Leserstimmen zu
Generation Fake

Patrick Burow

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Der Autor widmet sich der Generation Fake und dem Lügen aus verschiedenen Perspektiven, wobei er die verschiedenen Lebensbereiche von "nur einige Lügen" bis hin zu "komplett verlogen" steigernd anordnet. So erfährt der Leser etwas über Lügen im privaten Bereich, digitale Lügen, Lügen in der Berufswelt, Lügen in der Politik und in der Presse bis hin zu Lügen vor Gericht. Er nähert sich dem Thema hierbei weniger theoretisch, als vielmehr durch die Schilderung unzähliger konkreter Beispiele. Erfreulich und eher ungewöhnlich ist, dass er all diese Exempel durch konkrete Quellenangaben belegt. Möglicherweise, um sich selbst von dem Vorwurf des "Fakes" zu entlasten. Vieles hat man schon oft gehört, wie z. B. die Scripted Reality, die sich bei Privatsendern zunehmender Beliebtheit erfreut. Manches lernt man neu. Zum Beispiel war mir nicht bewusst, dass es Unternehmen gibt, bei denen sich Influencer "Likes" kaufen können. Was zwischen den Zeilen aber immer wieder durchklingt, ist das extrem negative Menschenbild Burlows. Man gewinnt den Eindruck, dass Menschen unter 40 sowie auch manche Berufsgruppen ihr ganzes Leben auf Fake aufgebaut haben. Dies ist eine Bewertung, die ich so weder durch meine Erfahrungen im Privaten noch durch meine Erlebnisse als Lehrerin bestätigen kann. Ich empfinde die Einschätzung des Autors häufig als zu übertrieben und reißerisch. Im weiteren Verlauf des Buchs widmet sich Burlow den Folgen des Lügens und der Möglichkeit, Lügner zu enttarnen. Von letzterem Aspekt hätte ich mir deutlich mehr erwartet. Der Verfasser geht zwar auf die Strategien des Richters ein, die Wahrheit zu finden, allerdings sind diese Verfahren im Privatleben nicht praktikabel. Aufgrund seiner Ablehnung des Erkennens einer Lüge anhand der Körpersprache bleibt zum Schluss eigentlich nur die Erkenntnis, dass ich im Privatleben kaum die Chance habe, eine Lüge zu erkennen. Trotz einiger Schwächen des Buches aufgrund der sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Lektüre aber 4 Sterne von mir.

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Hin- und hergerissen....

Von: Cathy82

16.11.2020

Der Titel des Buches hat mich sofort angesprochen. Auch zu meinen persönlichen Werten gehört in erster Linie Ehrlichkeit. Ehrlichkeit ist die Basis allen Vertrauens. Wenn ein Richter für Ehrlichkeit plädiert, macht mich das sofort neugierig. Scheinbar ist es laut dem Autor wohl so, dass im Gerichtssaal heute der Meineid nichts mehr wert ist und viele Lügen, dass sich die Balken biegen. Der Richter bringt etliche Beispiele aus dem Gerichtssaal, wo man sich fragt, was in den Menschen vorgehen muss, dass sie so dreist lügen. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass das Buch von einem Richter geschrieben wurde: Ein Richter sollte sich auf Beweise stützen. Leider erwähnt er in den ersten 4 Kapiteln öfter, dass die Lügner wohl lügen, weil es ihnen gar nicht mehr bewusst ist, dass sie lügen. Wie kommt er zu dieser Annahme? Wo ist der Beweis? Vielleicht kommt der Autor später hier noch drauf zurück, ich lese weiter. Fazit: Macht Lust auf mehr Beispiele. Ob diese einen wirklich Lügen besser erkennen lassen, muss sich noch zeigen.

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Die Kunst des Hinterfragens

Von: M.

