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Rezensionen zu
Die Welt ohne Fenster

Barbara Newhall Follett, Jackie Morris

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€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)

Eine Liebeserklärung an die Schönheit der Natur. Barbara Newhall Follett entführt durch ihre wundervolle Geschichte in eine fantastische Welt aus Bildern, Gerüchen und Naturschauspiel. Wir begleiten die junge Eapersip auf ihrem eigenen Weg und lernen über die absolute Freiheit, das zu tun, was man im tiefsten Herzen begehrt und wohin die innere Stimme führt. Passend dazu die Illustrationen von Jackie Morris, welche die Sanftheit der Natur einrahmen und die Stimmung einfangen.

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„Die Welt ohne Fenster“ ist eine Geschichte über ein ungebändigtes Kind, das sich nach uneingeschränkter Freiheit und einem naturbelassenden Leben sehnt, und davon läuft, um in der Wildnis zu leben. „…Anzeichen von Heimweh? Nein! Sie spürte die pure Freude.“ Während ihre verzweifelten Eltern versuchen, Eepersip zur Heimkehr zu bewegen, entdeckt sie die Vielfalt der Natur und ihre zahlreichen Bewohner - zuerst auf der Wiese und schließlich am Meer und in den Bergen. Die außergewöhnliche Autorin hat eine utopische Welt erschaffen, ohne Gefahren, quälenden Hunger oder Kälte, mit zutraulichen Fluchttieren und stets sonnigem Wetter. Eine Unbeschwertheit und kindlich verträumte Vorstellung von der wilden Natur, ohne wirklichkeitsgetreuen Anspruch, in der alle glücklich sind: Grillen zirpen, Vögel singen und Schmetterlinge segeln von einer Blume zur nächsten, während Eepersip tanzt und hüpft und „mit den Blättern und Schatten spiel[t].“ Die dreißig schwarz-weiß Aquarelle von Jackie Morris sind eine ausgezeichnete Ergänzung, die das hochwerte Buch noch weiter aufwerten, weil diese sowohl Romantik als auch Natürlichkeit ausstrahlen und sich somit perfekt einfügen. Der Geschichte ist anzumerken, dass sie vor fast einem Jahrhundert von einem zwölfjährigen Mädchen geschrieben wurde. Atemberaubend bildhafte Beschreibungen der Naturschauspiele und Eepersips Erlebnisse werden nur von wenigen Textausschnitten der wörtlichen Rede abgelöst. Als Leser erfährt man kaum etwas über ihre Gedanken und Gefühle, was die Geschichte für mich interessanter gemacht hätte. Eepersips wenige Begegnungen mit Tier und Mensch brachten etwas mehr Dynamik in das Geschehen. Insgesamt hat die Lektüre eine entschleunigende Wirkung, erfordert aber viel Aufmerksamkeit und Vorstellungskraft, ohne eine richtige Verbindung zur Protagonistin aufzubauen. Für mich ist „Die Welt ohne Fenster“ aber eine bemerkenswerte Wiederentdeckung mit einem bezaubernden Ende, die jeden Naturromantiker einfängt und nicht mehr loslässt.

