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Rezensionen zu
Barbarotti und der schwermütige Busfahrer

Håkan Nesser

Gunnar Barbarotti (6)

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Stimmungsvoller Krimi

Von: Tanja

09.03.2021

Hakan Nesser hat sich mit diesem Roman wieder einmal selbst übertroffen. Stimmungsvoll und düster erzählt er diesen Krimi in fast bedächtiger Weise . Der 6. Band der Barbarotti Krimis überzeugt durch einen subtilen Spannungsaufbau und ein überraschendes Ende. Nessers Erzählweise ist spannend und sein Schreibstil hervorragend! Ich freue mich bereits auf den 7.Teil mit Gunnar Barbarotti.

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Spannung pur

Von: Julia

06.03.2021

Das Buch ist das 6. aus der Reihe und ich kannte bis hier noch keines aus der Reihe und ich war sehr gespannt auf das Buch und den Inhalt. Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte sofort eine leicht ansteigende Spannung merken und habe das genossen. Die Spannung hat von Anfang bis zum Ende gut gehalten und in den besonderen Momenten merkte ich das deutlicher. Spannende Momente merkte man deutlich raus, es fehlte nur noch der Ton. Es war Stimmung abhängig und damit konnte ich die unterschiedlichen Eigenschaften gut unterscheiden. Es tauchten immer Wendungen auf, dass ich immer neu Überlegen musste, wie es weiter gehen kann. Dazu kommt noch eine Atmosphäre von Gotland. Man lernt es auf dieser Art kennen und möchte es am liebsten Liven erleben. Es ist vieles an Informationen in die Geschichte eingeflossen, es war gut überlegt, das man einen fließenden Schreibstil vom Autor hat. Das macht das Lesen gleich doppelt Spaß! Hier hat der gute Schreibstil mit der Geschichte und den guten Charakteren gut gepasst. Das Cover ist einfach gehalten und zeigt nicht deutlich das, was in dem Buch versteckt ist. Das Buch ist absolut empfehlenswert und bekommt 5 Sterne.

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Spannung pur

Von: Julia

06.03.2021

Das Buch ist das 6. aus der Reihe und ich kannte bis hier noch keines aus der Reihe und ich war sehr gespannt auf das Buch und den Inhalt. Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte sofort eine leicht ansteigende Spannung merken und habe das genossen. Die Spannung hat von Anfang bis zum Ende gut gehalten und in den besonderen Momenten merkte ich das deutlicher. Spannende Momente merkte man deutlich raus, es fehlte nur noch der Ton. Es war Stimmung abhängig und damit konnte ich die unterschiedlichen Eigenschaften gut unterscheiden. Es tauchten immer Wendungen auf, dass ich immer neu Überlegen musste, wie es weiter gehen kann. Dazu kommt noch eine Atmosphäre von Gotland. Man lernt es auf dieser Art kennen und möchte es am liebsten Liven erleben. Es ist vieles an Informationen in die Geschichte eingeflossen, es war gut überlegt, das man einen fließenden Schreibstil vom Autor hat. Das macht das Lesen gleich doppelt Spaß! Hier hat der gute Schreibstil mit der Geschichte und den guten Charakteren gut gepasst. Das Cover ist einfach gehalten und zeigt nicht deutlich das, was in dem Buch versteckt ist. Das Buch ist absolut empfehlenswert und bekommt 5 Sterne.

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Ich habe Barbarotti und der schwermütige Busfahrer als Hörbuch gehört. Gefühlt ist es mein erstes Hörbuch der Serie mit Inspector Barbarotti, aber ich habe mal geschaut 2013 und 2014 habe ich bereits den 3+4 Teil gehört. Ich kann mich allerdings nicht mehr daran erinnern. Der Fall ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen Teilen gehört werden. Um was geht es: Barbarotti und seine Lebensgefährtin Eva Backman gönnen sich eine Auszeit auf Gotland. Denn gegen Backman wird intern ermittelt, da sie einen Jugendlichen erschossen hat. Ein Erzählstrang berichtet von einem Busfahrer, der ganz und gar mit seinem Beruf glücklich ist. Bis ein schreckliches Unglück geschieht. Überhaupt geht es in diesem Buch unter anderem über die Zufriedenheit mit sich selbst. Ich selbst habe mir so meine Gedanken über ‚immer schneller, immer besser und noch mehr Geld‘ gemacht. Ja, das Buch ist kein Thriller. Es geht gediegen zu gemütlich zu. Barbarotti und Backman haben alle Zeit der Welt, denn sie haben ja Urlaub und ermitteln privat in diesem Cold Case Fall. Es wird kein Blut vergossen und es wird auch niemand getötet, außer im Prolog. Was hat es auf sich mit dem melancholischen Busfahrer? Dieser wurde vor Jahren bedroht und verschwand dann spurlos von einer Fähre. Der Staatsanwalt hat das Verfahren wegen mangelnder Beweise eingestellt. Doch Barbarotti glaubt den Busfahrer nun auf Gotland gesehen zu haben. Er lässt sich alle Akten schicken und ermittelt privat. Ich habe das Hörbuch in der gekürzten Fassung gehört. 7 Tage habe ich für die 8 Stunden und 31 Minuten gebraucht. Nie hatte ich das Gefühl etwas verpasst zu haben. Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Deswegen gebe ich dem Hörbuch 4 Sterne. Ich empfehle es für kalte Wintertage. Hörbuchsprecher Dietmar Bär hat mir sehr gut gefallen. Er spricht nicht zu schnell und gibt mit seiner tiefen und rollenden Stimme dem Hörbuch einen unverwechselbaren Touch. Das Hörbuch wurde uns als Rezensionsexemplar von der Hörverlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank. Dies hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf meine ehrliche Rezension.