15.11.2020

Das Buch ist ein Anstoß zum Hinterfragen. Patrick Burow beleuchtet aus der Sicht des Richters als auch aus seiner persönlichen Sicht die Ehrlichkeit in verschiedenen Lebensbereichen und Personengruppen. Flüssig geschrieben und gelesen gibt es dem Leser einen ersten Eindruck darauf, wie es um unsere Aufrichtigkeit in der Gesellschaft bestellt ist. Zwischen den Zeilen ist die Wut und Enttäuschung des Autors spürbar, die sich in seinem Plädoyer jedoch konstruktiv verändert und darauf abziehlt, Veränderungsprozesse anzustoßen als auch ein neues Bild zu kreieren in Bezug auf die eigene Aufrichtigkeit. Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, bekommt hierzu viele Anregungen durch das Literaturverzeichnis als auch durch reichlich Fussnoten. Ein kleines Buch, zunächst schnell gelesen, macht Mut, die Gesellschaft zu verändern. Hin zur Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit aus dem Wissen, was es ist. Es ist weniger die Ehrlichkeit der Gesetze, die gemeint sind. Es geht um eine Ehrlichkeit aus sich selbst heraus. Das Wissen, dass es falsch ist, anderen zu schaden, genauso wie es falsch ist, sich selbst zu schaden, um andere besser dastehen zu lassen. Es geht letztendlich um die menschlichkeit, die verloren gegangen zu sein scheint und die es wiederzuerlangen gilt. Ein Buch, dass in der Lage sein könnte, zu einem neuen Bewusstsein beizutragen und sich seiner Motive der Lüge bewusst zu werden, diese zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen. Für Entscheidungen. Dies sowohl im privaten als auch im beruflichen, politisch als auch gesellschaftlich. Es ist ein kritisches Buch. Es ist ein aufrüttelndes Buch. Ein Buch über Werte.

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Die täglichen kleinen Notlügen

Von: NachoTami

14.11.2020

In seinem Buch „Generation Fake – Ein Richter plädiert für mehr Ehrlichkeit von Dr. Patrick Burow beschreibt er in dreizehn Kapiteln was seiner Ansicht nach Lüge, Fake und Unwahrheiten in der heutigen Zeit ist. Er definiert was er unter seiner Meinung nach die Gereration Fake ist. Er schreibt was er in seiner Richterlichenarbeit alles an Unwahrheiten erlebt hat. Ich muss auch erhlich sagen so einige male habe ich mich selbst bzw konnte mich in die genaue situation aus dem alttag wiederfinden. Das Buch ist auch mit Humor geschrieben und definitv kein Langweiliger Schinken. Für mich ist das Buch gut gelesen und hat mich angeregt über meine eigenen kleinen Notlügen nachzudenken.

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Überraschend unterhaltsam

Von: Rose

10.11.2020

Ich bin ehrlich, "Generation Fake" hat sich für mich erst wie ein sehr informativ, auch zum Nachdenken anregendes, aber nicht gerade sehr unterhaltsames Buch angehört. Meine Erwartungen wurden jedoch mehr als übertroffen. Patrick Büros erzählt viele Geschichten und Ereignisse aus seinem Berufsleben, die amüsant, kurzweilig und überraschend sind. Das Buch wird an vielen Stellen von weiterführenden Quellen und Studien untermauert, sodass man das Gefühl hat, es mit seriösen Inhalt zu tun zu haben. Der Autor beschäftigt sich mit dem Thema Lügen in den verschiedensten Lebenslagen. An vielen Stellen fühlt man sich angesprochen, erkennt auch sein eigenes Leben wieder. Zuweilen fühlt man sich beleidigt, ausgeschimpft, aber Burow versteht es aus der Kritik Rmutigung werden zu lassen, die einen sein Verhalten überdenken und Vorsätze zur Änderung schaffen lässt. Ein rundum gelungenes Buch, das mich sehr überrascht hat. Der Schreibstil liest sich sehr fließend und die Länge der Kapitel ist angenehm um die Aufmerksamkeit zu halten.