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Auf dieses Buch war ich neugierig, da es von einer damals erst 12-jährigen Schriftstellerin geschrieben wurde und quasi eine Liebeserklärung an die Natur darstellen soll. Sehr schön ist auf jeden Fall das Vorwort im Buch, welches etwas ausführlicher ausfällt und von der Frau verfasst wurde, welche das zauberhaft gestaltete Buch mit vielen wunderschönen Bildern versehen hat, welche die Tiere und Pflanzen aus Eepersips Welt zeigen. Der Inhalt ist schnell erzählt: Das junge Mädchen Eepersip möchte nicht länger die Welt nur durch die Fenster betrachten, sondern mittendrin leben. Also reißt sie eines Tages aus, will eins werden mit der Natur und widersetzt sich erfolgreich allen Versuchen der Erwachsenen, sie wieder nach Hause zu holen. Tatsächlich gefiel mir der Anfang sehr, eine Mischung aus liebervoller, kindlich-naiver Betrachtung der Natur, von Tieren und Pflanzen, und dem Abenteuer, den Erwachsenen immer wieder zu entwischen. Da mag jeder Leser, je nach Alter, für sich entscheiden auf wessen Seite man stehen möchte und ob man Eepersip die Daumen drückt, den Erwachsenen zu entkommen oder den Eltern wünscht, ihre Tochter wieder in die Arme schließen zu können. Dieser erste von drei Abschnitten war zugleich der schönste, da Eepersip eine vertrauliche Bindung zu verschiedenen Tieren eingeht, ohne diese zu vermenschlichen. Und auch die Naturbeschreibungen waren wie zum drin Eintauchen und Miterleben. Mit Beginn des zweiten Abschnitts empfand ich das Buch jedoch schleichend zäher und langatmiger. Eepersip scheint nie an einem Ort länger zufrieden zu sein, wie dieses Phänomen, dass der Rasen auf der anderen Seite des Zauns viel saftiger erscheint. Irgendwann kamen einige unwirklich scheinende Momente hinzu - so kann ich mir nicht vorstellen, dass tatsächlich jemand bei Sturm ins Meer geht zum Schwimmen, nur um anschließend stundenlang noch am Strand umherzutanzen. Überhaupt nahm ihr Tanzen und Singen gemeinsam mit dem unsteten Umherstreifen und Entdecken neuer Gebüsche und Hügel mit der Zeit überhand. Erschreckend kam für mich dann noch hinzu, dass Eepersip zu der Überzeugung gelangte, ein Kind zu sich zu locken, um nicht weiter alleine zu sein. Das erinnerte sich mich stark an Peter Pan, der ebenfalls Jungen in sein Ewig-Sorglos-Reich lockte, um Gesellschaft zu haben. Schwer zu sagen, ob die junge Autorin sich vom kurz zuvor erschienenen Peter Pan inspiriert fühlte. Jedenfalls empfand ich diese Entwicklung arg erschreckend und ließ mich am Verstand des Mädchens zweifeln. Ansonsten bleibt natürlich jedem selbst überlassen, in dem Mädchen eine Entwicklung hin zu einer Elfe oder Nymphe zu sehen oder nicht. Ein in der Gestaltung wirklich sehr gelungenes Buch mit liebevollen Darstellungen von Pflanzen und Tieren. Die Geschichte selbst war zunächst eine wunderschöne Komposition aus Naturbeobachtungen und abwechslungsreichen Erlebnissen, verlor sich dann jedoch in häufigem Umherstreifen, Tanz und Gesang und weiteren Plänen des Mädchens, die ich als stark fragwürdig empfand und nicht gutheißen konnte.

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"Die Welt ohne Fenster" beginnt mit einem sehr interessanten und durchaus unterhaltsamen Vorwort von Jackie Morris. Sie beleuchtet die Hintergründe des Buches und stimmt auf das kommende ein. Man erfährt unter anderem, dass das Buch von Barbara Newhall Follen bereits im Kindesalter geschrieben wurde, mit gerade mal 12 Jahren. Das Buch selbst ist wunderschön gestaltet. Das Cover zieren glitzernde, leicht erhabene Schmetterlinge und auch in dem Buch finden sich an vielen Stellen Skizzen, die die beschriebene Tier- und Pflanzenwelt darstellen. Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt, die inhaltlich leicht aufeinander aufbauen. Es wird ein Gefühl von Freiheit vermittelt, dass einem Lust bereitet direkt selbst in die Natur zu gehen und allen Stress und Menschen hinter sich zu lassen. Ich habe an einigen Stellen gemerkt, dass das Buch von einem jungen Mädchen und nicht von einer erwachsenen Person geschrieben wurde. Das ist nicht unbedingt negativ, aber mir hat an einigen Stellen eine Beschreibung der emotionalen Ebene gefehlt, die vielleicht einfach mangels Lebenserfahrung zu kurz kam. Dazu kommt, dass einige eigentlich ziemlich realistische Szenen und wenige Details absurd werden. Damit driftet das ganze Buch ins Fantasy-genre ab. Das Buch liest sich sehr flüssig und ich kann aus Erfahrung sagen, dass man beim weglegen überrascht ist, wie viel Zeit während den eigentlich nur 10 Seiten die man lesen wollte vergangen ist. Zusammenfassend handelt es sich um ein kurzweiliges Buch, von dem man jedoch keine großen Erkenntnisse erwarten muss. Meiner Einschätzung nach wäre es auch gut geeignet um es mit Kinder zu lesen.

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Frei sein - ohne Zwänge leben

Von: M.Sch.