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Wer einen Krimi voller Action und sich überschlagender Ereignisse sucht, ist hier fehl am Platz. Doch der Autor zeigt, dass es auch ohne geht: mit einer langsamen, jedoch nie langweiligen Erzählweise baut er nach und nach die Spannung auf und am Ende vereinen sich die Handlungsstränge - die Vergangenheit und die Gegenwart - zu einem komplexen Bild. Es hat mich beeindruckt, wie vielschichtig und detailliert er sowohl die Charaktere als auch die Landschaft skizziert: auch wenn ich noch nie auf Gotland war, habe ich nach der Lektüre doch ein ziemlich genaues Bild davon im Kopf - ich meine fast einen feinen Nieselregen zu spüren, den der Wind in mein Gesicht weht.

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Großartiger Schreibstil

Von: Blondy67

26.12.2020

Hakan Nesser hat auch mit diesem Roman wieder ein großartiges Werk abgeliefert, das unnachahmlich ist. Mit seinem überragenden Schreibstil, seinem Gespür Gefühle zu transportieren, der Art, seine Protagonisten zum Leben zu erwecken, gehört er für mich zu den Größten seiner Zunft. Der Titel mag etwas sperrig sein, aber nach ein paar Seiten ist man dem Roman schon erlegen. Das Schicksal des Busfahrers und die Suche der Kommissare nach der Wahrheit ist hervorragend aufgebaut und geschrieben. Man hat das Gefühl sich selbst mitten in den Ermittlungen zu befinden. Die eindrücklichen Beschreibungen der schwedischen Landschaft unterstützen die Stimmung. Es handelt sich eher um ein Schicksalsprotokoll, als um einen klassischen Kriminalfall. Dabei wird zwischen zwei Zeitzonen gewechselt, die sechs Jahre trennen. Ich bin restlos begeistert!

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REZENSION – Eigentlich hatte der schwedische Schriftsteller Håkan Nesser (70) seine erfolgreiche Reihe um Kriminalinspektor Gunnar Barbarotti mit dessen fünftem Fall „Am Abend des Mordes“ (2012) abschließen wollen. Doch nach vier anderen Romanen und einem Gastspiel Barbarottis in Nessers Krimi „Der Verein der Linkshänder“ (2018) aus seiner Van-Veeteren-Reihe veröffentlichte er mit „Barbarotti und der schwermütige Busfahrer“, im September im btb-Verlag erschienen, nun doch nach acht Jahren noch einen weiteren Band. War es der Zwang des Erfolges oder die Liebe des Autors zu seinem liebenswerten Protagonisten? Fast möchte man Letzteres vermuten. Der Tod seiner Frau und einige Jahre erfolglos verheimlichter Liaison mit seiner Kollegen Eva Backman – beide um die 50 Jahre alt, er etwas drüber, sie etwas jünger – liegen schon länger zurück. Beide leben seit drei Jahren in seiner Villa in Kymlinge zusammen. Nach einem missglückten Einsatz, bei dem Eva einen Jugendlichen erschoss, hat sich das Paar während der internen Ermittlung eine zweimonatige Auszeit in der herbstlichen Abgeschiedenheit der Insel Gotland genommen, um seelischen Abstand zu gewinnen. Doch selbst in dieser Einöde werden Barbarottis kriminalistischen Instinkte geweckt, als er eines Abends in einem Fahrradfahrer jenen rätselhaften Busfahrer Albin Runge zu erkennen glaubt, der fünf Jahre nach seinem Verkehrsunfall im Januar 2007, bei dem 17 Schüler und eine Mutter starben, nach mehrwöchiger Erpressung das Opfer eines Verbrechens wurde. Barbarotti und Backman rollen diesen geheimnisvollen Mordfall des Jahres 2012 nun erneut auf, um nach möglichen Ermittlungsfehlern zu suchen. Ist es die Abgeklärtheit seines Alters? Im sechsten Barbarotti-Band des mittlerweile 70-jährigen Håkan Nesser spielt jedenfalls der eigentliche, irgendwann vom Leser sogar durchschaubare Kriminalfall eine eher hintergründige Rolle. Wichtiger scheint dem Autor sein Protagonist zu sein – der inzwischen zum Kommissar beförderte Gunnar Barbarotti, den Nesser mit liebevollen und gelegentlich auch ironischen Charakterisierungen bei seinen Ermittlungen auf Gotland mit Rückblenden ins Jahr 2012 begleitet. Nessers Barbarotti ist keineswegs der knallharte Ermittler, sondern „das blinde Huhn, das links und rechts und wo kein anderer sie wahrnahm wertvolle Körner findet“, und manchmal auch hilfloser Mann, der hin und wieder mit Gott spricht. Denn „wenn die Körner weit auseinanderliegen, braucht auch ein blindes Huhn Verbündete“. Barbarotti ist ein durch den Tod seiner geliebten Ehefrau ein vom Leben geprüfter, im Leben erfahrener und nachdenklich gewordener Mann geworden. Wer also in „Barbarotti und der schwermütige Busfahrer“ einen spannungsgeladenen Krimi erwartet, wird enttäuscht. Aber gerade die scheinbar leichten und leisen Töne in Barbarottis philosophischen Betrachtungen und der mal fast albern klingende, mal lebenskluge Humor in den Zwiegesprächen mit Eva Backman machen diesen Roman so lesenswert, wenn Barbarotti zum Beispiel überlegt: „Die eigene Bestattung erlebt man ja nicht so wirklich, was wahrscheinlich ganz gut ist.“ Für diese feinen, ironischen Töne muss man als Leser offen sein, um Håkan Nessers Roman richtig wertschätzen zu können. Wobei sogar der Autor sich selbst nicht schont, wenn zum Beispiel sein Protagonist fragt, wieso und wovon Menschen auf Gotland das ganze Jahr über lebten, „wenn sie nicht schon das Rentenalter erreicht hatten oder gut verkäufliche Kriminalromane schrieben“. Denn auch der schriftstellernde Rentner Håkan Nesser gehört mit zweitem Wohnsitz zu diesen Menschen auf Gotland.

