblick mit einer Kamera überwacht und sie auch abhört. Im Prinzip ist es im Buch der totale Überwachungs-Staat und es wird eine Gesellschaftskritik deutlich, aber dennoch greift die Serie den Big Brother auf. Ich finde es schwierig. Klar basiert die Serie quasi auch auf totaler Überwachung, aber ohne die Ideologie des Buches. Das Cover des Buches finde ich auch sehr passend mit der Skyline und dem großen Dreieck mit dem Auge darin. Was auch ein bisschen an die Illuminati erinnert. Wobei es ja auch irgendwo passend ist, weil es ja auch in 1984 auch um eine Art Verschwörung geht, zumindest würde ich die politischen Machenschaften des Großen Bruder auch als Verschwörung ansehen, gerade hin Hinblick auf die Manipulation die geschieht. Die Farben vom Cover finde ich auch gut gewählt, mit blau und grau.

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Der große Bruder, der alles sieht!

Von: Dennis

28.02.2021

Was für eine grandioses und erschreckend realitätsnahes Universum hat Orwell da bitte mit „1984“ erschaffen? Eine unglaublich detaillierte und komplexe Dystopie, die vor (selbst heute noch) zeitgenössischer Gesellschaftskritik nur so strotzt. 1949 erstmals erschienen und doch erschuf Orwell ein „Alexa“-ähnliches Gerät, dass zu Gunsten des Staates zur totalen Überwachung sämtlicher Bewohner eingesetzt wird. Die größte Stärke des Romans ist allerdings gleichzeitig schon fast die größte Schwäche, die der Roman mit sich bringt. Natürlich gibt es auch eine Rahmenhandlung rund um Winston Smith, der irgendwann beginnt die Grundsätze dieser Welt zu hinterfragen und dagegen anzukämpfen versucht. Allerdings wird selbst auf Seite 250 von 400 immer noch die Welt beschrieben und die Handlung steht oftmals regelrecht still. Nichtsdestotrotz ein enorm beeindruckender und ungemein wichtiger Roman, der jedoch einen langen Atem erfordert.

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Da ich mir vorgenommen habe, mehr klassische Literatur zu lesen, kam mir „1984“ von George Orwell gerade recht, vor allem auch in der hübschen neuen Aufmachung des Anaconda-Verlags. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass dieses Buch mich so fesseln würde. So schnell wie dieses Buch habe ich noch keinen Klassiker gelesen. Das lag vor allem daran, dass mich der Inhalt der Geschichte so sehr erschüttert und entsetzt hat. Schreckliche Absurditäten grenzen in „1984“ an noch schlimmere Absurditäten, bis man irgendwann merkt, dass sich Orwells Roman vielleicht doch nicht so fern der Realität befindet, eine Feststellung, die noch einmal schrecklicher ist. „1984“ liefert Denkanstöße am laufenden Band und hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Vor allem die Ausführungen und Denkweisen über Krieg, Macht, Freiheit und politische Argumentationsweisen werden mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Denn obwohl George Orwell „1984“ bereits vor über 70 Jahren veröffentlichte, hat die Geschichte auch nach all dieser Zeit nicht an Aktualität und Aussagekraft verloren. Dieses Buch lässt sich sowohl auf die Vergangenheit, die Gegenwart und mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit auch auf die Zukunft der Welt und der Menschheit anwenden. „1984“ rüttelt wach, erschüttert und macht traurig. Für mich war dieser Klassiker der englischen Literatur absolut lesenswert und ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich mit diesem Buch, seinen Warnungen und seinen Abgründen zu beschäftigen. „1984“ hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt und wird mich in jedem Fall noch lange beschäftigen...

