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Rezensionen zu
Terrorland

Christian v. Ditfurth

Kommissar de Bodt ermittelt (6)

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Ohne großes Vorgeplänkel startet die Geschichte gleich mit der Explosion des Busses richtig durch. Der einsetzende Medienrummel und die öffentliche Aufmerksamkeit bringen erst einmal die üblichen Verdächtigen wie z.B. Geheimdienste, IS-Attentäter und andere politische Fanatiker ins Spiel. Das BKA und das Team um de Bodt stehen noch recht ratlos da, denn keiner kann ein Motiv hinter der Tat entdecken. Kompetenzen Während die Behörden noch auf Motivsuche sind, werden aber  weitere Mordanschläge verübt. Es trifft hauptsächlich russische Diplomaten, die für den Geheimdienst arbeiten. BKA und LKA arbeiten in diese Sache, jedenfalls vordergründig, brav und sittsam miteinander, wobei das BKA sich widerspruchslos vom nachgeordneten LKA, genauer gesagt von de Bodts Team, führen lässt. Das halte ich dann doch für eher utopisch. Unübersichtlich Insgesamt wird die Geschichte schnell  immer unübersichtlicher und auch unglaubwürdiger. Es gibt jede Menge Wendungen und Spuren, die sich  jeder Logik entziehen und noch mehr Opfer, die scheinbar niemanden tatsächlich interessieren - auch den Autor nicht. Die Moskau-Connection des amerikanischen Präsidenten hingegen interessiert ihn und führt de Bodt dann direkt ins weiße Haus. Dort gibt es dann immer irrwitzigere Theorien und nicht mehr zu überschauende Intrigen und Mitspieler. Bashing Ich bin wahrlich kein Fan des derzeitigen amerikanische Präsidenten und hoffe auf baldige Abwahl,  aber irgendwann fand ich das Bashing - sorry, mir fällt echt kein anderes Wort dafür ein - eher nervig, vorhersehbar, unwitzig und nicht mehr spannend. Da halfen auch die kurzen Kapitel, die unzähligen Cliffhanger und die vielen verschiedenen Handlungsstränge nicht mehr weiter. Immerhin haben ich dann die unzähligen Hegel-Zitate als wohltuende Ruhepausen im Chaos der Story empfunden. Superheld Die Flut von Anschlägen und das Chaos zu Beginn des Buches setzt sich während der ganzen Geschichte fort und mündet in einem für mich vollkommen unglaubwürdigen, beinahe grotesken Finale. Terrorland wird für mich sehr rasch zu einer Art Marvel-Superhelden-Epos mit einem allwissenden und unbesiegbaren Eugen de Bodt als strahlendem Helden, inmitten eines Sumpfes aus Gemauschel aus Politik, Spionen und Verbrechen. Mein Fazit: Terrorland von Christian von Ditfurth ist ziemlich abgedrehter Thriller, der vor lauter abgedreht sein die Spannung vollkommen vergisst. Schade, denn bisher mochte ich alle Thriller mit Eugen de Bodt wirklich sehr.  Vielleicht war es als Satire gedacht, dann wäre es okay gewesen - aber als Thriller fand ich es einfach nur schlecht.

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