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Die internen Polizeiermittlungen gegen Eva Backman – Kommissar Gunnar Barbarottis Partnerin, beruflich wie privat – setzen dem Paar deutlich zu, sodass sie gemeinsam ein paar ruhige Tage in der Abgelegenheit Gotlands verbringen wollen. Doch die Entspannung der Situation hält nicht lange, als Gunnar in einem Radfahrer einen Busfahrer erkennt, der nach einem schweren Verkehrsunfall seit einigen Jahren verschwunden schien… Nach mehreren Jahren ohne weitere Geschichten um Gunnar Barbarotti legt der schwedische Erfolgsautor Hakan Nesser nun den sechsten Band der Reihe vor, der mit „Barbarotti und der schwermütige Busfahrer“ einen etwas sperrigen und ungewöhnlichen Titel bekommen hat, der inhaltlich aber die Stärken der Reihe betont. So ist die verwendete Sprache auch hier wieder sehr geschliffen, poetisch und ausdrucksstark, sodass die gewisse Schwermut der Handlung sehr gut zur Geltung kommt. Mir gefällt auch sehr gut, dass der Band völlig ohne brutale Momente oder um Spannung heischende Szenen auskommt, der Tenor des Buches ist ausnahmslos ruhig und beständig, dennoch aber auch spannend und unterhaltsam. Es ergeben sich im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Spannungsfelder, verschiedene Ebenen, auf denen sich die Handlung weiterentwickelt, sodass mein Interesse am weiteren Verlauf immer sehr hoch war – auch wenn es zugegebenermaßen einige Passagen gab, die nicht allzu viel hergaben und etwas langwierig gewirkt haben. Der Plot, den Nesser sich erdacht hat, ist mit vielen emotional relevanten Momenten versehen und geht so sehr gekonnt auf die Charaktere ein, die im Laufe der Zeit immer mehr an Tiefe gewinnen. Der typischen Schwermut von Schwedenkrimis wird hier noch einmal ein anderer Dreh verliehen, der sich hier in dem titelgebenden Busfahrer manifestiert und einige interessante Facetten zeigt. Zudem ist der Aufbau vielseitig und dynamisch gelungen, wenn es auch ein paar Logiklücken an der einen oder anderen Stelle gibt – insgesamt hat das alles schon Hand und Fuß. „Barbarotti und der schwermütige Busfahrer“ überzeugt mit einem ruhigen, bedächtigen Aufbau und detaillierten Ermittlungen, was zwar einige etwas langwierige Passage mit sich bringt, insgesamt aber sehr spannend und unterhaltsam geraten ist. Die Sprache ist von poetischer Schönheit, viele Sätze habe ich zweimal gelesen, um ihre Wirkung vollkommen entfalten zu lassen. Ein lesenswerter Krimi!

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