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Der Schreibstil von George Orwell ist flüssig zu lesen und er ist sehr bildlich, sodass der Leser sich alles sehr gut vorstellen kann. Da das Buch im Original von 1948 ist merkt man dies natürlich auch dem Schreibstil an. Er ist nicht so leicht zu lesen wie bei neueren Büchern, aber ich finde dennoch, dass das Buch sehr lesenswert ist und man sich nicht vom Schreibstil abschrecken lassen sollte. Auch die Handlung kann vom Spannungsgrad nicht mit heutigen Dystopien mithalten. Stellenweise war mir die Handlung etwas langatmig und ab und zu auch sehr weit hergeholt, aber das passt gut zum Buch, da es auch die Leser aufwecken soll. Zu diesem Zweck muss die Handlung manchmal auch etwas überspitzt sein. George Orwell schaffte in “1984” eine wirklich beängstigende, aber auch sehr realistisch wirkende Zukunftsvision. Ich fand es beeindruckend, wie durchdacht und komplex das Buch ist. Es wurde sogar eine neue Sprache entwickelt (Neusprech). Diese wird am Ende des Buches sogar komplett erklärt. Ich habe mir die erklärung zu Beginn durchgelesen, aber das wäre auch nicht unbedingt notwendig gewesen. Ich denke man hätte auch so alles gut verstehen können. Durch die neue Sprache wollen Politiker steuern, was die Bevölkerung denkt und sagt. Dadurch haben die Personen durchgehend Angst etwas falsches zu sagen oder zu denken, weshalb sie dann lieber gar nichts sagen. Durch Kriege, Bombenabwürfe und die unterdrückte Bevölkerung herrscht eine düstere und beängstigende Grundstimmung. Grotesk wirkt allerdings, dass die Bevölkerung den Krieg feiert. Bedenklich fand ich auch, dass jeder jeden überwacht. Selbst Kinder werden zu Spitzeln ausgebildet. Sie verraten sogar aus Spaß ihre eigenen Eltern, obwohl diese gar nichts getan haben und die Eltern finden dies ok und loben ihre Kinder sogar dafür. Die Charaktere sind sehr vielschichtig, sodass alles abgedeckt wird. Durch den Protagonisten Winston Smith lernt der Leser die Welt kennen und bekommt mit, wie Winston immer mehr am Symstem zweifelt und auf der Suche nach der Wahrheit sein Leben aufs Spiel setzt. Seine Gedanken werden sehr gut dargestellt. Auch die anderen Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Mein großes Problem war, dass ich mich nicht in die Charaktere hineinversetzen konnte, nicht mit ihnen mitfühlen konnte und viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Dies ist bestimmt so gewollt, aber mir hat dadurch leider etwas gefehlt. Ein sehr wichtiger Aspekt, der sehr gut ausgearbeitet wurde war, dass die Menschen nicht immer die sind, für die man sie hält und man in Winstons Welt keinem vertrauen sollte. Das Buch regt einen zum Nachdenken an. Man kann nur hoffen, dass dies alles nie eintritt und keine Wirklichkeit wird. Das Grundkonzept ist wirklich spannend, allerdings wurde es zwischenzeitlich etwas langatmig und ich hatte so meine Probleme mit den Charakteren. Durch meine Kritikpunkte gebe ich dem Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne.

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Ich war sehr neugierig auf das Buch, weil ich schon viele positive Meinungen dazu gehört habe und es zur aktuellen Situation sehr gut passt. Es kommen derzeit viele Ausgaben des Buches, bei verschiedenen Verlagen raus doch mir gefiel diese Aufmachung am besten. Ich mag das blau/schwarze Cover und finde die Preisleistung sehr gut. Ich habe bisher noch kein Buch des Autors gelesen, hatte es aber schon längere Zeit vor und mich deswegen sehr auf das Buch gefreut. Totale Überwachung ist denke ich eine Angst, die jeder nachvollziehen kann. Keinerlei Privatsphäre zu haben wäre einfach grausam. Genial wenn man bedenkt wann das Buch geschrieben wurde, welche Aktualität es hat. Dieses Werk lässt mich nachdenklich zurück und hat mich durch die realistische Schreibweise begeistert. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vielleicht gerade in Zeiten der Pandemie sehr lesenswert, auch wenn das nicht vergleichbar ist. Fazit Ein absoluter Klassiker, der mitreißt, nachdenklich macht und begeistert. Definitiv lesenswert und für jeden geeignet, der sich mal ernsteren Themen widmen möchte.

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