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Generation Fake

Von: Kerstin Kaessner

10.11.2020

Ein erstaunliches Buch, das uns vor Augen führt wie sich Menschen in unserer Zeit verhalten. Die Erfahrungen die ein Richter mit der Unehrlichkeit seiner Mitmenschen sammeln kann, sind sicher ein unerschöpflicher Fundus. Patrick Burow ist es gelungen, dem Leser die eignen Unzulänglichkeiten vor Augen zu führen. Er trifft er den Nagel auf den Kopf. In unterhaltsamer Weise läßt er den Leser an seinen umfangreichen Erfahrungsschatz teilhaben. Mit vielen treffenden Bespielen erläutert er, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Wir lügen und betrügen uns gegenseitig und wissen am Ende nicht mehr wem wir trauen können und wem nicht. Wir beschönigen Tatsachen, damit versuchen wir mehr sein zu können, als wir tatsächlich sind. Um in einem besseren Licht dazustehen, verbiegen wir die Wahrheit. Leider kann die Generation Fake nicht mehr unterscheiden, was wahr ist und was nicht. Werte wie Ehrlichkeit und Anstand haben heute eine ganz geringe Bedeutung. Es wird geflunkert was das Zeug hält. Wenn man es so eindringlich erläutert bekommt wie in diesem Buch, kommt man nicht umhin, seine eigenen Handlungsweisen kritisch zu überdenken. Und am Ende zur Ehrlichkeit zurück zu finden.

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Unterhaltsames Sachbuch

Von: Claudia_66

08.11.2020

Was ist Wahrheit, was ist Ehrlichkeit? Der Autor beschreibt sehr ansprechend und mit vielen Beispielen unterlegt, was sich hinter Wahrheit und Lüge, Wahrnehmung, Ehrlichkeit und Fake-News versteckt. Was wird bewusst eingesetzt und was läuft eher unbewusst oder aus vermeintlicher Wahrnehmung? Das Buch passt zu den derzeit aktuellen Themen, Wahl in der USA und Corona-Pandemie, was auch leider bei vielen Menschen deren eigenes Verständnis von Wahrheit und Fakten ans Licht bringt. Vor 'Trump' zum Beispiel kannte ich noch keine Alternativen Fakten - da waren es, was es auch heute noch sind - Lügen! Aber auch die alltäglichen Schummeleien und Betrügereien werden im Buch dargestellt. Woher kommt diese Selbstverständlichkeit sich nicht an die Wahrheit zu halten? Das fängt beim Schummeln bei den Proben in der Schule an und reicht bis Steuerhinterziehung und bewusste Irreführung von Kunden für höhere Umsätze. Im Buch sind viele Fälle aus der beruflichen Erfahrung des Autors vor Gericht dargestellt, was das Lesen sehr flüssig macht und bei mir zumindest manchmal heftiges Staunen und Kopfschütteln verursacht hat. Wer sich für seine Mitmenschen und für ein Zusammenleben mit Mitmenschen interessiert wird mit diesem Buch zum Einen informiert und gut unterhalten. Ehrlichkeit ist die Basis für Vertrauen und gemeinsames Leben somit erhält man zum Anderen auch ein paar Anregungen wie man mit Ehrlichkeit entspannter leben und vielleicht irgendwie an seine Mitmenschen weitergeben kann. Einen Sternabzug gibt es in der Bewertung, weil mir der Autor aber letztendlich die junge Generation zu pauschal in den Topf der Fake-Generation wirft.

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Schaut in den Spiegel...

