Sie haben sich erfolgreich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Ein unmögliches Leben

Dame Stephanie Shirley, Richard Askwith

(2)
(0)
(0)
(0)
(0)
€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Dame Stephanie Shirley gewährt den Leser einen ungefilterten Einblick in ihr Leben. Geboren,1933, als Vera Buchthal wird sie mit fünf Jahren während des Zweiten Weltkriegs zusammen mit ihrer Schwester mit dem Kindertransport nach England in eine Pflegefamilie gebracht. Ihr deutsch-jüdischer Vater und ihre Mutter, die aus Wien stammte, konnten ebenfalls kurze Zeit später vor dem Nazi-Regime fliehen. Da die Ehe der Eltern zerbrach blieb sie jedoch bei ihren Pflegeeltern. Ihr Verhältnis zu ihren leiblichen Eltern bleibt gestört, die Mutter streicht sie aus ihrem Testament, der Vater geht eine neue Ehe ein, kehrt später nach Deutschland zurück. Der Kontakt bricht ab. Jahre später, um sich von ihrer Herkunft zu distanzieren, nimmt sie zunächst ihren zweiten Vornamen an. Mit dem Eintreten der Volljährigkeit lässt sie ihren Namen zu Stephanie Brook ändern. Fortan besitzt sie außerdem die britische Staatsbürgerschaft. Mit 29 Jahren gründete sie ihre eigene Softwarefirma "F International Group". Eine Firma, in der ausschließlich Frauen angestellt waren. Shirley unterstütze vor allem Frauen, die gerade Kinder bekommen hatten, keine Arbeit mehr fanden und somit oftmals vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen wurden. Mit der Arbeitspolitik flexibel und von zu Hause aus arbeiten zu können, konnten diese Frauen arbeiten gehen. Der Start ihrer Firma verlief dabei alles andere als einfach. "Ich wurde ausgelacht, weil ich eine Frau war und Software verkaufen wollte", schildert Shirley ihre damalige Situation gegenüber „Die Zeit“. Wie also sollte Shirley sich in den 1960er Jahren behaupten? Nach einem Gespräch mit ihrem Mann Derek Shirley, den sie bei der Royal Mail kennengelernt hatte, riet er ihr dazu, einen Männernamen für die Kundengewinnung anzunehmen. Der Briefkopf ihrer Freelance-Firma änderte sich von Stephanie Shirley zu Steve Shirley. Und plötzlich lief ihr Unternehmen. Kommen wir nun zu meiner Meinung: Das Buch ist in einem sehr vereinnahmenden Schreibstil verfasst. Obwohl es einige Länge hat, gerade die detaillierte Beschreibungen des IT, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte von Dame Stephanie Shirley ist eine interessante und inspirierende Biografie, die zeigt, dass man alles schaffen kann was man möchte. Man muss nur selber an sich glauben, sein Ziel immer vor Augen halten, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint oder man gar wieder von vorne anfangen muss.... Fazit: Absolut empfehlenswert!

Lesen Sie weiter

Lest das Buch, lest es einfach. Dann werdet ihr sehen, was ich meine. Wieviel kann man in seinem Leben schaffen? Die Frage habe ich mir mehrmals gestellt, als ich das Buch gelesen habe. Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen. Vielleicht nicht mehr ganz so streng, es könnte auch eine Tochter in einer Wohnung mit einer Zimmerpflanze sein, und vielleicht auch nicht in dieser Reihenfolge. Aber im großen und ganzen hat man damit vieles zusammengefasst, was die meisten in ihrem Leben erreichen wollen. Beruf, Hobby, Familie. Es scheint oft schwer, alles unter einen Hut zu bekommen und noch unmöglicher, dann noch glücklich zu sein, statt einfach nur gestresst. Und manchmal gibt es Menschen, die kriegen das hin. Die schaffen das, wofür viele kämpfen. Die Gruppe ist klein, aber es gibt sie. Und dann gibt es Menschen wie Dame Stephanie Shirley. Es ist das Jahr 1934, Grete und Arnold Buchthal leben in materiellem Wohlstand mit ihrer Tochter Renate, zwei Jahre alt und Stephanie, gerade geboren. Arnold ist Jurist, Grete kümmert sich um die Kinder und das Haus. Mit zwei Angestellten leben sie in Dortmund in einer schönen Wohnung in einem der besten Viertel. Die nächsten fünf Jahre ziehen sie durch Europa, bis sie 1939 in Wien ankommen. Die Situation in allen europäischen Ländern wird immer schwieriger, als jüdische Familie haben sie es schwer. So schwer, dass Grete und Arnold eine Entscheidung treffen. Renate und Stephanie, damals sieben und fünf Jahre alt, fahren mit einem der Kindertransporte nach England und bekommen da eine neue Familie. Beide werden aus ihrem Wohlstand, aber gleichzeitig auch einem emotional kalten Elternhaus in eine freundliche, aber arme und kriegsgezeichnete Gegenwart in England geworfen. In den ersten Schuljahren stellt sich heraus, dass beide Schwestern sehr intelligent sind. Besonders Stephanie ist von Mathematik begeistert, sie erreicht damit einen Bereich, in dem Frauen nichts zu suchen haben. Aber sie schafft es, fasst Fuß in der Branche. So kommt sie mit den ersten Computern in Kontakt und weiß, dass da ihre Zukunft liegt. Aber gleichzeitig stößt sie immer wieder an Grenzen. Schließlich ist sie eine Frau, und damit gehört sie nicht dazu, egal was sie macht. Und sie erkennt, dass darin ihr Potenzial liegt. Wenn ihr das Buch in einer Suchmaschine sucht, werdet ihr eine etwas andere Beschreibung bekommen. Aber diese Entscheidung, die Grete und Arnold damals getroffen habe, sie hat alles verändert. Eine Entscheidung, die ohne Zweifel das Leben der Familie gerettet hat. Aber es muss ihnen unglaublich schwer gefallen sein. Aber nicht nur diese Entscheidung, sondern auch hunderte andere, haben Stephanie Shirley so beeinflusst, dass sie der Mensch geworden ist, der sie ist. Firmengründerin, Feministin, eine Kämpferin in fasst allen Bereichen des Lebens, Hausfrau, Ehefrau, Mathematikerin, Softwareentwicklerin, Mutter, Wohltäterin, Gründerin diverser Projekte und noch so viel mehr. Ihr Leben ist eine Inspiration. Egal wieviel ich noch zu dem Buch schreibe, ich kann nicht deutlich machen, warum ihr das Buch lesen solltet. Lest es einfach!

Lesen Sie weiter