09.04.2021

Dieses Buch verzaubert den Leser - oder sind es eher Leserinnen - bereits durch sein Äußeres. "Die Welt ohne Fenster" liegt wunderbar in der Hand und ich strich immer wieder mit meinen Fingerkuppen über das Cover. Der Einband erinnert mich an alte Tapisserien, die längst aus der Mode gekommen sind. Wunderschön filigran. Vor ca. 100 Jahren schrieb ein vierzehnjähriges Mädchen diesen zauberhaften Roman über die Freiheitsliebe der Protagonistin Eapersip, die weder Zwänge noch Mauern um sich herum duldete. Ihre ganze Liebe galt den Tieren des Waldes, mit denen sie lebte. Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts war dieser Roman ein großer Erfolg, der nun vom Diana Verlag erneut verlegt wurde. In der Einleitung von Jackie Morris erfahren wir mehr über die jugendliche Autorin Barbara Newhall Follett. Ein außergewöhnlicher Mensch war sie, freiheitsliebend und ungestüm für ihre Zeit. Aus dem Nichts kommend wurde sie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts quasi über Nacht berühmt und verschwand einige Jahre später wieder im Nichts ohne eine weitere Spur zu hinterlassen. In der literarischen Welt war ein großes Talent entdeckt worden. Ein blutjunges Mädchen vermochte auszudrücken, was so viele Menschen sich wünschten - Freiheit. Alles Einengende abstreifend, ein Leben ohne begrenzenden Mauern, mit den Tieren des Waldes als beste Freunde und ganz dem Augenblick in der freien Natur hingegeben. So ungewöhnlich ihr Schreibtalent war, so ungewöhnlich verlief auch das Leben der Autorin. Nachdem sie ein Star unter der schreibenden Zunft geworden war, verlor sich nach wenigen Jahren auch wieder ihre Spur. Eine kurze glückliche Beziehung zu einem jungen Mann, die in einer unglücklichen Ehe endete. Danach war es, als hätte sie die Welt angehalten und sei mit unbekanntem Ziel einfach ausgestiegen. Ihre Spur verlor sich und niemand weiß bis heute, was aus dieser erfolgreichen Autorin wurde. Eapersip könnte als Sinnbild all dessen stehen, was sich der Mensch vor hundert Jahren und auch noch heute vergeblich wünscht: Frei und glücklich leben ohne Zwänge und ohne von außen aufgezwungenen Regeln. Selbst ihre Familie streift sie ab. Elfenhaft sehe ich sie vor meinem inneren Auge. Keine weltlichen Güter anstrebend sondern nur sein. Dieses Buch ist aus der Zeit gefallen und hinterlässt beim Leser einen Hauch von Nostalgie. Anregend und traurig zugleich da man weiß, dass man dieses elfenhafte Wesen Eapersip nie zu fassen bekommt. Der Roman erinnert mich an ein Gedicht von J. W. Goethe, in dem er eine Libelle beschreibt, die ihre Schönheit verliert, sobald sie gefangen wird. "....Zerstörer deiner Freuden" wird der genannt, der das Wunderbare einfangen will. So inspirierend wie der Text sind auch die vielen schwarz-grau Zeichnungen, die den Roman ergänzen. Ein Leseerlebnis der besonderen Art, das in mir nachhallt. Wollte ich "Die Welt ohne Fenster" aus dem Diana Verlag mit einem Wort beschreiben, fällt mir spontan ein: Verzaubernd.

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In “Die Welt ohne Fenster“ geht es um das Mädchen Eepersip, die sich in dem Haus ihrer Eltern eingeengt fühlt und auf der Suche nach Freiheit ist. So verlässt sie ihre Familie und lebt fortan in und vor allem mit der Natur. Ihre persönliche Angst besteht darin, von ihrer Familie aufgelesen und zurückgebracht zu werden. Besonderheit: Das Buch wurde von der damals 12-jährigen Barbara Newhall Follett geschrieben, welche 1914 geboren wurde. In dem sehr interessant verfassten Vorwort von Jackie Morris erfährt man zum einen einiges über Barbara Newhall Follett Leben und zum anderen etwas zu den Beweggründen Jackies, die Geschichte von Eepersip erneut zu veröffentlichen. Das Vorwort hat mich sehr gefesselt, da ich mich in einigen Punkten wiedergefunden habe. Gestaltung: Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Der Buchdeckel ist dunkelblau gehalten und durch wellenartige Linien strukturiert. Auf der Vorderseite ist ein Schmetterling eingestanzt und goldfarbig gefüllt. Auch die Innenseite ist blau und mit wunderschönen Abbildungen aus verschiedenen Tieren (Waldbewohnern) zusammengesetzt, die einen Rahmen bilden. Der Buchumschlag hingegen ist weiß gehalten, bedruckt mit goldfarbenen Schmetterlingen, zum Inhalt sehr passend. Die Seiten sind stellenweise mit vielen, zum Text passenden Illustrationen / Aquarellzeichnungen in Grautönen bedruckt. Inhalt: Die Geschichte ist inhaltlich in drei Abschnitte unterteilt: Die Wiese, das Meer und die Berge. Den Teil über das Meer fand ich weniger interessant- ich konnte mich nicht vollends darauf einlassen, was wohl daran liegt, dass ich Wälder und Berge vorziehe. Insgesamt merkt man, trotz der wortgewandten Barbara Newhall Follett, dass das Buch aus den Augen eines Kindes geschrieben worden ist. Das zeigt sich deutlich in den zwischenmenschlichen Beziehungen und in der Vorstellung, in welchem Umfang und in welcher Art Eltern ihre fortgelaufenen Kinder suchen würden. Einen riesigen Vorteil bietet diese kindliche Art des Schreibens dennoch: Man hat durch die bildhaften Beschreibungen die Möglichkeit, innezuhalten und die Natur aus den Augen eines Kindes neu zu erleben. Fazit: Das Buch wäre meiner Ansicht nach problemlos mit Kindern lesbar. Mir hat das Buch gefallen, es war erfrischend und es gab zauberhafte Momente.