Von: LG

05.11.2020

... und sagt mir ob ihr wirklich mit reinem Gewissen behaupten könnt in den letzten 24 Stunden nicht gelogen zu haben. Und dabei meine ich nicht mal reinweiße Höflichkeitslügen, wie z.B. 'Danke, mir geht es gut.' wenn es uns doch alles andere als gut geht. Ich meine 'ich stand im Stau' wenn man zu spät zu einem Termin erscheint, weil man einfach nicht rechtzeitig losgefahren ist. Jetzt mag der eine oder andere sagen, 'das ist doch auch harmlos'. Ja? Dachte ich auch. Bis ich dieses Buch gelesen habe. Und auf einmal hatte ich eine ganz andere Perspektive. Denn genau hier liegt das Problem. Lügen wird verharmlost. Mit jedem Kapitel dieses Buches, fing ich an mir bei diesen harmlosen 'Floskeln', die Frage zu stellen: Warum sind wir nicht einfach ehrlich? Ja, warum eigentlich? Dieses Buch ist keine Predigt und der Richter ermahnt uns nicht. Patrick Burow klagt auch nicht an. Im Gegenteil er erklärt uns unter anderem wie unser subjektives Empfinden unsere Wahrnehmung täuschen kann und wie dadurch was wir als ehrlich empfinden in Wirklichkeit nicht immer der Realität entspricht. Das liegt nicht daran, dass wir nicht ehrlich sind, sondern eher daran, dass unser Gehirn in solchen Momenten etwas vorgaukelt. Im Titel erscheint das Wort: Plädieren, welches laut Duden folgende Synonyme hat: Sich einsetzen, sich aussprechen für, eine Lanze brechen, durchfechten. Ich hatte nicht den Eindruck, dass der Autor etwas durchfechten wollte. Vielmehr hatte ich beim Lesen das Gefühl einen Spiegel vorgehalten zu bekommen. Und bei jedem Beispiel, dass er vorgetragen hatte, kam bei mir die Frage auf: Mache ich das auch? Zum Ende des Buches dachte ich, das ist kein Plädoyer. Das ist ein hoffnungsvoller Appell an unser Gewissen. Es ist doch nicht weiter schlimm, wenn man mal die Wahrheit etwas verdreht. Sicher? Das Buch zeigt deutlich: Wir erschaffen durch kleine harmlose reinweiße Lügen eine Alternative Realität und wir haben dazu beigetragen, dass eine ganze Generation die ganze Welt nur noch durch Filter sieht. Es gibt nicht mehr Wahrheit und Lüge. Nein, es gibt ein ganzes Spektrum von Zwischenwahrheiten. Dort wird ein bisschen angepasst, da wird ein bisschen 'frisiert' und schon haben wir eine ganz neue Realität. Eine die uns besser passt. Wer schert sich da noch drum, dass es gar nicht wahr ist? Die offensichtliche Antwort sollte lauten: Jeder! Wir alle! Denn alles andere bedeutet dass wir Lügen salonfähig machen. Dieses Buch war für mich ein Gewissensweckruf. Wenn jeder von uns wegschaut, wenn wir Filter als akzeptabel anerkennen, wenn wir Großunternehmen nicht zur Rechenschaft ziehen, wenn wir Politiker mit Lügen davonkommen lassen, dann dürfen wir uns nicht wundern wenn Lügen zum neuen Spiegelbild dieser und der nächsten Generationen wird. Mein Fazit: Wenn wir so weiter machen, wird es in Zukunft nicht mehr darum gehen wer lügt und wer ist ehrlich. Es wird dann lediglich darum gehen: 'Wer lügt gut, wer lügt besser und wer lügt am besten?' Patrick Burow zeichnet hier einen erstaunlich einfach zu verstehendes und nachzuempfindendes Bild unserer Gesellschaft. Jedes Beispiel ist nachvollziehbar, weil jeder von uns mit den ähnlichen Situationen konfrontiert wurde und wird. Vielleicht ist es kein Problem welches eindeutig einer Generation zugeordnet werden kann. Wir müssen aber anerkennen, dass die heute existierende Medienlandschaft inkl. sozialer Medien in nicht kleinem Maße dazu beiträgt Lügen zu verharmlosen und dadurch das Recht und Unrecht Gefüge auszuhebeln bis das Wort Lügen nun mehr Synonym für Alternative Wahrheit, Filter, Realitäts-Anpassung usw. geworden ist. Dieses Buch ist für alle die denken, Lügen fangen klein an aber sie sind wie ein unmöglich zu kontrollierender und sich rasant gefährlich verbreitender gesellschaftlicher Virus für den es nur einen Gegenwirkstoff gibt: EHRLICHKEIT. Der Rest wird wahrscheinlich wieder nur alles verharmlosen.

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