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Eine Liebeserklärung an die Natur!

Von: Juliane

02.04.2021

Das Buch beginnt mit den einleitenden Worten von Jackie Morris, die den Roman "Die Welt ohne Fester" von der damals (1926) 12-jährigen Autorin Barbara Newhall Follett "wiederentdeckt" hat und ihn für die Leser erneut zugänglich macht. Und Morris kann das Versprechen halten: Zusammen mit feinen Illustrationen ist "Die Welt ohne Fenster" ein beeindruckender Roman über die kleine Eepersip, die von ihrem Elternhaus in die Natur "flieht", um in Einklang mit ihr zu leben. Sie wird von den Tieren akzeptiert, geliebt und beschützt, sodass selbst ihre Eltern es schwer haben, dieses Band zu zerteilen. Auch der Leser bekommt eine neue Perspektive des Waldes, der Wiesen und der Berge - für den einen mystisch und angsteinflössend - für den anderen das pure Glück. Mit etwas Frühlingssonne auf der Nase, sollte man dieses Buch draußen lesen und sich mitnehmen lassen in die Natur, dessen Kraft wir oft unterschätzen.

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Zwiegespalten

Von: Kerstin

31.03.2021

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich sofort begeistert über die tolle Aufmachung. Ein hochwertiger Umschlag mit goldener Schrift und vielen golden schimmernden Schmetterlingen. Die Einführung von Jacki Morris und die liebevoll gestalteten Bilder im Buch sind wundervoll. Mit dem Roman habe ich mich schwer getan. Auch wenn ich mir immer wieder vor Augen gehalten habe, dass diesen Roman ein zwölfjähriges Mädchen 1926 geschrieben hat, konnte ich mich nicht richtig in den Schreibstil einfinden. Mir fiel es oft schwer, mir ihre Umgebung und ihre Reise vorzustellen, die sie in einer Aneinanderreihung von Sätzen beschreibt. Zum Beispiel befindet sie sich gerade noch in einem Wald, dann erklimmt sie einen Hügel, steht plötzlich an einer Klippe ... Ich habe förmlich den Eifer der jungen Autorin gespürt, so viel wie möglich in die einzelnen Sätze zu packen, für meinen Geschmack leider etwas zu viel. Ich habe mich öfter dabei erwischt, Sätze einfach nur zu überfliegen. Der Inhalt ist herzberührend: ein Mädchen, das aus der Enge einer „normalen“ Wohnsituation flieht und fortan in der Natur lebt, mit ihr eins wird, ihre Freiheit genießt, sich die Eigenschaften der Tiere aneignet und sie nutzt, mit den Tieren spielt, ihre Freundin wird. Ihre Reise über eine Wiese, das Meer und zuletzt in die Berge, in denen sie verschwindet, ist von einer tiefen Sehnsucht geführt. Ihr Verschwinden in Anlehnung an das Verschwinden der Autorin, die im Dezember 1939 ihren Ehemann und die gemeinsame Wohnung verließ und nie mehr gesehen wurde. Zusammengefasst bin ich zwiegespalten. Einerseits der tolle Roman an sich, andererseits der Schreibstil, der mich nicht wirklich erreichen konnte.

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